Bescheide im Jobcenter mit KI klarer schreiben und rechtssicher halten
Für die Leistungssachbearbeitung in Jobcentern, die Bescheide bisher weitgehend ohne technische Unterstützung formuliert. Es geht darum, wie ein Sprachmodell beim verständlichen Formulieren von Bescheiden helfen kann, ohne dass die rechtliche Belastbarkeit leidet. Nach zwei Stunden können Sie einschätzen, was KI dabei schafft und an welcher Stelle sie Fehler einbaut, haben eine erste eigene Anweisung ausprobiert und wissen, welche Daten tabu sind.
- Dauer2 Stunden
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichÖffentliche Verwaltung, Pflichten & Regulierung, Soziales, Bildung & Vereine
Für wen
Leistungssachbearbeitung in Jobcentern und vergleichbaren Einrichtungen, die Bescheide heute überwiegend manuell formuliert.
KI-Schnellstart · 2 Stunden
Verstehen und einordnen, was ein Sprachmodell beim Formulieren von Bescheiden leistet
Das nehmen Sie mit
- Ein realistisches Bild, an welchen Stellen ein Sprachmodell beim Bescheidtext entlastet
- Die Fähigkeit, einen KI-Vorschlag von einer geprüften Aussage zu unterscheiden und erfundene Angaben zu erkennen
- Klarheit über den Rahmen aus SGB II und SGB X und darüber, welche Sozialdaten tabu sind
Ablauf
- Teil 1
Der Fall: Wie ein Bescheid heute entsteht und wo KI ansetzt
- Wie ein Bewilligungs- oder Änderungsbescheid heute formuliert wird und an welchen Stellen Zeit verloren geht
- Drei Ansatzpunkte für das Sprachmodell: Begründungstext, Erläuterung der Berechnung, Anschreiben zum Bescheid
- Live am Bildschirm: Die KI schreibt die Begründung eines anonymisierten Bescheids in klarere Sätze um
- Was die Sachbearbeitung danach weiterhin selbst kontrolliert, etwa Beträge, Zeiträume und Begründung
- Teil 2
Das Werkzeug verstehen: Was hinter dem flüssigen Bescheidtext steckt
- Zurück zum vorgeführten Bescheid: Das Modell setzt Text nach Wahrscheinlichkeit fort, Wort für Wort
- Ein gut klingender Formulierungsvorschlag ist noch keine geprüfte Aussage zum Leistungsanspruch
- Erfundene Paragrafen und Beträge im Bescheidentwurf: typische Muster und Wege, sie zu finden
- Warum jeder KI-Satz zum Leistungsanspruch vor dem Versand gegen die Akte geprüft wird
- Teil 3
Erster eigener Versuch: Ein Bescheidabsatz in klarerer Sprache
- Übung: Sie formulieren selbst den Auftrag an die KI, einen Absatz aus einem Bescheid verständlicher zu fassen
- Vergleich der Ergebnisse in der Runde: Was ist klarer geworden, was ist fachlich verrutscht
- Offene Fragerunde, ausdrücklich auch für kritische Stimmen
- Teil 4
Rechtsrahmen und Start: Welche Daten tabu sind und was Sie gleich testen
- Rechtsgrundlagen in Kürze: SGB II für den Leistungsanspruch, SGB X für das Verwaltungsverfahren
- Sozialdaten von Leistungsberechtigten: was in ein Sprachmodell gelangen darf und was nicht
- Was Sie gleich am nächsten Arbeitstag mit bereits verfügbaren Werkzeugen ausprobieren können
- Passendes Nachbarthema: einfache Sprache in der Bürgerkommunikation
VoraussetzungenVorkenntnisse sind nicht nötig. Das Format ist bewusst auch für Kolleginnen und Kollegen gedacht, die KI skeptisch sehen.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge