Gefährdungsbeurteilungen im Elektrobetrieb mit KI zügig fortschreiben
Ein neues Prüfgerät, geänderte Schaltberechtigungen, eine Baustelle mit fremden Gewerken: Im Elektrohandwerk muss die Gefährdungsbeurteilung bei solchen Änderungen nachgezogen werden, und oft geschieht das in Formblättern und Ordnern von Hand. Gedacht ist das Angebot für Sicherheitsbeauftragte, die diese Fortschreibung im Betrieb mittragen. Während der KI-Werkstatt nimmt sich die Gruppe eine fällige Aktualisierung vor, ordnet den Ablauf mit einem Sprachmodell neu und verteilt anschließend die Aufgaben für die Umsetzung.
- Dauer1 Tag
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichHandwerk, Bau & Immobilien, Qualität, Sicherheit & Compliance, Pflichten & Regulierung
Für wen
Sicherheitsbeauftragte in Betrieben des Elektrohandwerks, bei denen das Aktualisieren der Gefährdungsbeurteilungen bisher größtenteils Handarbeit ist.
KI-Werkstatt · 1 Tag
Fortschreibung der Gefährdungsbeurteilung im Team mit KI neu organisieren
Das nehmen Sie mit
- Ein von allen Beteiligten getragener Überblick, wo das Nachführen der Beurteilungen im Betrieb hakt
- Anweisungen und Textbausteine für Maßnahmenbeschreibungen, an einer realen Beurteilung aus Ihrem Haus getestet
- Ein Umsetzungsplan, in dem Zuständige und ein messbares Ziel stehen, abgestimmt auf ArbSchG § 5 und DGUV Information 203-001
Ablauf
- Teil 1
Schritt 1 – Bestandsaufnahme: Wie eine Beurteilung heute nachgeführt wird
- Mit der Runde nachgezeichnet: Anlass, Begehung, Überarbeitung, Unterweisung und Ablage der Beurteilung
- Monteure, Meister, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Inhaber: wer zuliefert, wer gegenliest, wo Entwürfe liegen
- Im Umlauf: Formblätter je Tätigkeit, Begehungsnotizen, Betriebsanweisungen, Prüfprotokolle, Unfallmeldungen
- Die Gruppe benennt drei Engpässe, an denen das Fortschreiben regelmäßig ins Stocken gerät
- Teil 2
Schritt 2 – Leitplanken: Arbeitsschutzvorgaben und Beschäftigtendaten
- ArbSchG § 5 und DGUV Information 203-001 als fachliche Grundlage der überarbeiteten Beurteilung
- Datenschutz im konkreten Vorgang: Namen, Unfallschilderungen und Unterweisungsnachweise von Beschäftigten
- KI-Anteile im Dokument kennzeichnen und festhalten, aus welchen Unterlagen ein Abschnitt hervorgegangen ist
- Verantwortung und Freigabe: wer die neue Fassung prüft und abzeichnet, bestimmt der Betrieb vorab
- Teil 3
Schritt 3 – Ansatzpunkte: Maßnahmentexte, Abgleich, Zuordnung durch KI
- Textentwurf und Zusammenfassung: Schutzmaßnahmen vorformulieren, Begehungsnotizen zu Befunden verdichten
- Prüfung und Klassifizierung: Abweichungen zur Vorfassung aufzeigen, Gefährdungen Tätigkeiten zuordnen
- Grenzen: Gefährdungen an der Anlage einschätzen und Schutzmaßnahmen festlegen bleibt Aufgabe der Fachleute
- Wie andere Elektrobetriebe KI bereits für Beurteilungs- und Unterweisungstexte nutzen
- Die Runde wählt die Ansatzpunkte aus, die beim Nachführen deutlich entlasten
- Teil 4
Schritt 4 – Werkstattphase: Eine fällige Aktualisierung wird neu gefasst
- Arbeitsgrundlage ist ein Fall aus Ihrem Betrieb, etwa die Beurteilung nach Einführung eines neuen Messgeräts
- Übung: Die Fortschreibung mit KI-Unterstützung von der Begehungsnotiz bis zur Maßnahmentabelle neu aufbauen
- Prompts und Textbausteine entstehen, laufen durch die Gruppe und werden gemeinsam nachgebessert
- Schwächen samt Ursache: Floskeln statt konkreter Maßnahmen, falsche Normbezüge, vergessene Tätigkeiten
- Teil 5
Schritt 5 – Fahrplan: Die nächste Fortschreibung mit KI angehen
- Welche KI-Schritte der Betrieb mit seinen vorhandenen Programmen binnen vier Wochen angehen kann
- Aufgaben zwischen Sicherheitsbeauftragten, Meister und Büro verteilen
- Erfolgsmaß festlegen, etwa die Zahl überfälliger Beurteilungen oder die Bearbeitungsdauer je Aktualisierung
- Möglicher zweiter Arbeitsschritt: Angebote für Photovoltaik und Ladeinfrastruktur
- Verbindlich vereinbart wird, welche Beurteilung als erste nach dem neuen Vorgehen bearbeitet wird
VoraussetzungenErfahrung mit KI-Werkzeugen brauchen Sie nicht. Sie sollten wissen, wie Gefährdungsbeurteilungen in Ihrem Betrieb entstehen, und einen realen Aktualisierungsfall mitbringen.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge