Synthetische Trainings- und Testdaten: Verfahren, Qualität, Datenschutz
Wenn seltene Schadensfälle kaum im Bestand vorkommen oder Kundendaten nicht in die Testumgebung dürfen, können künstlich erzeugte Datensätze die Lücke schließen. Data Scientists, ML- und Datenschutzverantwortliche lernen im Kompaktseminar die gängigen Verfahren von Sampling über GANs bis zu LLM-generierten Daten kennen und erzeugen selbst einen Datensatz. Ebenso wichtig ist die Bewertung: Fidelity, Utility und Privacy, Bias, Artefakte und das Risiko der Re-Identifikation. So entscheiden Sie fundiert, wo synthetische Daten im Test und im Training tragen und wo nicht.
- Dauer4 Stunden
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichKI-Technik & Entwicklung, Qualität, Sicherheit & Compliance, Pflichten & Regulierung
Für wen
Data Scientists sowie ML- und Datenschutzverantwortliche, die synthetische Daten für Modelltraining, Softwaretests und den Schutz personenbezogener Daten einsetzen wollen.
KI-Kompaktseminar · 4 Stunden
Künstliche Datensätze erzeugen, ihre Qualität bewerten und Risiken begrenzen
Das nehmen Sie mit
- Sampling, GANs und LLM-generierte Daten ordnen Sie nach Datenart und Einsatzzweck ein.
- Einen synthetischen Datensatz haben Sie selbst erzeugt und nach Fidelity, Utility und Privacy beurteilt.
- Re-Identifikationsrisiken, Bias und Artefakte erkennen Sie, bevor ein Datensatz weitergegeben wird.
- Für Test- und Trainingszwecke haben Sie Kriterien und Governance-Regeln für den ersten Einsatz skizziert.
Ablauf
- Teil 1
Modul 1 – Anlass: Wann künstlich erzeugte Daten sinnvoll sind
- Seltene Fälle, Datenmangel und Datenschutz als Gründe für synthetische Datensätze
- Welche Arten synthetischer Daten es gibt, Chancen und Risiken im Vergleich
- Live-Demo: Aus einer kleinen echten Stichprobe wird ein umfangreicher synthetischer Datensatz
- Eigene Lücken benennen: Wo fehlen Ihren Trainings- oder Testbeständen Daten
- Teil 2
Modul 2 – Erzeugung: Verfahren für Tabellen, Texte und Bilder
- Sampling, GANs und LLM-generierte Daten: Funktionsweise der drei Verfahrensfamilien
- Bilddaten, Textdaten und tabellarische Daten stellen jeweils eigene Anforderungen
- Das Verfahren nach Datenart und Verwendungszweck auswählen
- Übung: Einen synthetischen Tabellendatensatz mit Python generieren
- Teil 3
Modul 3 – Bewertung: Qualität, Nutzen und Grenzen prüfen
- Privacy, Fidelity und Utility: Schutzniveau, Ähnlichkeit zum Original und Nutzwert messen
- Verzerrungen durch Bias und künstliche Artefakte aufdecken und verhindern
- Wo synthetische Daten weiterhelfen und wo echte Daten unverzichtbar bleiben
- Übung: Den erzeugten Datensatz anhand dieser drei Kriterien beurteilen
- Grenzen eines Datensatzes offen dokumentieren, bevor er an andere Teams geht
- Teil 4
Modul 4 – Einsatz: Datenschutz, Governance und erster Anwendungsfall
- Re-Identifikationsrisiken: wann synthetische Daten doch Rückschlüsse auf echte Personen zulassen
- Synthetische Daten für Softwaretests und für das Training von Modellen
- Fallstudie: Ein Entwicklungsteam erhält synthetische Testdaten statt Kopien aus dem Produktivsystem
- Governance: Freigabe, Dokumentation und Verantwortung für synthetische Datensätze
- Ausblick: für welchen Ihrer Datenbestände sich ein erster Versuch lohnt
VoraussetzungenGrundkenntnisse in ML und Python sind erforderlich.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge