Düngebedarfsermittlung mit KI: Dokumentation im Agrarbetrieb neu ordnen
Für Betriebsleitungen, die ihre Düngebedarfsermittlung bislang größtenteils manuell zusammentragen, niederschreiben und ablegen. In der Werkstatt nehmen Sie diesen Dokumentationsschritt gemeinsam auseinander, stecken den Rahmen aus Düngeverordnung und Stoffstrombilanzverordnung ab und setzen einen mitgebrachten Vorgang mit KI neu auf. Anschließend ist geklärt, welche Teile der Dokumentation ein Sprachmodell vorbereiten kann, und gehen mit einem Vorhaben für die anschließenden vier Wochen nach Hause.
- Dauer1 Tag
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichAgrar & Lebensmittel, Pflichten & Regulierung, Qualität, Sicherheit & Compliance
Für wen
Betriebsleitungen in Pflanzenbau- und Futterbaubetrieben, deren Dokumentation der Düngebedarfsermittlung bislang größtenteils manuell läuft.
KI-Werkstatt · 1 Tag
Die Dokumentation der Düngebedarfsermittlung gemeinsam mit KI neu aufsetzen
Das nehmen Sie mit
- Ein geteiltes Verständnis, wie aus Bodenwerten und Schlagdaten heute die fertige Dokumentation entsteht
- Eine neu gestaltete, KI-gestützte Dokumentation für einen Schlag samt getesteten Prompts
- Klare Aufgabenverteilung für einen Monat und eine Kennzahl, an der Sie den Fortschritt ablesen
Ablauf
- Teil 1
Schritt 1 – Bestandsaufnahme: Bodenprobe, Berechnung, Ablage – der heutige Ablauf
- Die Anwesenden zeichnen gemeinsam nach, wie die Düngebedarfsermittlung im Betrieb derzeit entsteht
- Wer Werte zuliefert, etwa Bodenlabor oder Beratung, wer kontrolliert und an welcher Übergabe gewartet wird
- Beteiligte Unterlagen: Nmin-Ergebnisse, Bodenuntersuchungen, Schlagkartei, Rechenblätter, Formulare, Notizen
- Gemeinsam bestimmen Sie die drei Arbeitsgänge, die bei jeder Ermittlung am längsten dauern
- Teil 2
Schritt 2 – Leitplanken: Was Düngerecht und Datenschutz für KI-Entwürfe bedeuten
- Fachlicher Rahmen: was Düngeverordnung und Stoffstrombilanzverordnung für die Dokumentation verlangen
- Datenschutz, sobald Beschäftigtendaten wie Namen von Schlepperfahrern im Vorgang auftauchen
- KI-gestützte Textteile markieren, damit bei einer behördlichen Kontrolle ihre Herkunft erkennbar ist
- Abzeichnen und Verantwortung liegen bei der Betriebsleitung, auch für KI-vorformulierte Passagen
- Teil 3
Schritt 3 – Ansatzpunkte: Wo ein Sprachmodell bei der Düngedokumentation entlastet
- Vorformulieren, Laborbefunde verdichten, auf Lücken prüfen, Schläge einordnen: welche Funktion wozu passt
- Nüchterne Erwartung: Die Bedarfsrechnung und das fachliche Urteil über den Schlag ersetzt kein Sprachmodell
- Praxisbeispiele aus Höfen, die Dünge- und Nährstoffunterlagen schon mit KI erstellen
- Auswahl der Ansatzpunkte, die bei der nächsten Ermittlung am deutlichsten entlasten
- Teil 4
Schritt 4 – Werkstattphase: Eine Ermittlung für einen Schlag wird mit KI neu aufgesetzt
- Grundlage bildet eine Ermittlung aus Ihrem Betrieb samt Bodenwerten, Ertragserwartung und bisherigen Notizen
- Übung: Die Gruppe baut die Dokumentation dieses Schlags mit KI-Unterstützung von Grund auf neu
- Dabei entstehen Prompts und Vorlagen, die ausprobiert und gemeinsam nachgebessert werden
- Schwachstellen im KI-Ergebnis, etwa falsch übernommene Nmin-Werte, samt ihrer Ursache benennen
- Teil 5
Schritt 5 – Fahrplan: Die ersten vier Wochen nach der Werkstatt
- KI-Schritte, die binnen vier Wochen mit vorhandenen Werkzeugen und Zugängen machbar sind
- Aufgaben auf Betriebsleitung und Mitarbeitende aufteilen, Messgröße festlegen, etwa Minuten je Schlag
- Anschlussthema für später: QS- und Bio-Audits mit KI vorbereiten
- Verbindliche Absprachen, welche Schritte nach der Werkstatt zuerst angegangen werden
VoraussetzungenKI-Vorkenntnisse braucht es nicht. Nützlich ist, wenn Sie die Abläufe auf Ihrem Hof gut kennen und eine eigene Ermittlung als Beispiel dabeihaben.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge