Industrie & Produktion
Batch-Qualität per Machine Learning: Abweichungen und Ausschuss früh sehen
In der Batch-Produktion von Pharma und Chemie zeigt sich ein Qualitätsproblem oft erst, wenn das Laborergebnis vorliegt. Das Tagesseminar zeigt, wie ML-Modelle Prozessdaten auswerten, Abweichungen erkennen und über Soft Sensors Qualitätsmerkmale vorhersagen. Sie üben an Prozessdaten, leiten Ursachen ab und klären, wie solche Modelle in MES/PLS eingebunden und unter GxP validiert werden.
- Dauer1 Tag
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichIndustrie & Produktion, Qualität, Sicherheit & Compliance, KI-Technik & Entwicklung
Für wen
Verantwortliche für Produktion und Qualität in Pharma und Chemie, die die Qualität ihrer Chargen datengestützt absichern wollen.
KI-Tagesseminar · 1 Tag
Prozessdaten nutzen, um Chargenabweichungen vor der Laborfreigabe zu erkennen
Das nehmen Sie mit
- Ein Verständnis, welche Modelltypen Abweichungen erkennen und Qualitätsmerkmale vorhersagen.
- Übung im Analysieren von Prozessdaten und im Ableiten von Ursachen für Qualitätsprobleme.
- Einen Fahrplan, der MES/PLS-Anbindung, Validierung und Rollen im Betrieb berücksichtigt.
Ablauf
- Teil 1
Modul 1 – Grundlagen: Prozessdaten und Qualität in der Batch-Produktion
- Prozessdaten einer Charge wie Temperaturverlauf, Druck und Dosierzeit und ihr Bezug zu Qualitätsmerkmalen
- Ansatzpunkte für ML entlang der Charge, von der Einwaage bis zur Endkontrolle
- Nutzen und Grenzen: Datenmenge, Chargenvielfalt und Messlücken als begrenzende Faktoren
- Vorführung: ein Modell meldet eine Abweichung, während die Charge noch läuft
- Eigene Lage: an welchen Prozessschritten und Produkten bei Ihnen Ausschuss entsteht
- Teil 2
Modul 2 – Modelle: Anomalien erkennen, Qualität vorhersagen
- Anomalie- und Abweichungserkennung in multivariaten Prozessverläufen
- Qualitätsprognosen mit Soft Sensors, die Labormerkmale aus laufenden Messwerten schätzen
- Übung: Prozessdaten mehrerer Chargen auswerten und auffällige Verläufe markieren
- Muster über viele Messgrößen erkennen, statt einzelne Grenzwerte isoliert zu überwachen
- Teil 3
Modul 3 – Anwendung: Golden Batch, Ursachen, stabile Qualität
- Golden Batch als Referenzverlauf nutzen und daraus Prozessverständnis gewinnen
- Ausschuss und Nacharbeit senken, indem Abweichungen früher abgefangen werden
- Root-Cause-Analyse: Modellhinweise mit Fachwissen aus Produktion und QS verbinden
- Übung: aus einem auffälligen Chargenverlauf eine plausible Ursache herleiten
- Erkenntnisse in Prozessparameter und Arbeitsanweisungen zurückführen, damit die Qualität stabil bleibt
- Teil 4
Modul 4 – Umsetzung: MES/PLS, GxP und Betrieb
- Integration in MES/PLS: Datenzugriff, Rückmeldung an Bedienende, Schnittstellen
- GxP und Validierung: was ein ML-Modell in der regulierten Produktion nachweisen muss
- Fallstudie: Ein Chargenbetrieb der Prozessindustrie verbessert seine QS mit ML
- Betrieb und Rollen: wer Modelle überwacht, nachtrainiert und Alarme bewertet
- Fahrplan zur datengetriebenen QS in Ihrer Produktion
VoraussetzungenVorausgesetzt wird Erfahrung in Produktion oder QM der Prozessindustrie.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge