Handwerkerkoordination in der Hausverwaltung: Angebote mit KI vergleichen
Ein Wasserschaden im Keller, ein undichtes Flachdach, ein Treppenhausanstrich: Für jeden Auftrag fragt die technische Verwaltung Fachbetriebe an, sammelt Angebote, stellt sie gegenüber, vergibt und stimmt Termine mit Mietparteien ab. Der zweistündige KI-Schnellstart richtet sich an Verwaltungen, die diese Koordination bisher weitgehend per Telefon, E-Mail und Tabelle erledigen. Ein vorgeführter Angebotsvergleich zeigt, wobei ein Sprachmodell hilft, wo es Zahlen oder Positionen dazuerfindet und welche Eigentümer- und Mieterdaten nicht hineingehören. Danach haben Sie selbst eine Anfrage an Handwerksbetriebe vom Modell entwerfen lassen und können einschätzen, ob sich der Einsatz für Ihre Verwaltung lohnt.
- Dauer2 Stunden
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichHandwerk, Bau & Immobilien, Einkauf & Fuhrpark, Büro, Organisation & IT
Für wen
Mitarbeitende der technischen Verwaltung in Hausverwaltungen, die Handwerkeraufträge vergeben und Angebote einholen und abstimmen, bislang überwiegend von Hand.
KI-Schnellstart · 2 Stunden
Einordnen, wie KI beim Einholen und Gegenüberstellen von Handwerkerangeboten mitarbeitet
Das nehmen Sie mit
- Drei benannte Hilfen für die Auftragskoordination: Anfrage, Angebotsvergleich und Mieterinformation per Sprachmodell
- Erfahrung, wie erfundene Positionen oder Summen in einem KI-Angebotsvergleich auffallen
- Eine selbst erprobte Angebotsanfrage und eine Faustregel, welche Eigentümer- und Mieterdaten tabu sind
Ablauf
- Teil 1
Der Fall: Von der Schadensmeldung bis zum vergebenen Auftrag
- Wie ein Auftrag heute läuft: Meldung aufnehmen, mehrere Fachbetriebe anfragen, nachfassen, vergeben, Termin abstimmen
- Zeitverlust entsteht durch Angebote in unterschiedlichem Aufbau, fehlende Positionen und Rückfragen per Telefon
- Drei Hilfen durch das Sprachmodell: Anfragetext formulieren, Angebote gegenüberstellen, Mieterinformation entwerfen
- Vorführung: Zwei Angebote für eine Treppenhausrenovierung werden vom Modell in eine Vergleichstabelle überführt
- Weiter Handarbeit: Mengen, Preise und Leistungsumfang gegen die Angebote abgleichen und selbst über die Vergabe entscheiden
- Teil 2
Das Werkzeug verstehen: Was hinter der Vergleichstabelle steckt
- Funktionsweise knapp erläutert: Das Modell reiht wahrscheinliche Wörter aneinander und kontrolliert keine Einheitspreise
- Eine ordentlich formatierte Tabelle ist ein Textvorschlag; geprüft ist sie erst nach dem Abgleich mit dem Angebot
- Hinweise auf Erfundenes: Positionen, die in keinem Angebot stehen, glatte Summen, Firmennamen ohne Beleg
- Gegenüber Eigentümergemeinschaft und Verwaltungsbeirat sollte jede Zahl im Vergabevorschlag belegbar sein
- Teil 3
Erster Versuch: Eine Anfrage an Fachbetriebe aufsetzen
- Übung: Zu einem anonymisierten Schaden lässt jede Person das Modell eine Angebotsanfrage schreiben und schärft sie nach
- Gemeinsame Durchsicht einiger Anfragen: Leistung vollständig beschrieben, Fristen plausibel, Ton gegenüber Betrieben passend
- Zeit für Fragen der Gruppe, auch für Zweifel, ob KI in der technischen Verwaltung überhaupt etwas bringt
- Teil 4
Rahmen und erste Schritte: VOB/B, Werkvertragsrecht und Datengrenzen
- Kurz umrissen, welche Rolle VOB/B oder Werkvertragsrecht bei der Vergabe an Handwerksbetriebe spielen
- Anonymisierte Leistungsbeschreibungen dürfen ins Modell; Mieternamen, Telefonnummern und Eigentümerdaten nicht
- Gleich nächste Woche umsetzbar, mit dem vorhandenen Werkzeug: ein erledigtes Angebotspaket ohne Namen gegenüberstellen lassen
- Lohnendes Anschlussthema: Modernisierungsankündigungen an Mieter formulieren
VoraussetzungenGeeignet für Verwalterinnen und Verwalter ohne jede KI-Erfahrung; wer dem Thema skeptisch gegenübersteht, ist ausdrücklich willkommen.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge