Betriebsübernahme von KI-Anwendungen: Monitoring, Rollback, Kostendeckel
Ein KI-Pilot liefert brauchbare Antworten, doch für den Dauerbetrieb fehlen Überwachung, saubere Zugangsdaten, ein Rückweg bei Modellwechseln und eine klare Kostenlinie. Der Entscheidungsworkshop führt IT-Leitung und Administration durch die Punkte, die die Übernahme einer erprobten KI-Anwendung in den Regelbetrieb verlangt. Am Ende liegen eine Übernahmecheckliste und ein bezifferter Betriebsaufwand vor, auf deren Grundlage die Übernahme entschieden und an die Zuständigen übergeben wird.
- Dauer1 Tag
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichBüro, Organisation & IT, KI-Technik & Entwicklung, Finanzen & Controlling
Für wen
IT-Leitungen und Systemadministratorinnen und -administratoren, die eine bereits erprobte KI-Anwendung in den Regelbetrieb übernehmen und dafür einstehen.
KI-Entscheidungsworkshop · 1 Tag
Eine erprobte KI-Anwendung überwachbar, änderungssicher und bezahlbar betreiben
Das nehmen Sie mit
- Eine im Workshop erarbeitete Checkliste zeigt, welche Provisorien des Piloten vor der Übernahme verschwinden müssen.
- Protokolle, Schwellenwerte und Alarme machen Qualitätsverluste des Sprachmodells und Kostensprünge früh sichtbar.
- Prompt- und Modelländerungen gehen erst nach Testlauf live, mit vorbereitetem Rollback auf die vorherige Fassung.
- Der monatliche Betriebsaufwand ist beziffert und die Zuständigkeit für Störungen geklärt.
Ablauf
- Teil 1
Phase 1 – Ausgangslage: Was den Piloten vom Produktivdienst trennt
- Funktionsfähig ist nicht gleich betreibbar: Kriterien, an denen die IT diesen Unterschied festmacht
- Provisorien aus der Erprobung aufspüren und zurückbauen, etwa fest hinterlegte Testkonten oder Handstarts
- API-Schlüssel, Dienstkonten und Berechtigungen auf das Niveau der übrigen Produktivsysteme heben
- Gemeinsam entsteht eine Checkliste für die Übernahme der Anwendung in den Regelbetrieb
- Teil 2
Phase 2 – Beobachtbarkeit: Die Anwendung im Dauerlauf sehen
- Je Aufruf erfassen: Eingabe, Modellantwort, Antwortzeit und angefallene Kosten
- Schleichende Verschlechterung der Modellantworten erkennen, bevor Fachbereiche sie melden
- Schwellenwerte für Fehlerquote, Latenz und Verbrauch festlegen und Alarme daran koppeln
- Übung: Sie werten die Protokolldaten einer Betriebswoche aus und benennen Auffälligkeiten
- Teil 3
Phase 3 – Änderungen: Prompts und Modellwechsel kontrolliert ausrollen
- Anweisungen (Prompts) und Modellversionen versionieren, wie es bei Anwendungscode üblich ist
- Testfälle laufen vor der Freigabe einer Änderung, nicht erst nach den ersten Beschwerden
- Durchspiel eines kompletten Modellwechsels von der Testreihe bis zur Freischaltung
- Rollback auf die vorherige Fassung als festen Bestandteil jeder Änderung vorhalten
- Teil 4
Phase 4 – Kosten und Kapazität: Verbrauch steuern statt nachträglich erklären
- Kosten getrennt nach Anwendung und nach anfragender Abteilung ausweisen
- Budgetgrenzen und Kontingente setzen, damit die Monatsabrechnung keine bösen Überraschungen bringt
- Rechnung aufmachen: ab welchem Anfragevolumen sich ein lokal betriebenes Modell trägt
- Kapazitätsreserven für Lastspitzen einplanen, etwa zu Monatsabschluss oder Antragsfristen
- Teil 5
Phase 5 – Entscheidung und Übergabe: Zuständigkeit und Betriebsaufwand
- Störungen zuordnen: was der Service Desk löst und was an Administration oder Entwicklung geht
- Vor dem Ticket beim Anbieter: welche Protokollauszüge, Zeitstempel und Fehlerbilder bereitliegen müssen
- Betriebsdokumentation so verfassen, dass eine Vertretung Störungen möglichst ohne Rückfrage beheben kann
- Ergebnis: Der Betriebsaufwand ist in Stunden und Kosten beziffert und wird mit der Checkliste übergeben
VoraussetzungenSie haben bereits eine eigene KI-Anwendung im Einsatz und bringen Praxis aus dem Systembetrieb mit.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge