Trinkwasserbefunde mit KI auswerten: Probenahmen beim Wasserversorger
Betriebsleitungen von Wasserversorgern sichten regelmäßig Probenahmeprotokolle und Laborprüfberichte, vergleichen Messwerte mit Grenzwerten und leiten daraus Maßnahmen ab, oft noch mit viel Handarbeit. In zwei Stunden sehen Sie an einem vorgeführten Befund, welche Teile dieser Auswertung ein Sprachmodell übernehmen kann, warum seine Ausgaben trotzdem nachgeprüft werden müssen und was TrinkwV und DIN 2001 dabei vorgeben. Anschließend können Sie den Nutzen für Ihren Betrieb einschätzen und haben selbst eine erste Anweisung ausprobiert; das Format eignet sich ausdrücklich auch für Skeptiker.
- Dauer2 Stunden
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichEnergie, Versorgung & Entsorgung, Qualität, Sicherheit & Compliance, Geschäftsführung & Führung
Für wen
Betriebsleitungen in der Wasserversorgung, die Probenahmen und Laborberichte heute größtenteils manuell auswerten.
KI-Schnellstart · 2 Stunden
Einordnen, wo KI bei Laborberichten entlastet und wo Ihr fachliches Urteil gefragt bleibt
Das nehmen Sie mit
- Sie kennen drei Punkte in der Auswertung von Laborberichten, wo die KI Lese- und Schreibarbeit abnimmt.
- Sie unterscheiden einen KI-Textvorschlag von einer geprüften Aussage und bemerken erfundene Messwerte oder Parameter.
- Sie halten Proben- und Kundendaten aus dem Modell heraus und haben einen ersten Test mit vorhandenen Mitteln vor Augen.
Ablauf
- Teil 1
Der Fall: Vom Probenahmeprotokoll zur fertigen Befundbewertung
- Wie Laborprüfberichte heute gelesen, abgeglichen und kommentiert werden und was dabei Stunden kostet
- Drei Ansatzpunkte: Messwerte in eine Übersicht ziehen, Auffälligkeiten markieren, Begleittext entwerfen
- Vorführung: Ein anonymisierter Prüfbericht einer Netzprobe wird von einem Sprachmodell zusammengefasst
- Was nach dem Entwurf zwingend eine Fachkraft kontrolliert: Grenzwertvergleich, Einheiten, Probenahmestelle
- Teil 2
Das Werkzeug verstehen: Wie die vorgeführte Befundbewertung zustande kam
- Wie ein Sprachmodell Antworten bildet, in wenigen Sätzen, erläutert an der eben erzeugten Zusammenfassung
- Ein formulierter Vorschlag ist noch kein geprüfter Befund: wer im Wasserwerk die Aussage verantwortet
- Abgleich mit dem Laborbericht: wo das Modell Parameter ergänzt, Einheiten vertauscht, Grenzwerte falsch nennt
- Was diese Eigenheiten für den Umgang mit Analysedaten in Ihrem Versorgungsgebiet bedeuten
- Teil 3
Erster Versuch: Ihre Anweisung zu einem Laborbericht
- Übung: Eine erste Anweisung, die einen Prüfbericht nach Auffälligkeiten gegenüber den Grenzwerten ordnet
- Die Antworten der Teilnehmenden werden verglichen und gemeinsam bewertet
- Fragen, Einwände und Erfahrungen aus Wasserwerk und Labor kommen offen zur Sprache
- Teil 4
Rahmen und Start: TrinkwV, DIN 2001 und der Umgang mit Analysedaten
- Fachliche und rechtliche Eckpunkte in Kurzform: TrinkwV und DIN 2001
- Welche Proben-, Anschluss- und Kundendaten in ein Sprachmodell gehören und welche draußen bleiben
- Womit Sie gleich nach dem Termin beginnen können, etwa ein älterer, freigegebener Prüfbericht als Testmaterial
- Ein naheliegendes Folgethema: Kanalzustandsberichte aufbereiten
VoraussetzungenVorwissen wird nicht verlangt. Das Format ist bewusst auch für Personen gedacht, die KI bislang skeptisch sehen.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge