Lieferketten mit KI steuern: Bedarfsprognose, Bestände und Control Tower
Für Verantwortliche aus Logistik, Einkauf, Produktion und IT zeigt dieser Tag, wo KI in der Supply Chain messbar Wert schafft: bei der Bedarfsprognose, bei Sicherheitsbeständen und Produktionsplanung, bei Ankunftszeiten und Wareneingang. Sie prüfen die Datenbasis aus ERP, WMS und IoT-Sensoren, verfolgen das Training eines Prognosemodells in Python und entwerfen einen Echtzeit-Control-Tower. Am Ende stehen ROI-Rechnung, Business-Case und eine Roadmap für ein Pilotprojekt. Sie können danach einschätzen, welches Vorhaben in Ihrer Lieferkette den Anfang machen sollte und was es technisch voraussetzt.
- Dauer1 Tag
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichLogistik & Mobilität, Einkauf & Fuhrpark, Industrie & Produktion
Für wen
Verantwortliche für Lieferketten aus Logistik, Einkauf, Produktion und IT, als Fach- oder Führungskraft mit operativem oder strategischem Auftrag, die KI in diesen Prozessen verstehen und mitgestalten wollen.
KI-Tagesseminar · 1 Tag
KI für Prognose, Bestandsführung und Transparenz entlang der Supply Chain
Das nehmen Sie mit
- Ein Daten-Audit-Vorgehen, mit dem Sie Lücken und Anomalien in ERP-, WMS- und Sensordaten erkennen
- Verständnis für Demand Sensing, Prognosemodelle und ihre Bewertung mit MAPE und WAPE
- Ansätze für Sicherheitsbestände, ABC/XYZ-Lagerstrategien, Predictive ETA und KPI-Dashboards
- Eine Roadmap mit ROI-Abschätzung für ein Pilotprojekt in Ihrer Lieferkette
Ablauf
- Teil 1
Modul 1 – Ausgangslage und Datenbasis: Werttreiber benennen, Daten prüfen
- Heutige SCM-Herausforderungen und eine Werttreiberanalyse von Beschaffung bis Auslieferung
- Wie sich KI von klassischer Analytics unterscheidet, mit den nötigen Grundbegriffen
- Check-in: Die Teilnehmenden benennen mögliche Einsatzfelder in ihrer eigenen Lieferkette
- Datenquellen der Supply Chain: ERP, WMS und IoT-Sensoren in Lager und Transport
- ETL-Prozesse und Data Lakes als Fundament für Auswertungen über Systemgrenzen hinweg
- Fehlende Werte (Missing Values) behandeln und Anomalie-Erkennung in Bewegungsdaten
- Übung: Ein Daten-Audit an vorbereiteten Datensätzen durchführen
- Teil 2
Modul 2 – Forecasting und Demand Sensing: Bedarf früher erkennen
- Zeitreihenprognosen mit Prophet und LSTM im Vergleich
- Feature Engineering mit Kalendereffekten wie Feiertagen und mit geplanten Promotions
- Live-Demo: Ein Prognosemodell wird in Python trainiert
- Prognosegüte mit MAPE und WAPE messen und Modelle vergleichen
- Teil 3
Modul 3 – Bestände und Produktion: Optimieren und Szenarien durchspielen
- Reinforcement Learning und Optimierungsverfahren wie MILP für Bestands- und Produktionsplanung
- Szenarioplanung im Digital Twin, etwa für Nachfragespitzen oder Lieferausfälle
- Lagerstrategien mit ABC/XYZ-Analyse festlegen
- Übung in Gruppen: Parameter für Sicherheitsbestände einstellen und die Wirkung vergleichen
- Teil 4
Modul 4 – Transparenz: Warenfluss in Echtzeit verfolgen und steuern
- Predictive ETA und Optimierung von Routen im Transport
- Computer Vision bei der Kontrolle im Wareneingang
- KPI-Dashboards mit Power BI oder Tableau aufbauen
- Übung: Einen Echtzeit-Control-Tower für die eigene Lieferkette skizzieren
- Teil 5
Modul 5 – Einführung: Betrieb der Modelle, Wirtschaftlichkeit und Pilotplan
- MLOps-Pipeline und Modell-Governance, damit Prognosen im Betrieb verlässlich bleiben
- Skalierung in der Cloud mit Azure ML oder AWS Sagemaker
- ROI-Berechnung und Business-Case für ein KI-Vorhaben in der Supply Chain
- Abschlussaufgabe: Eine Roadmap für ein eigenes Pilotprojekt entwerfen
VoraussetzungenGrundkenntnisse in Supply-Chain-Prozessen sowie in Excel und einfacher Datenanalyse. Erfahrung mit Programmierung oder Data Science hilft, wird aber nicht vorausgesetzt.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge