Fehlersuche und Störungsanalyse mit LLMs: Ursachen schneller belegen
Ein Alarm in der Nacht, ein Stacktrace ohne klaren Absender, dazu Tausende Logzeilen: Gerade die Ursachensuche kostet Entwicklungs- und Betriebsteams viel Zeit. Das Kompaktseminar zeigt in vier Stunden, wie Sie Logs, Traces und Metriken einem LLM so vorlegen, dass es prüfbare Hypothesen liefert, und wie daraus Incident-Timelines und Postmortem-Entwürfe entstehen. Zwei Übungen an einem echten Bug und einem Vorfall machen die Methode greifbar. Daraus entsteht ein Plan, mit welchem Dienst und welchen Datenquellen Ihr Team beginnt.
- Dauer4 Stunden
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichKI-Technik & Entwicklung, Büro, Organisation & IT
Für wen
Softwareentwicklerinnen und -entwickler, SRE-Teams und Betriebsverantwortliche, die Fehler und Störungen mit KI-Unterstützung zügiger eingrenzen und aufarbeiten wollen.
KI-Kompaktseminar · 4 Stunden
Vom Stacktrace zur belegten Ursache: Debugging und Postmortems mit LLMs straffen
Das nehmen Sie mit
- Eine Arbeitsweise, mit der Stacktraces, Logs und Traces zu überprüfbaren Root-Cause-Hypothesen werden
- Kriterien, an denen Sie Fix-Vorschläge eines Modells und dessen Fehlleitungen erkennen
- Ein selbst erstelltes Postmortem-Gerüst aus den Rohdaten eines Vorfalls
- Klarheit, welche Kundendaten aus Logs vor der Übergabe an ein Modell entfernt werden müssen
Ablauf
- Teil 1
Modul 1 – Einordnung: Was ein LLM bei der Ursachensuche beiträgt
- Bestandsaufnahme der Runde: Zeitspanne vom ersten Alarm bis zur benannten Fehlerursache in Ihren Teams
- Ein Stacktrace als Startpunkt: das LLM leitet daraus überprüfbare Vermutungen zur Fehlerquelle ab
- Logs, Traces und Metriken auswählen und kürzen, damit das Modell verwertbaren Kontext erhält
- Echte Beschleuniger: fremde Fehlermeldungen deuten, lange Logausschnitte verdichten, Codepfade nachzeichnen
- Fehlleitungen erkennen: plausible, aber falsche Erklärungen, erfundene Konfigurationsoptionen
- Teil 2
Modul 2 – Debugging: Bugs reproduzieren, eingrenzen, Hypothesen testen
- Mit KI-Hilfe ein minimales Reproduktionsszenario ableiten und den betroffenen Codebereich einengen
- Root-Cause-Hypothesen gegeneinander abwägen: welche Logbeobachtung eine Vermutung stützt oder widerlegt
- Fix-Vorschläge des Modells beurteilen: Nebenwirkungen, fehlende Tests, behandeltes Symptom statt Ursache
- Jede Annahme gezielt gegen Messwerte testen, statt Änderungen auf Verdacht auszurollen
- Übung: Einen realen Bug mit Hilfe des Modells vom Fehlerbild bis zur eingegrenzten Ursache verfolgen
- Teil 3
Modul 3 – Incident-Analyse: Vom Alarmsturm zum Postmortem
- Zusammenhängende Alarme korrelieren und für die Bereitschaft eine erste Diagnose formulieren lassen
- Chatverläufe, Tickets und Deploy-Historie automatisch zu Incident-Zusammenfassung und Timeline verdichten
- Postmortems vorbereiten: Ablauf, Auswirkung, beitragende Faktoren und Folgeaufgaben vorstrukturieren
- Übung: Aus Rohdaten eines Vorfalls mit KI ein Postmortem-Gerüst bauen und Lücken der Timeline markieren
- Erkenntnisse aus Vorfällen rascher in Runbooks und Verbesserungsaufgaben überführen
- Teil 4
Modul 4 – Betrieb: Anbindung, Datenschutz und Einführungsplan
- Observability-Stacks anbinden: auf welchem Weg Log-, Trace- und Metrikdaten das Modell erreichen
- Datenschutz bei Logs: Kundendaten und andere personenbezogene Felder vor der Übergabe maskieren
- Fallstudie: Aufbau eines KI-gestützten Incident-Workflows von der Alarmierung bis zum Review
- Diagnosen nachweisbar halten: jede Modellaussage auf Logzeile, Metrik oder Trace zurückführen
- Ihr Plan: erster Dienst, benötigte Datenquellen und wie die Zeit bis zur Ursache künftig gemessen wird
VoraussetzungenPraktische Erfahrung in der Softwareentwicklung oder im IT-Betrieb ist erforderlich.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge