Energie, Versorgung & Entsorgung

Abfallmengen mit ML vorhersagen: Kapazitäten im Entsorgungsbetrieb planen

Grüngut im Frühjahr, Sperrmüll nach den Feiertagen, Gewerbeabfälle, die mit der Konjunktur schwanken: Wer Fahrzeuge, Personal und Anlagen plant, muss mit wechselnden Mengen rechnen. Das vierstündige KI-Kompaktseminar richtet sich an Planungs- und Betriebsverantwortliche bei privaten Entsorgern und kommunalen Betrieben und zeigt, wie Machine Learning Mengen samt Bandbreite vorhersagt. Geübt wird zweimal: erst eine eigene Prognose, dann eine darauf gestützte Kapazitätsentscheidung. So planen Sie Saisonspitzen und Sonderereignisse künftig auf Datenbasis statt allein nach Erfahrung.

Für wen

Verantwortliche für Planung und Betrieb in Entsorgungsunternehmen und kommunalen Betrieben, die Mengen und Kapazitäten auf Basis von Daten steuern wollen.

KI-Kompaktseminar · 4 Stunden

Saisonspitzen kommen sehen und Touren, Schichten und Anlagen danach ausrichten

Das nehmen Sie mit

  • Ein Verständnis dafür, welche Treiber Ihre Abfallmengen bewegen und welche Daten ein Prognosemodell dafür braucht.
  • Eine selbst erstellte Mengenprognose mit Gütemaß und Bandbreite statt einer einzelnen Planzahl.
  • Die Fähigkeit, aus Prognose und Szenarien Entscheidungen zu Personal, Fahrzeugen und Anlagendurchsatz abzuleiten.
  • Erste Schritte, um Prognosen dauerhaft in Ihre Planungsrunden zu übernehmen.

Ablauf

  1. Teil 1

    Modul 1 – Ausgangslage: Warum Abfallmengen schwanken und was Prognosen leisten

    • Treiber der Schwankung: Jahreszeit, Gartensaison, Feiertage, Wetter und Auftragslage der Gewerbekunden
    • Wo ein ML-Modell der Erfahrung der Disposition voraus ist und wo Ortskenntnis weiter zählt
    • Datenquellen: Wiegescheine, Behälterleerungen, Tourenprotokolle, Kalender- und Wetterdaten
    • Live-Demo: Mehrere Jahre Verwiegedaten werden zu einer Saisonprognose für Grüngut verrechnet
    • Ihre heutige Planung von Fahrzeugen, Personal und Anlagenkapazität und wo sie danebenliegt
  2. Teil 2

    Modul 2 – Modelle: Zeitreihen, Einflussgrößen und Prognosegüte

    • Zeitreihen mit externen Faktoren wie Ferienzeiten, Witterung oder Gebührenänderungen verknüpfen
    • Prognosegüte messen: Abstand zwischen vorhergesagter und tatsächlich verwogener Menge
    • Übung: Aus Monatsmengen einer Abfallfraktion, etwa Grüngut, eine eigene Mengenprognose rechnen
    • Unsicherheit als Bandbreite ausweisen, damit die Planung mit Unter- und Obergrenze arbeitet
  3. Teil 3

    Modul 3 – Planung: Von der erwarteten Menge zur Kapazitätsentscheidung

    • Fahrzeuge, Touren, Schichten und Anlagendurchsatz aus der erwarteten Menge ableiten
    • Saisonspitzen und Sonderereignisse wie Sperrmüllaktionen, Stadtfeste oder Unwetter einplanen
    • Szenarien für niedrige, erwartete und hohe Mengen mit dem jeweiligen Kapazitätsbedarf durchrechnen
    • Übung: Sie leiten aus einer Prognose mit Bandbreite eine Entscheidung zu Personal oder Fahrzeugen ab
    • Prognosen so aufbereiten, dass Disposition und Betriebsleitung unmittelbar damit planen
  4. Teil 4

    Modul 4 – Verankerung: Prognosen im Planungsalltag nutzen

    • Einbindung in bestehende Planungsprozesse wie Wochenplanung und Saisonvorbereitung
    • Datenpflege: Verwiegedaten vollständig halten, Ausreißer und Fehlbuchungen bereinigen
    • Fallstudie: Ein kommunaler Entsorger verbessert mit Mengenprognosen seine Kapazitätsplanung
    • Vertrauen in die Zahlen schaffen, indem Prognose und Ist regelmäßig mit der Disposition verglichen werden
    • Fahrplan für die prognosegestützte Planung in Ihrem Betrieb

VoraussetzungenErfahrung in der Entsorgungswirtschaft und routinierter Umgang mit Excel sind Voraussetzung.

AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge

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