Vergabe von Verkehrsleistungen: Was KI im Verkehrsbetrieb beitragen kann
Leistungsbeschreibungen über Dutzende Seiten, Bieterfragen mit knappen Fristen, Nachweise und Konzepttexte, die mehrere Abteilungen zuliefern: Wer im Verkehrsbetrieb eine Ausschreibung für Verkehrsleistungen begleitet, liest und schreibt viel. Der zweistündige KI-Schnellstart zeigt an einer anonymisierten Leistungsbeschreibung, welche dieser Arbeiten ein Sprachmodell vorbereiten kann und an welcher Stelle Fachleute aus Geschäftsführung und Vergabe gegenprüfen müssen. Auch wer KI bislang mit Abstand betrachtet, kann danach begründet entscheiden, ob ein tieferer Einstieg lohnt.
- Dauer2 Stunden
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichLogistik & Mobilität, Geschäftsführung & Führung
Für wen
Geschäftsführung und Vergabeverantwortliche in Verkehrsbetrieben, die Ausschreibungen für Verkehrsleistungen bisher überwiegend von Hand begleiten.
KI-Schnellstart · 2 Stunden
Verstehen, wobei ein Sprachmodell in Vergabeverfahren zuarbeitet und wo es irrt
Das nehmen Sie mit
- Ein Bild davon, welche Teile der Ausschreibungsbegleitung ein Sprachmodell vorbereiten kann
- Kriterien, um einen KI-Textvorschlag von einer belastbar geprüften Vergabeaussage zu trennen
- Eine selbst geschriebene erste Anweisung und eine Idee für den nächsten Test im eigenen Betrieb
Ablauf
- Teil 1
Der Fall: Von der Bekanntmachung bis zum abgabefertigen Angebot
- Heutige Begleitung einer Ausschreibung: Unterlagen sichten, Fristen notieren, Bieterfragen klären
- Zeitintensiv sind vor allem verstreute Mindestanforderungen, wiederkehrende Nachweise und lange Konzeptteile
- Drei Einsatzstellen: Anforderungen herausziehen, Bieterfragen vorformulieren, Konzepttext entwerfen
- Vorführung mit der anonymisierten Leistungsbeschreibung für ein Linienbündel im Busverkehr
- Weiterhin Handarbeit: Fristen, Ausschlusskriterien und Preisblätter gegen die Vergabeunterlagen abgleichen
- Teil 2
Hintergrund: Warum Vergabetexte plausibel klingen und trotzdem falsch sein können
- Wie ein Sprachmodell Text erzeugt, nachvollzogen an der Zusammenfassung der Leistungsbeschreibung aus Teil 1
- Vorschlag oder geprüfte Aussage: eine vom Modell genannte Abgabefrist gilt erst nach dem Abgleich
- Ausgedachte Paragrafen, vertauschte Losnummern, falsche Fahrplankilometer: wie sie entstehen und auffallen
- Bedeutung für Geschäftsführung und Vergabe im Verkehrsbetrieb, wo ein Formfehler das Angebot gefährden kann
- Teil 3
Ausprobieren: Eine Anweisung zu einem Ausschreibungsauszug
- Übung: Zu einem fiktiven Auszug aus einer Leistungsbeschreibung selbst eine Anweisung an das Modell schreiben
- Besprechung der Antworten: wo das Modell Kriterien verkürzt, vermengt oder um eigene Annahmen ergänzt hat
- Anschließend Fragen aus der Runde, auch grundsätzliche Vorbehalte gegenüber KI in Vergabeverfahren
- Teil 4
Rahmen: Vergaberecht, Datengrenzen und ein Test für die nächste Woche
- Vergaberechtlicher Bezug kurz umrissen: VO (EG) 1370/2007 und VgV, je nach Verfahrensart und Auftrag
- Veröffentlichte Vergabeunterlagen ja, Kalkulation, Personalkosten und Angebotspreise nein: was ins Modell darf
- Für die kommende Woche: eine Bekanntmachung mit dem vorhandenen KI-Zugang in eine Anforderungsliste übertragen
- Verwandter Arbeitsschritt mit ähnlichem Muster: Fahr- und Dienstpläne kommunizieren
VoraussetzungenVorkenntnisse sind nicht nötig. Wer KI skeptisch gegenübersteht, ist ausdrücklich willkommen.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge