DSGVO in KI-Projekten: personenbezogene Daten rechtssicher verarbeiten
Sobald ein Chatbot Kundenanfragen beantwortet oder ein Modell Personaldaten auswertet, stellt sich die Frage, welche DSGVO-Pflichten das Projekt auslöst. In vier Stunden klären Sie, wann bei KI-Systemen ein Personenbezug besteht, wie Grundsätze, Rollenverteilung und Datenschutz-Folgenabschätzung auf KI-Projekte anzuwenden sind und welche technischen und organisatorischen Maßnahmen bei LLMs und RAG-Systemen greifen. Zum Schluss steht eine Checkliste, mit der Sie neue KI-Vorhaben auf Datenschutzrisiken durchsehen.
- Dauer4 Stunden
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichQualität, Sicherheit & Compliance, Pflichten & Regulierung, Büro, Organisation & IT
Für wen
Datenschutzbeauftragte, Verantwortliche für IT-Sicherheit und Compliance, Projekt- und Produktverantwortliche sowie alle, die KI-Systeme nutzen oder ihre Einführung begleiten und dabei die Datenschutzvorgaben einhalten müssen.
KI-Kompaktseminar · 4 Stunden
Personenbezug erkennen, DSGVO-Pflichten zuordnen, Schutzmaßnahmen für KI-Systeme festlegen
Das nehmen Sie mit
- Sie erkennen, wo in einem KI-System personenbezogene Daten anfallen, und wie Sie sie anonymisieren oder pseudonymisieren.
- Sie ordnen ein KI-Projekt rechtlich ein: Grundsätze, Auftragsverarbeitung oder gemeinsame Verantwortlichkeit, DPIA.
- Sie nehmen TOMs für LLM- und RAG-Anwendungen und eine Checkliste zur Risikoeinschätzung mit.
Ablauf
- Teil 1
Modul 1 – Einordnung: Wo KI-Systeme mit Personendaten arbeiten
- Wann Eingaben, Trainingsdaten oder Modellantworten bei KI als personenbezogen einzustufen sind
- Datenflüsse unterschiedlicher Systemarten nachzeichnen: LLMs, Bilderkennung, NLP-Anwendungen
- Anonymisierung, Pseudonymisierung und Profilbildung trennscharf auseinanderhalten
- Fallbeispiele: Chatbot in der Kundenberatung, KI-gestützte Auswertung von HR-Daten
- Teil 2
Modul 2 – DSGVO-Pflichten: Grundsätze, Rollen und Folgenabschätzung
- Rechtmäßigkeit, Zweckbindung und Speicherbegrenzung auf Training und Betrieb von KI übertragen
- Rollen mit KI-Anbietern klären: Auftragsverarbeitung oder gemeinsame Verantwortlichkeit
- DPIA (Datenschutz-Folgenabschätzung) für ein KI-Projekt aufsetzen und durchführen
- Fallbeispiele: Einwilligungen beim Einsatz von KI-Textgeneratoren, KI-Funktionen im CRM-System
- Teil 3
Modul 3 – TOMs: Schutzmaßnahmen in Technik und Organisation
- Datenminimierung und Privacy by Design bei LLM-Anwendungen und RAG-Systemen umsetzen
- Zugriffskontrollen, Logging und Modell-Hardening als technische Absicherung
- Transparenzpflichten erfüllen und Ergebnisse mit Explainable AI erklärbar machen
- Fallbeispiele: GPT-Modellen im internen Einsatz Grenzen setzen, Trainingsdaten gegen Zugriff sichern
- Teil 4
Modul 4 – Steuerung: Governance, Richtlinien und Risikobewertung
- Governance-Strukturen: wer im Haus über KI-Systeme entscheidet und ihren Betrieb überwacht
- KI-Nutzung dokumentieren und in internen Richtlinien verbindlich regeln
- Generative Systeme im Griff behalten: Ausgaben kontrollieren, nachvollziehbar halten, korrigieren
- Abschlussdiskussion: Eine Checkliste, mit der Sie KI-Vorhaben auf Datenschutzrisiken durchsehen
VoraussetzungenHilfreich sind Grundkenntnisse der DSGVO und eine Vorstellung davon, wie KI-Systeme wie ChatGPT, Bild- oder Spracherkennung arbeiten; zwingend ist beides nicht.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge