Pflichten & Regulierung

Sorgfaltspflichten nach LkSG belegen: Was KI beim Dokumentieren beiträgt

Für Unternehmen im Anwendungsbereich des LkSG gehört zur Erfüllung der Sorgfaltspflichten, Risikoanalysen, Maßnahmen und Prüfungen nachvollziehbar zu dokumentieren. Fachleute aus Compliance und Nachhaltigkeit sehen im zweistündigen KI-Schnellstart an einem Beispiel, welche Dokumentationsschritte ein Sprachmodell vorbereitet, warum solche Entwürfe falsche Angaben enthalten können und welche Daten nicht hineingehören. Mit einer selbst formulierten ersten Anweisung lässt sich anschließend besser einschätzen, ob und wo ein tieferer Einstieg lohnt.

Für wen

Fachleute aus Compliance und Nachhaltigkeit in Betrieben und Einrichtungen, die ihre Sorgfaltspflichten bisher überwiegend von Hand dokumentieren; ausdrücklich auch skeptische Stimmen.

KI-Schnellstart · 2 Stunden

Verstehen und einordnen, was KI bei LkSG-Nachweisen leisten kann

Das nehmen Sie mit

  • Eine Vorstellung davon, an welchen drei Stellen der Nachweisarbeit ein Sprachmodell Schreibarbeit übernimmt
  • Ein Gespür dafür, KI-Vorschläge von belegten Aussagen zu unterscheiden und erfundene Angaben zu erkennen
  • Eine erste eigene Anweisung und Ideen für Versuche, die sich mit vorhandenen Werkzeugen gleich starten lassen

Ablauf

  1. Teil 1

    Nachweisarbeit heute: Wo die LkSG-Dokumentation Stunden bindet

    • Wie Sorgfaltspflichten derzeit belegt werden und welche Teile davon besonders lange dauern
    • Drei Stellen, an denen ein Sprachmodell spürbar entlastet, etwa beim Entwurf von Maßnahmenvermerken
    • Vorführung mit einem praxisnahen Beispiel: die Zusammenfassung einer Lieferantenprüfung für die Ablage
    • Was nach dem KI-Entwurf weiterhin von Hand kontrolliert wird, zum Beispiel Daten, Quellen und Zuständigkeiten
  2. Teil 2

    Sprachmodell im Nachweis: Vorschlag oder belegte Aussage

    • In wenigen Sätzen: wie ein Sprachmodell Text aus Wahrscheinlichkeiten zusammensetzt
    • Ein KI-Textvorschlag ist noch keine geprüfte Aussage – erläutert am Vermerk aus Teil 1
    • Woher erfundene Angaben stammen und an welchen Merkmalen sie sich im Entwurf zeigen
    • Bedeutung für Nachweise nach dem LkSG: Übernommene Angaben brauchen einen Beleg im Haus
  3. Teil 3

    Erster Nachweisentwurf: Eine eigene Anweisung ausprobieren

    • Übung: Eine erste Anweisung für einen Vermerk zu einer Sorgfaltspflicht aus dem eigenen Arbeitsalltag formulieren
    • Die entstandenen Entwürfe werden nebeneinandergelegt und gemeinsam besprochen
    • Offene Fragerunde zu Einsatz und Grenzen in der eigenen Compliance- oder Nachhaltigkeitsarbeit
  4. Teil 4

    Grenzen der LkSG-Dokumentation: Recht, Daten, nächste Versuche

    • Rechtlicher Rahmen in Kürze: LkSG §§ 4 bis 6; die Berichtspflicht nach § 10 prüft das BAFA derzeit nicht
    • Welche Angaben in ein Sprachmodell eingegeben werden dürfen und welche im Haus bleiben
    • Erste Versuche für den nächsten Arbeitstag mit Werkzeugen, die bereits zur Verfügung stehen
    • Angrenzende Themen: Lieferantenfragebögen auswerten, Risikoanalyse der Lieferkette dokumentieren, Beschwerdeverfahren einrichten

VoraussetzungenVorwissen wird nicht erwartet. Der Termin ist bewusst auch für Personen gedacht, die KI skeptisch gegenüberstehen.

AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge

Thema anfragen