Vertrieb, Marketing & Kundenservice

KI-generierte Inhalte kennzeichnen: Freigabeweg für Marketing und PR

Ein Kampagnenmotiv aus dem Bildgenerator, ein mit KI umformulierter Blogbeitrag, ein Social-Media-Post mit generierter Grafik: Kommunikationsverantwortliche klären bei solchen Inhalten, ob und wie ein Hinweis nötig ist, und halten Herkunft und Bearbeitung oft von Hand fest. Gemeinsam zeichnet die Gruppe in der KI-Werkstatt den Kennzeichnungsweg des eigenen Hauses nach, setzt einen mitgebrachten Vorgang mit KI-Hilfe neu auf und plant die ersten vier Wochen. Im KI-Praxis-Transfer baut jede Person selbst eine Vorlage für Kennzeichnungshinweise und übt, fehlerhafte KI-Ergebnisse vor der Freigabe zu entdecken.

Für wen

Kommunikationsverantwortliche in Unternehmen und Einrichtungen, die KI-erzeugte Inhalte heute überwiegend von Hand kennzeichnen und dokumentieren.

KI-Werkstatt · 1 Tag

Den Weg vom KI-Entwurf bis zum gekennzeichneten Beitrag gemeinsam neu aufsetzen

Das nehmen Sie mit

  • Ein nachgezeichneter Kennzeichnungsweg vom Briefing bis zur Veröffentlichung, mit allen Beteiligten und Engpässen
  • Getestete Anweisungen und Hinweisvorlagen, die Herkunft und KI-Anteil eines Motivs oder Textes nachvollziehbar festhalten
  • Ein Vierwochenplan für das Kommunikationsteam mit verteilten Aufgaben und einer Kennzahl

Ablauf

  1. Teil 1

    Schritt 1 – Kennzeichnungsweg aufnehmen: Wie KI-Material heute bis zur Veröffentlichung gelangt

    • Die Runde schildert, wie generierte Bilder, Texte und Videos bei ihr vom Entwurf bis zum Posting laufen
    • Wer Material zuliefert (Agentur, Redaktion, Social-Media-Team), wer gegenliest und wo Freigaben liegen bleiben
    • Beteiligte Unterlagen sichten: Briefings, Bildnachweise, Prompt-Notizen, Kennzeichnungshinweise, Freigabemails
    • Gemeinsam benannt: die drei Handgriffe, die beim Kennzeichnen die meiste Zeit binden, etwa Rückfragen zur Bildherkunft
  2. Teil 2

    Schritt 2 – Transparenzregeln für Kampagnen: KI-VO, Medienstaatsvertrag, Datenschutz

    • KI-VO Transparenzpflichten: was davon greift, hängt von Rolle und Einsatz ab, nicht pauschal von jedem KI-Bild
    • Medienstaatsvertrag: wo er für Online-Angebote und Kanäle des Hauses einschlägig ist
    • Datenschutz bei Beschäftigtendaten: Gesichter von Mitarbeitenden in Motiven, Namen in Freigabemails
    • Kennzeichnung und Nachvollziehbarkeit: welches Werkzeug, welcher Prompt und welche Nachbearbeitung zu einem Motiv notiert werden
    • Die Freigabe zur Veröffentlichung verantwortet die Kommunikationsleitung oder eine von ihr bestimmte Stelle, das Modell bereitet nur vor
  3. Teil 3

    Schritt 3 – Hilfsdienste fürs Kennzeichnen: Aufgaben, die ein Sprachmodell übernehmen kann

    • Hinweistexte entwerfen, Bildnachweise zusammenfassen, Beiträge auf fehlende Hinweise durchsehen, Inhalte nach KI-Anteil einordnen
    • Nüchtern betrachtet: Die Einstufung, ob ein Post einen Hinweis braucht, bleibt Sache des Teams, nicht des Modells
    • Wie Kommunikationsabteilungen anderer Häuser KI-Anteile in Newsroom, Kampagnen und Social Media erfassen
    • Priorisiert werden zwei bis drei Kennzeichnungsschritte, bei denen ein erster KI-Einsatz deutlich entlastet
  4. Teil 4

    Schritt 4 – Kennzeichnungsvorgang neu bauen: Ein Motiv oder Beitrag aus der Abteilung

    • Jeder Teilnehmende legt einen realen Vorgang vor, etwa ein generiertes Kampagnenmotiv oder einen KI-gestützten Blogtext
    • Übung: Herkunftsangaben und Kennzeichnungshinweis zu diesem Vorgang mit KI-Hilfe neu erstellen und dokumentieren
    • Entstandene Prompts und Hinweisvorlagen gehen reihum, werden ausprobiert und gemeinsam nachgeschärft
    • Schwächen der KI-Entwürfe samt Ursache besprechen, etwa ein Hinweis, der für den Kanal zu lang ist oder den KI-Anteil verharmlost
  5. Teil 5

    Schritt 5 – Kennzeichnungsplan fürs Kommunikationsteam: Vier Wochen, Rollen, Kennzahl

    • Kennzeichnungsschritte, die das Team bis Monatsende mit den schon lizenzierten KI-Zugängen anstößt
    • Aufgaben zwischen Social-Media-Redaktion und Grafik aufteilen; gemessen wird zum Beispiel, wie oft noch nach der Bildherkunft gefragt wird
    • Später anschließbar: Pressemitteilungen und Statements verfassen, nach denselben Kennzeichnungsregeln
    • Abschließend verabredet die Runde die konkreten nächsten Schritte für die eigene Abteilung

VoraussetzungenKI-Vorkenntnisse brauchen Sie nicht. Es hilft, wenn Sie die eigenen Abläufe kennen und einen realen Vorgang, etwa ein Motiv oder einen Beitrag, mitbringen.

AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge

KI-Praxis-Transfer · 1 Tag

Dieses Thema als KI-Praxis-Transfer

Eine versionierte Vorlage für KI-Hinweise an Motiven und Texten, geprüft an KI-VO und Medienstaatsvertrag, mit Blick auf Newsletter

Den genauen Ablauf stimmen wir mit Ihnen ab. Was das Format KI-Praxis-Transfer ausmacht

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