Logistik & Mobilität

Ereignismeldungen im Verkehrsbetrieb: Leitstellenauswertung mit KI ordnen

Funkmeldungen des Fahrpersonals, Fahrzeugstörungen, Unfälle, Ausfälle: In der Leitstelle eines Verkehrsbetriebs laufen täglich Meldungen auf, die später jemand sortieren, verdichten und für Betriebsleitung oder Werkstatt aufbereiten muss. Wo das bislang überwiegend von Hand geschieht, setzt eine Gruppe aus der Leitstelle diese Auswertung in der KI-Werkstatt mit KI-Unterstützung neu auf. Vorab werden BOKraft, Betriebsvorschriften und der Umgang mit Fahrpersonaldaten geklärt; zum Schluss sind Zuständigkeiten und die ersten Schritte für die kommenden Wochen verabredet.

Für wen

Beschäftigte der Leitstelle in Verkehrsbetrieben, die Störungs- und Ereignismeldungen heute überwiegend von Hand auswerten.

KI-Werkstatt · 1 Tag

Die Meldungsauswertung der Leitstelle gemeinsam mit KI neu aufsetzen

Das nehmen Sie mit

  • Ein Überblick, auf welchem Weg Meldungen heute zur Auswertung gelangen und wo sie unbearbeitet liegen
  • Vorlagen, mit denen ein Sprachmodell Ereignismeldungen verdichtet, nach Art sortiert und auf Lücken prüft
  • Vereinbarte Regeln für Fahrpersonaldaten, Kennzeichnung und die Freigabe von Auswertungen
  • Ein Fahrplan mit Zuständigkeiten in der Leitstelle und einer festgelegten Erfolgsgröße

Ablauf

  1. Teil 1

    Schritt 1 – Meldeweg: Vom Funkspruch bis zur Monatsauswertung

    • Die Anwesenden rekonstruieren, wie eine Störungsmeldung heute erfasst, weitergegeben und ausgewertet wird
    • Wer meldet, ergänzt und prüft: Fahrpersonal, Leitstelle, Werkstatt, Betriebsleitung – und wo Meldungen warten
    • Material der Auswertung: Leitstellenprotokoll, Störungsformulare, Unfallberichte und Freitextnotizen
    • Gemeinsam bestimmt: die drei Arbeitsgänge, die die Ereignisauswertung am stärksten aufhalten
  2. Teil 2

    Schritt 2 – Leitplanken: BOKraft, Betriebsvorschriften und Fahrpersonaldaten

    • Fachlicher Rahmen der Meldungsauswertung: BOKraft, Betriebsvorschriften des Unternehmens
    • Beschäftigtendaten im konkreten Fall: Namen und Dienstnummern des Fahrpersonals in Ereignisberichten
    • Auswertungen mit KI-Anteil kenntlich machen und belegen, auf welchen Meldungen sie beruhen
    • Verantwortung klären: wer eine KI-gestützte Ereignisauswertung prüft, abzeichnet und weitergibt
  3. Teil 3

    Schritt 3 – Auswertungshilfen: Ereignisarten, Kurzberichte, fehlende Angaben

    • Textentwurf, Zusammenfassung, Prüfung, Klassifizierung: übertragen auf Meldungen, etwa Ereignisse nach Art
    • Was beim Modell nicht ankommt: Ortskenntnis, Fahrzeugkunde und die Entscheidung, welche Maßnahme folgt
    • Wie andere Verkehrsbetriebe Leitstellenmeldungen bereits mit KI aufbereiten
    • Festgelegt wird, an welchen Punkten der Auswertung KI zuerst erprobt wird
  4. Teil 4

    Schritt 4 – Werkstattphase: Eine Woche Ereignismeldungen neu ausgewertet

    • Übungsmaterial: echte Meldungen aus der eigenen Leitstelle, Namen und Dienstnummern geschwärzt
    • Übung: Aus den Meldungen mit KI eine Ereignisübersicht samt Kurzbericht für die Betriebsleitung erstellen
    • Anweisungen und Auswertungsvorlagen werden erprobt und im Austausch der Gruppe nachgebessert
    • Mängel offen ansprechen: falsch zugeordnete Ereignisarten, erfundene Uhrzeiten oder Linien und woher sie rühren
  5. Teil 5

    Schritt 5 – Fahrplan: Die Meldungsauswertung in den kommenden Wochen

    • Erste KI-Schritte, die die Leitstelle innerhalb eines Monats mit vorhandenen Zugängen angehen kann
    • Erfolgsgröße festlegen, etwa Bearbeitungstage je Monatsauswertung oder Rückfragen zu Meldungen
    • Für später vorgemerkt: Ausschreibungen für Verkehrsleistungen begleiten
    • Verbindliche Absprache, wer in Leitstelle und Betriebsleitung welchen nächsten Schritt angeht

VoraussetzungenVorwissen über KI wird nicht erwartet. Hilfreich sind gute Kenntnisse der Abläufe in der eigenen Leitstelle und echte Meldungen, die Sie mitbringen.

AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge

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