Nachträge nach VOB/B mit KI stichhaltig begründen und belegen
Ob ein Nachtrag bezahlt wird, hängt oft daran, wie sauber Mehrleistung oder Behinderung begründet und mit Bautagebuch, Anordnungen und Schriftverkehr belegt ist. In der KI-Werkstatt auf dieser Seite nehmen Bauleitung und Kaufleute Ihres Bauunternehmens diesen Weg gemeinsam auseinander, bauen ihn mit Hilfe eines Sprachmodells neu auf und verteilen am Ende die Aufgaben für die nächsten Nachträge.
- Dauer1 Tag
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichHandwerk, Bau & Immobilien, Finanzen & Controlling, Pflichten & Regulierung
Für wen
Bauleitungen und kaufmännische Mitarbeitende in Bauunternehmen, die Nachträge bisher größtenteils von Hand begründen und dokumentieren.
KI-Werkstatt · 1 Tag
Den Weg von der Mehrleistung zum Nachtragsschreiben gemeinsam mit KI neu aufsetzen
Das nehmen Sie mit
- Ein gemeinsam aufgezeichneter Nachtragsweg zwischen Baustelle und Büro, an dem die Liegezeiten sichtbar werden
- Getestete Anweisungen für Nachtragsbegründung und Belegliste, abgestimmt auf VOB/B §§ 2 und 6
- Eine Aufgabenverteilung zwischen Bauleitung und Kaufleuten mit messbarem Ziel für die kommenden Nachträge
Ablauf
- Teil 1
Schritt 1 – Bestandsaufnahme: Vom Mehraufwand auf der Baustelle zum Nachtragsschreiben
- Die Runde zeichnet einen früheren Nachtrag nach, von der geänderten Anordnung bis zum Schreiben an den Bauherrn
- Bauleitung meldet, Kaufleute kalkulieren, Architekt oder Auftraggeber prüft: wo der Vorgang liegen bleibt
- Bautagebuch, Anordnungen, Behinderungsanzeigen, Planstände, Nachtragskalkulation: auch als KI-Eingabe gesichtet
- Drei Hauptbremsen im Nachtragsweg benennen, häufig die Belegsuche im Schriftverkehr
- Teil 2
Schritt 2 – Leitplanken: VOB/B, Beschäftigtendaten und Nachvollziehbarkeit
- VOB/B §§ 2 und 6 als fachlicher Rahmen für Vergütung geänderter Leistungen und Behinderungen
- Stundennachweise mit Namen einzelner Kolonnenmitglieder nur anonymisiert in ein Sprachmodell geben
- Kennzeichnen, wo KI mitformuliert hat, und jede Begründung auf einen Beleg aus der Bauakte zurückführen
- Zeichnung und Verantwortung für den Nachtrag bleiben bei Bauleitung und Geschäftsführung, nicht beim Werkzeug
- Teil 3
Schritt 3 – Ansatzpunkte: Wo ein Sprachmodell die Nachtragsarbeit stützt
- Begründung entwerfen, Schriftverkehr zusammenfassen, Unterlagen auf Lücken prüfen, Fälle nach Ursache einordnen
- Erwartungen erden: ob ein Anspruch besteht und wie er zu bewerten ist, beurteilt kein Modell
- Wie andere Bauunternehmen Nachtragsbegründungen bereits mit KI vorbereiten
- Gemeinsam die Ansatzpunkte festlegen, die beim laufenden Nachtragsaufkommen spürbar entlasten
- Teil 4
Schritt 4 – Werkstattphase: Ein realer Nachtrag wird neu begründet
- Mitgebracht wird ein abgeschlossener oder strittiger Nachtrag, Auftraggeber und Preise geschwärzt
- Übung: Aus Bautagebuchauszug, Anordnung und Schriftverkehr per KI eine Begründung mit Belegliste aufbauen
- Anweisungen und Begründungsvorlage reihum an fremden Nachträgen testen und gemeinsam nachbessern
- Mängel samt Ursache ansprechen: Behauptungen ohne Beleg, falsche Fristen, verwechselte Paragrafen
- Teil 5
Schritt 5 – Fahrplan: Vier Wochen bis zum ersten KI-gestützten Nachtrag
- Vierwochenplan: welche KI-Schritte der Betrieb mit seinen vorhandenen Programmen angeht
- Rollen zwischen Bauleitung und Kaufleuten klären; Erfolg ablesen an den Tagen von der Meldung bis zum Versand
- Zweiter Anlauf denkbar: Arbeitssicherheit auf der Baustelle unterweisen; Nachunternehmerverwaltung und Nachweise
- Abschlussvereinbarung: welcher anstehende Nachtrag als erster mit der neuen Vorlage bearbeitet wird
VoraussetzungenMit KI müssen Sie noch nicht gearbeitet haben. Wichtig ist, dass Sie den Nachtragsweg in Ihrem Betrieb kennen und einen realen Vorgang mitbringen, geschwärzt, wo nötig.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge