Erntemengen und Absatz vorhersagen: ML für Agrar- und Ernährungsbetriebe
Ein nasses Frühjahr, ein Preisrutsch am Großmarkt, ein Abnehmer mit kurzfristig höherer Order: Mengenplanung in Landwirtschaft und Ernährungswirtschaft hängt an vielen unsicheren Größen. Das Kompaktseminar zeigt Planungs- und Vertriebsverantwortlichen, wie Machine Learning aus Liefer-, Wetter- und Preisdaten Mengenprognosen ableitet und wie sich daraus Anbau-, Lager- und Logistikentscheidungen treffen lassen. Sie rechnen selbst eine Prognose, lesen sie als Bandbreite und spielen Szenarien durch. Danach beurteilen Sie, wo ein Modell Ihre bisherige Planung per Vorjahreswert verbessern kann.
- Dauer4 Stunden
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichAgrar & Lebensmittel, KI-Technik & Entwicklung, Vertrieb, Marketing & Kundenservice
Für wen
Verantwortliche für Planung und Vertrieb in Agrar- und Ernährungsbetrieben, die Ernte- und Absatzmengen genauer vorhersagen wollen.
KI-Kompaktseminar · 4 Stunden
Mengen aus Wetter-, Preis- und Lieferdaten schätzen und daraus die Saison planen
Das nehmen Sie mit
- Eine Mengenprognose aus historischen Daten und externen Treibern haben Sie selbst erstellt und ihre Güte gemessen.
- Prognosen lesen Sie als Bandbreite und leiten daraus Szenarien für Anbau, Lager und Transport ab.
- Für die Einführung im Betrieb haben Sie Datenpflege, Einbindung in die Planungsrunde und erste Schritte skizziert.
Ablauf
- Teil 1
Modul 1 – Ausgangslage: Warum Mengenplanung in der Branche so unsicher ist
- Schwankende Erntemengen, wechselnder Abverkauf und volatile Erzeugerpreise als Planungsrisiko
- Wo Machine Learning Muster in den Daten genauer erfasst als das Erfahrungswissen der Disposition
- Datenquellen: eigene Ernte- und Lieferhistorie, Wetterdaten, Marktpreise, Bestellungen der Abnehmer
- Demonstration: Ein ML-Modell schätzt die Absatzmenge für die kommende Saison
- Bestandsaufnahme der eigenen Planung, etwa per Vorjahreswert und Aufschlag in Excel
- Teil 2
Modul 2 – Modell: Zeitreihen, Wetter, Preise und Prognosegüte
- Zeitreihenmodelle um externe Treiber wie Wetterverlauf und Preisentwicklung erweitern
- Prognosegüte messen: geschätzte Mengen rückblickend mit tatsächlichen Liefermengen vergleichen
- Übung: Aus einer Liefer- und Wetterhistorie eine Mengenprognose für eine Kultur oder ein Produkt erstellen
- Unsicherheit ausweisen: Ober- und Untergrenze der Prognose statt eines einzelnen Werts
- Teil 3
Modul 3 – Planung: Von der Prognosezahl zur Saisonentscheidung
- Anbauflächen, Lagerkapazitäten und Transportplanung auf die erwartete Menge abstimmen
- Umgang mit Unsicherheit: Puffer, Nachsteuerung im Saisonverlauf, Absprachen mit Abnehmern
- Szenarien für eine schwache, mittlere und starke Saison nebeneinanderstellen
- Übung: Für eines der Szenarien eine Planentscheidung treffen, etwa zusätzlichen Kühlraum reservieren
- Wie aus der Prognose ein verbindlicher Mengenplan für Einkauf, Lager und Vertrieb wird
- Teil 4
Modul 4 – Einführung: Prognosen im Planungsalltag verankern
- Einbindung in bestehende Planungsprozesse und regelmäßige Mengenabstimmungen
- Datenpflege: Ernte-, Liefer- und Preisdaten laufend vollständig und konsistent halten
- Fallstudie: Ein Erzeugerbetrieb nutzt die Mengenprognose in der Saisonplanung
- Akzeptanz gewinnen: Abweichungen offen zeigen und das Urteil der Planer einbeziehen
- Fahrplan: erste Produktgruppe, Datengrundlage und nächste Schritte zu einer treffsicheren Mengenplanung
VoraussetzungenKenntnisse der Branche und sicherer Umgang mit Excel sind Voraussetzung.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge