Fallakten und Übergaben in der Jugendhilfe: KI-Nutzen nüchtern einordnen
Akteneinträge und Übergaben zwischen Diensten gehören in der Jugendhilfe zum Alltag und werden vielerorts noch von Hand geschrieben. Im KI-Schnellstart sehen Teamleitungen und Fachkräfte an einer Übergabenotiz, was ein Sprachmodell dabei beisteuert und wo es Angaben hinzudichtet; anschließend formulieren alle eine eigene erste Anweisung. Wer KI skeptisch gegenübersteht, ist ausdrücklich willkommen, und am Ende ist klar, welche Falldaten im Werkzeug nichts verloren haben und womit sich am nächsten Tag beginnen lässt.
- Dauer2 Stunden
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichSoziales, Bildung & Vereine
Für wen
Teamleitungen und Fachkräfte in der Jugendhilfe, die Fallakten und Übergabedokumentation bislang überwiegend von Hand führen.
KI-Schnellstart · 2 Stunden
Was KI bei Akteneinträgen und Übergaben beitragen kann, verstehen und nüchtern einordnen
Das nehmen Sie mit
- Ein Eindruck, an welchen drei Stellen ein Sprachmodell bei Akteneintrag und Übergabenotiz mitschreiben kann
- Ein Blick dafür, woran Sie hinzugedichtete Vorkommnisse oder Absprachen in einem KI-Text erkennen
- Eine erste selbst formulierte Anweisung und klare Regeln, welche Falldaten nicht ins Werkzeug gehören
Ablauf
- Teil 1
Übergabefall: Wie ein Sprachmodell bei Akte und Dienstwechsel mitschreibt
- Akteneinträge, Übergabebuch, Dienstnotizen: wie das heute läuft und wobei sich die Arbeit staut
- Drei Einsatzstellen fürs Sprachmodell: Übergabenotiz verdichten, Akteneintrag gliedern, Verlauf bündeln
- Vorführung am Bildschirm: Aus nachgebildeten Stichworten eines Nachtdienstes wird eine gegliederte Übergabe
- Weiterhin von Hand zu prüfen: Namen, Absprachen mit dem Jugendamt, Vorkommnisse und deren Bewertung
- Teil 2
Textvorhersage statt Aktenwissen: Wie das Modell aus Teil 1 arbeitet
- Grundprinzip in wenigen Sätzen: Das Modell bildet Sätze aus Wahrscheinlichkeiten und weiß nichts über den Fall
- Textvorschlag oder geprüfte Aussage: Eine flüssige Übergabenotiz kann ein Vorkommnis falsch wiedergeben
- Hinzugedichtete Details, etwa ein nie geführtes Telefonat mit den Eltern, und woran man sie erkennt
- Für die Jugendhilfe heißt das: Kein KI-Text gelangt ungeprüft in die Fallakte
- Teil 3
Erste Übergabeanweisung: Ihr eigener Versuch
- Sie schreiben eine Anweisung, die Stichpunkte eines Dienstes zur Übergabenotiz macht, mit erfundenen Namen
- Zusammen betrachtet: welche Angaben im Prompt zu einer brauchbaren Notiz führten
- Offene Fragerunde, ausdrücklich auch für Zweifel an KI in der Fallarbeit
- Teil 4
Sozialdatenschutz und Start: § 37c und § 65 SGB VIII, erste Schritte
- Rechtliche Stichworte: § 37c SGB VIII und der Schutz anvertrauter Daten nach § 65 SGB VIII
- Ins Werkzeug dürfen verfremdete Übungstexte, nicht aber Klarnamen, Diagnosen oder anvertraute Mitteilungen
- Mit den vorhandenen Mitteln gleich morgen möglich: eine Vorlage für die Übergabenotiz testen
- Nachbarthemen: Hilfeplanung und Entwicklungsberichte sowie Entgeltverhandlungen mit dem Jugendamt
VoraussetzungenVorwissen wird nicht erwartet. Das Format richtet sich bewusst auch an Fachkräfte, die KI mit Skepsis begegnen.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge