KI-Agenten verlässlich machen: Evals, Red Teaming und Monitoring
Ein Agent, der selbständig Tools aufruft und über viele Schritte plant, verhält sich bei jedem Lauf etwas anders – feste Soll-Ist-Vergleiche greifen da zu kurz. Das Tagesseminar richtet sich an Teams, die solche Systeme bauen oder verantworten, und führt durch drei Prüfebenen: Evaluation mit eigenen Datensätzen, gezielte Angriffe im Red Teaming und Beobachtung im laufenden Betrieb. Sie verlassen den Tag mit einer selbst aufgesetzten Eval-Suite, einem eingerichteten Monitoring und einer Reihenfolge, in der Sie diese Bausteine in Ihre Entwicklung übernehmen.
- Dauer1 Tag
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichKI-Technik & Entwicklung, Qualität, Sicherheit & Compliance
Für wen
QA-Engineers, Product Owner von Agenten-Anwendungen sowie Entwicklerinnen und Entwickler, die Qualität und Sicherheit ihrer Agenten planmäßig absichern wollen.
KI-Tagesseminar · 1 Tag
Agenten messbar prüfen, gezielt angreifen und im Betrieb überwachen
Das nehmen Sie mit
- Für einen Beispielagenten haben Sie eine Eval-Suite mit Aufgaben, Erwartungen und Metriken aufgebaut.
- LLM-as-a-Judge setzen Sie dort ein, wo ein Bewertungsmodell belastbar urteilt, und erkennen seine Fallstricke.
- Durch eigenes Red Teaming wissen Sie, über welche Kanäle Prompt Injection einen Agenten erreicht und wie Sandboxing gegenhält.
- Ein Monitoring mit Tracing steht, das Regressionen nach Modell- oder Prompt-Updates sichtbar macht.
Ablauf
- Teil 1
Modul 1 – Ausgangslage: Warum Agenten sich klassischen Tests entziehen
- Bestandsaufnahme: Mit welchen Verfahren Ihr Team Agenten derzeit prüft und wo Lücken bleiben
- Nichtdeterminismus: Derselbe Auftrag liefert bei zwei Läufen unterschiedliche Wege und Ergebnisse
- Lange Trajektorien mit vielen Tool-Aufrufen, dazu Seiteneffekte wie versendete Mails oder geänderte Daten
- Typische Fehlerbilder: Schleifen ohne Abbruch, Tool-Missbrauch und schleichende Zielabweichung
- Weshalb Unit-Testing mit festen Soll-Ausgaben bei agentischem Verhalten zu kurz greift
- Test-Pyramide für agentische Systeme: welche Prüfebene welchen Anteil der Testfälle übernimmt
- Teil 2
Modul 2 – Evaluation: Agentenverhalten mit Eval-Datensätzen messen
- Eval-Datensätze anlegen: Testaufgaben formulieren, erwartetes Verhalten festhalten, Metriken bestimmen
- LLM-as-a-Judge: was ein bewertendes Modell zuverlässig einschätzt und wo sein Urteil kippt
- Übung: Für einen Beispielagenten eine Eval-Suite mit Testaufgaben und Bewertungsregeln aufsetzen
- Messwerte als Grundlage, bevor einem Agenten weitere Aufgaben anvertraut werden
- Teil 3
Modul 3 – Sicherheit: Angriffswege schließen, bevor der Agent live geht
- Prompt Injection: eingeschleuste Anweisungen in Webseiten, Dokumenten und Tool-Ausgaben
- Sandboxing, Berechtigungsgrenzen und Budgets begrenzen, was ein fehlgeleiteter Agent auslösen kann
- Übung: Red Teaming – den Beispielagenten gezielt angreifen und gefundene Schwachstellen dokumentieren
- Wiederkehrende Sicherheitslücken agentischer Systeme im Überblick
- Mindestschutz, der vor dem Produktivstart eines Agenten umgesetzt sein muss
- Teil 4
Modul 4 – Betrieb: Agentenläufe beobachten und Fehler aufarbeiten
- Tracing und Observability mit LangSmith und OpenTelemetry: jeden Zwischenschritt eines Agentenlaufs einsehen
- Regression-Erkennung: Eval-Suite nach jedem Modell- oder Prompt-Update automatisch erneut ausführen
- Incident-Prozesse für Agentenfehler: Meldung, Eingrenzung, Ursachenanalyse
- Übung: Monitoring für einen Agenten einrichten und Kennzahlen für Warnmeldungen festlegen
- Fahrplan: welche Test-, Sicherheits- und Betriebsbausteine Ihr Team als Erstes einführt
VoraussetzungenSie haben bereits LLM-Anwendungen entwickelt; diese Praxis wird vorausgesetzt.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge