Generative Modelle verstehen: GPT, Diffusion, GANs und VAEs im Vergleich
Text aus GPT, Bilder aus Diffusionsmodellen, dazu GANs und VAEs: Hinter generativer KI stehen wenige mathematische Grundideen, die sich in verschiedenen Modellfamilien wiederfinden. Der Seminartag arbeitet diese Ideen der Reihe nach heraus, vom Lernen einer Datenverteilung über Sampling-Parameter bis zum Entrauschen eines Bildes. Kleine Übungen machen jeden Mechanismus nachvollziehbar, ohne dass Sie selbst Code schreiben müssen. Anschließend können Sie für ein Generierungsziel begründen, welche Modellfamilie passt und wo ihre Risiken liegen.
- Dauer1 Tag
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichKI-Technik & Entwicklung, KI-Strategie & Grundlagen
Für wen
Für Softwareentwicklung und Data Science: alle, die nachvollziehen wollen, wie generative Modelle Text, Bilder und andere Inhalte erzeugen.
KI-Tagesseminar · 1 Tag
Wie Modelle Verteilungen lernen und daraus Text und Bilder erzeugen
Das nehmen Sie mit
- Den Unterschied zwischen diskriminativen und generativen Modellen erklären und die großen Modellfamilien zuordnen.
- Temperatur, Top-k und Top-p gezielt einstellen, weil klar ist, was sie in der Wahrscheinlichkeitskette bewirken.
- Den Diffusionsprozess vom Rauschen zum Bild Schritt für Schritt nachvollziehen.
- Für ein konkretes Ziel zwischen autoregressiven Modellen, Diffusion, GANs und VAEs begründet wählen und Risiken benennen.
Ablauf
- Teil 1
Modul 1 – Grundbegriffe: Was ein generatives Modell vom diskriminativen unterscheidet
- Diskriminative Modelle ziehen Grenzen zwischen Klassen, generative bilden die Daten selbst nach
- Eine Wahrscheinlichkeitsverteilung aus Beispielen schätzen und neue Stichproben daraus ziehen
- Landkarte der Modellfamilien: autoregressive Modelle, Diffusion, GANs, VAEs
- Vorführung: Ein gemeinsames Generierungsprinzip erzeugt einmal Text und einmal ein Bild
- Ihr Ausgangspunkt: welchen Modelltyp Sie für Projekt oder Weiterbildung durchdringen möchten
- Teil 2
Modul 2 – Autoregressive Modelle: Text als Kette bedingter Wahrscheinlichkeiten
- Wie GPT einen Satz Token für Token aus der Wahrscheinlichkeit des jeweils nächsten Tokens aufbaut
- Sampling-Verfahren im Detail: Temperatur, Top-k und Top-p (Nucleus Sampling)
- Was die schrittweise Erzeugung gut leistet und an welchen Stellen sie an Grenzen stößt
- Übung: Temperatur, Top-k und Top-p verstellen und beobachten, wie vorhersehbar oder variabel der Text wird
- Teil 3
Modul 3 – Diffusionsmodelle: Bilder aus schrittweise entferntem Rauschen
- Vorwärtsprozess: einem Trainingsbild in vielen kleinen Schritten Rauschen beimischen
- Rückwärtsprozess: ein Netz lernt, dieses Rauschen wieder herauszurechnen
- Vom reinen Zufallsrauschen zum fertigen Motiv: der Generierungsablauf im Überblick
- Übung: Die Zwischenstufen eines Diffusionslaufs nachverfolgen und deuten
- Gründe für die hohe Bildqualität, die Diffusionsmodelle erreichen
- Teil 4
Modul 4 – Weitere Familien: GANs, VAEs und multimodale Ansätze
- GANs mit Generator und Diskriminator und VAEs mit latentem Raum nebeneinandergestellt
- Multimodale Generierung: Modelle, die Text, Bild und weitere Modalitäten verbinden
- Stärken und Schwächen jeder Modellfamilie in einer Vergleichsübersicht
- Übung: Für vorgegebene Anwendungsfälle die passende Modellfamilie auswählen und begründen
- Kriterien, an denen sich das geeignete Verfahren für eine Generierungsaufgabe festmachen lässt
- Teil 5
Modul 5 – Einordnung: Modellwahl, Risiken und eigener Lernpfad
- Fallstudie: Für ein konkretes Generierungsziel ein Modell auswählen und die Entscheidung herleiten
- Grenzen und Risiken generativer Modelle, etwa erfundene Inhalte und verzerrte Ausgaben
- Das Modellverständnis in bessere Anweisungen, Parameterwahl und Werkzeugauswahl übersetzen
- Neue Modellgenerationen einordnen und aktuelle Entwicklungen verfolgen
- Persönlicher Lernpfad: welche Modellfamilie Sie als Nächstes vertiefen
VoraussetzungenGrundlagen in Mathematik oder Statistik erleichtern den Einstieg. Programmiererfahrung wird nicht verlangt.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge