Computer-Use- und Browser-Agenten: GUI-Abläufe mit KI automatisieren
Viele Fachanwendungen und Webportale bieten keine Schnittstelle, sondern nur eine Oberfläche – genau dort setzen Agenten an, die Bildschirminhalte lesen und selbst klicken und tippen. Das Tagesseminar zeigt Entwicklern und Automatisierungsteams, wie Computer-Use-Modelle arbeiten, wie sie sich von klassischer RPA unterscheiden und wann sich der Einsatz rechnet. Praktisch gebaut werden ein Agent für Web-Recherche und Formulare sowie die Automatisierung eines Backoffice-Schritts. Danach haben Sie eine begründete Vorstellung, welche Abläufe per API, welche per Oberfläche und welche weiterhin mit vorhandenen RPA-Bots laufen sollten.
- Dauer1 Tag
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichKI-Technik & Entwicklung, Büro, Organisation & IT
Für wen
RPA-Verantwortliche, Automatisierungsteams sowie Entwicklerinnen und Entwickler, die Prozesse an grafischen Oberflächen mit KI-Agenten automatisieren wollen.
KI-Tagesseminar · 1 Tag
Agenten bauen, die Webseiten und Oberflächen bedienen – robust und kontrolliert
Das nehmen Sie mit
- Die Wahl zwischen DOM-basierter und visueller Steuerung begründen Sie mit Anwendung und Kosten pro Ausführung.
- Ein selbst gebauter Agent mit Playwright und LLM recherchiert im Web und füllt Formulare aus.
- Für bestehende RPA-Landschaften liegt ein Ansatz vor, sie hybrid zu erweitern statt neu zu bauen.
- Berechtigungen, Audit-Trails und Schutz vor Prompt Injection planen Sie von Beginn an mit ein.
Ablauf
- Teil 1
Modul 1 – Grundlagen: Wie ein Modell Bildschirme liest und bedient
- Computer-Use-Modelle: Screenshot erfassen, Bedienelemente erkennen, Maus- und Tastaturaktionen ausführen
- Browser-Agenten neben klassischer RPA: wo regelbasierte Bots stabiler laufen, wo KI flexibler reagiert
- Anbieter und Werkzeuge: Claude Computer Use, Operator sowie Open-Source-Frameworks
- Live-Demo: Ohne vorgegebene Feldpositionen füllt ein Agent eigenständig ein Webformular aus
- Teil 2
Modul 2 – Browser-Automatisierung: Steuerung wählen und Agenten robust halten
- DOM-basierte Steuerung mit Playwright + LLM über die Seitenstruktur, visuelle Steuerung über Pixel
- Wann sich visuelle Steuerung lohnt – etwa bei Canvas-Oberflächen – und wann sie Läufe verlangsamt
- Übung: Einen Agenten bauen, der Informationen im Web recherchiert und damit ein Formular ausfüllt
- Robustheit im Dauerbetrieb: verschobene Layouts abfangen, Umgang mit Captchas klären
- Belastbare Wiederholbarkeit statt einmal gelungener Vorführung als Maßstab
- Teil 3
Modul 3 – Weiterentwicklung: Vorhandene RPA-Bots zu KI-Agenten ausbauen
- Gewachsene RPA-Landschaften um LLM-Intelligenz ergänzen, etwa für unstrukturierte Eingaben
- Wirtschaftlichkeit visueller Agenten: Kosten pro Ausführung gegen Pflegeaufwand eines Skripts rechnen
- Hybride Architektur: zuerst die API nutzen, die GUI nur als Rückfallebene ohne Schnittstelle
- Übung: Einen Backoffice-Schritt wie die Übernahme von Belegdaten in eine Fachanwendung automatisieren
- Vorhandene Automatisierung schrittweise migrieren, statt funktionierende Bots zu verwerfen
- Teil 4
Modul 4 – Sicherheit und Governance: Klick-Agenten unter Kontrolle
- Berechtigungen begrenzen, sensible Daten auf dem Bildschirm schützen, Audit-Trails jeder Aktion führen
- Prompt Injection abwehren, die über versteckte Anweisungen auf besuchten Webseiten eindringt
- Fallstudie: Ein Backoffice-Prozess wird mit einem Computer-Use-Agenten automatisiert
- Eingriffspunkte, an denen ein Mensch autonome Klick-Agenten stoppen oder bestätigen muss
- Fahrplan zur GUI-Automatisierung: geeigneter Einstiegsprozess und die nötigen Kontrollen
VoraussetzungenEin Grundverständnis von LLMs wird vorausgesetzt; für die Übungen helfen Python-Kenntnisse.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge