Wiederanlaufpläne mit KI: IT-Notfallvorsorge nach BSI-Standard 200-4
Für IT-Verantwortliche, die Notfall- und Wiederanlaufpläne bisher weitgehend von Hand schreiben und pflegen. Es geht darum, an welchen Stellen ein Sprachmodell beim Entwerfen von Planabschnitten, Checklisten und Schrittfolgen mitarbeiten kann und was die IT anschließend selbst kontrollieren muss. Der KI-Schnellstart verschafft in zwei Stunden einen Überblick, auch für Skeptiker. In der KI-Werkstatt setzt ein Team einen eigenen Wiederanlaufplan mit KI neu auf und geht mit einem Umsetzungsplan aus dem Tag.
- Dauer2 Stunden · 1 Tag
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichBüro, Organisation & IT, Qualität, Sicherheit & Compliance
Für wen
IT-Verantwortliche in Betrieben und Einrichtungen, die ihre Notfall- und Wiederanlaufpläne derzeit überwiegend manuell erstellen.
KI-Schnellstart · 2 Stunden
Verstehen, wo KI beim Notfallplan mitschreibt und wo die IT selbst prüfen muss
Das nehmen Sie mit
- Ein realistisches Bild davon, welche Teile eines Wiederanlaufplans sich von einem Sprachmodell vorformulieren lassen
- Ein Gespür dafür, woran Sie erfundene Servernamen, Befehle oder Zuständigkeiten in einem KI-Entwurf erkennen
- Eine erste selbst geschriebene Anweisung und Klarheit, welche Systemdaten nicht in ein KI-Werkzeug gehören
Ablauf
- Teil 1
Der Fall: Ein Wiederanlaufplan entsteht live mit einem Sprachmodell
- Wiederanlaufplan heute: Systemlisten, Abhängigkeiten und Kontaktdaten mühsam aus vielen Quellen sammeln
- Drei Einsatzstellen für ein Sprachmodell: Gliederung des Notfallhandbuchs, Schrittfolgen, Alarmierung
- Vorführung: Stichpunkte zu einem ausgefallenen Dateiserver werden zum gegliederten Wiederanlaufplan
- Was die IT danach selbst kontrolliert: Reihenfolge der Systeme, Wiederherstellungszeiten, Erreichbarkeiten
- Teil 2
Das Werkzeug verstehen: Sprachmodelle, erklärt am Plan aus Teil 1
- Ein Sprachmodell setzt Text nach Wahrscheinlichkeit fort und schlägt nicht in Ihrer Systemdokumentation nach
- Vorschlag oder geprüfte Aussage: ein plausibler Wiederherstellungsschritt ist deshalb noch nicht korrekt
- Erfundene Details aufspüren: Servernamen, Befehle oder Rufbereitschaften, die in keiner Unterlage stehen
- Folge für IT-Verantwortliche: Die KI liefert den Entwurf, die fachliche Freigabe des Plans geben Sie
- Teil 3
Erster eigener Versuch: Eine Anweisung für Ihren Notfallplan
- Sie schreiben eine erste Anweisung für die Wiederanlaufschritte eines Systems, mit verfremdeten Namen
- Gemeinsame Durchsicht: Welche Anweisungen brauchbare Schrittfolgen ergeben haben und welche ins Leere liefen
- Offene Fragerunde, ausdrücklich auch zu Vorbehalten gegenüber KI in der IT-Notfallvorsorge
- Teil 4
Rahmen und erste Schritte: BSI-Standard 200-4 und Daten, die draußen bleiben
- BSI-Standard 200-4 als rechtlicher und fachlicher Bezugsrahmen, kurz in Stichworten
- Unbedenklich: Gliederungen, verfremdete Beschreibungen; tabu: Zugangsdaten, Netzpläne, private Rufnummern
- Gleich morgen möglich: mit dem schon genutzten Werkzeug ein Notfallhandbuch grob gliedern lassen
- Ausblick auf ein verwandtes Feld: Berechtigungskonzepte dokumentieren
VoraussetzungenVorkenntnisse werden nicht erwartet. Das Format ist bewusst auch für Teilnehmende gedacht, die KI skeptisch gegenüberstehen.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge
KI-Werkstatt · 1 Tag
Einen Wiederanlaufplan im IT-Team mit KI neu aufsetzen, mit Vier-Wochen-Plan
Das nehmen Sie mit
- Ein gemeinsames Bild, wie Notfall- und Wiederanlaufpläne im Haus entstehen und woran ihre Fertigstellung hängt
- Ein mit KI überarbeiteter Wiederanlaufplan für ein reales System samt erprobter Prompts und Vorlagen
- Ein Umsetzungsplan für vier Wochen mit verteilten Aufgaben in IT und Fachbereichen und einer Erfolgsgröße
Ablauf
- Teil 1
Schritt 1 – Bestandsaufnahme: Wie Notfall- und Wiederanlaufpläne heute zustande kommen
- Gemeinsam skizziert: vom ersten Entwurf bis zur freigegebenen Fassung im Notfallhandbuch
- Beteiligte: Fachbereiche nennen kritische Anwendungen, Admins liefern Details, die IT-Leitung gibt frei
- An welchen Übergaben auf Zulieferungen gewartet wird, etwa auf Angaben von Dienstleistern oder Fachabteilungen
- Unterlagen: Systeminventar, Netzpläne, Backup-Konzept, Kontaktlisten, Herstellerdokumentation, alte Pläne
- Engpässe, die die Fertigstellung bremsen, etwa veraltete Kontaktlisten oder ungeklärte Abhängigkeiten
- Teil 2
Schritt 2 – Leitplanken: BSI-Standard 200-4, Personendaten und Freigabe
- BSI-Standard 200-4 als fachlicher Maßstab für Aufbau und Inhalt der Pläne
- Datenschutz am Beispiel der Alarmierungslisten: private Rufnummern und Erreichbarkeiten von Beschäftigten
- KI-gestützte Abschnitte im Notfallhandbuch kennzeichnen und festhalten, wann und wie sie geprüft wurden
- Jeder Plan wird von einer benannten Person im Betrieb freigegeben und verantwortet, nicht vom Werkzeug
- Teil 3
Schritt 3 – Ansatzpunkte: Wo KI bei der Notfalldokumentation entlastet
- Entwerfen, zusammenfassen, prüfen, klassifizieren: Planabschnitte, Handbücher, Vollständigkeit, Kritikalität
- Realistische Grenze: Reihenfolge und Wiederanlaufzeiten legt die IT aus eigener Systemkenntnis fest
- Wie IT-Abteilungen vergleichbarer Betriebe KI bereits bei Notfallplänen einsetzen
- Die Gruppe entscheidet, an welchen Stellen der Planerstellung KI zuerst mitarbeiten soll
- Teil 4
Schritt 4 – Werkstattphase: Ein Wiederanlaufplan wird mit KI neu aufgesetzt
- Ausgangspunkt ist ein mitgebrachter Plan oder Entwurf, etwa für Mailserver, ERP-System oder Telefonanlage
- Übung: Die Gruppe erstellt den Wiederanlaufplan dieses Systems mit Unterstützung eines Sprachmodells neu
- Prompts und Vorlagen für Planabschnitte und Checklisten entstehen und werden in der Runde überarbeitet
- Wo der KI-Entwurf noch hakt, etwa bei Systemabhängigkeiten oder erfundenen Befehlen, und woran das liegt
- Teil 5
Schritt 5 – Fahrplan: Die kommenden vier Wochen in der IT-Notfallvorsorge
- Welche KI-Schritte sich mit Werkzeugen und Lizenzen umsetzen lassen, über die der Betrieb bereits verfügt
- Zuständigkeiten in IT und Fachbereichen verteilen, Erfolgsmaß wählen, etwa die Zahl aktualisierter Pläne
- Zweites Vorhaben im Anschluss: eine Dienstanweisung zur KI-Nutzung verfassen
- Verbindlich vereinbart wird, welcher Plan als Erstes überarbeitet und von wem er gegengelesen wird
VoraussetzungenKI-Vorkenntnisse sind nicht nötig. Es hilft, wenn Sie die Notfallabläufe Ihres Hauses kennen und einen realen Plan oder Entwurf mitbringen.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge