Last-, PV- und Windprognosen: Bilanzkreise mit ML genauer bewirtschaften
Prognoseabweichungen im Bilanzkreis werden über Ausgleichsenergie abgerechnet und können schnell teuer werden. Behandelt werden Verbrauchs- und Einspeiseprognosen mit klassischen Verfahren, Machine Learning und Deep Learning, einschließlich Wetterunsicherheit und probabilistischer Ausgabe. An echten Zeitreihen erstellen Sie eine Lastprognose und beurteilen die Güte einer EE-Prognose. Ziel ist, Verfahren begründet auszuwählen und Prognosen so in Portfolio- und Fahrplanmanagement einzubinden, dass Handel und Netz ihnen vertrauen.
- Dauer1 Tag
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichEnergie, Versorgung & Entsorgung, KI-Technik & Entwicklung
Für wen
Verantwortliche für Prognose, Portfolio und Netz bei Energieversorgern und Netzbetreibern, die Verbrauch und Erzeugung genauer vorhersagen wollen.
KI-Tagesseminar · 1 Tag
Verbrauch und Einspeisung genauer vorhersagen und Prognosefehler im Griff behalten
Das nehmen Sie mit
- Der Zusammenhang zwischen Prognosegüte und Ausgleichskosten im Bilanzkreis wird nachvollziehbar.
- Klassische Zeitreihenverfahren, ML und Deep Learning lassen sich für die eigene Fragestellung gegeneinander abwägen.
- PV- und Windprognosen werden als Quantile ausgegeben und mit Gütemaßen bewertet statt als einzelne Zahl.
- Für Integration, Monitoring und Nachtraining im Fahrplanmanagement liegt ein Umsetzungsfahrplan vor.
Ablauf
- Teil 1
Modul 1 – Bilanzkreis: Wie Prognoseabweichungen auf die Kosten durchschlagen
- Bilanzkreisabweichungen als Kostentreiber: wie Prognosefehler in Ausgleichsenergie münden
- Was vorhergesagt wird: Last, EE-Einspeisung und die daraus abgeleiteten Fahrpläne
- Eingangsdaten für das Modell: Wetter, historische Messreihen, Feiertags- und Ferienkalender
- Live-Demo: Tagesprognose für ein Versorgungsgebiet, kompakt in einer Grafik
- Selbsteinschätzung: Wie genau Ihre bisherigen Vorhersagen tatsächlich treffen
- Teil 2
Modul 2 – Verfahren: Zeitreihenprognose von klassisch bis neuronal
- Klassische Verfahren, ML und Deep Learning im direkten Vergleich für Lastgänge
- Wetterdaten einbinden und die Unsicherheit der Wettervorhersage im Modell mitführen
- Übung: Eine Lastprognose an echten Zeitreihen erstellen
- Kriterien für die Verfahrenswahl: Datenlage, Prognosehorizont, Pflegeaufwand
- Teil 3
Modul 3 – Erneuerbare: PV- und Windprognosen mit ehrlicher Unsicherheit
- PV- und Windprognosen und ihre besonderen Fehlerquellen
- Probabilistische Prognosen: Quantile statt eines einzigen Erwartungswerts
- Prognosegüte messen und den Umgang mit Fehlern organisieren
- Übung: Die Güte einer EE-Prognose anhand von Kennzahlen bewerten
- Bandbreiten an Handel und Netzführung kommunizieren, statt Scheinpräzision vorzutäuschen
- Teil 4
Modul 4 – Betrieb: Das Modell im Tagesgeschäft verankern
- Integration in Portfolio- und Fahrplanmanagement
- Monitoring und Nachtraining, etwa wenn im Netzgebiet neue PV-Anlagen hinzukommen
- Fallstudie: Aufbau und Betrieb des Prognosesystems eines Stadtwerks
- Vertrauen in die Prognose bei Disposition und Handel aufbauen
- Nächste Schritte bis zu verlässlicheren Prognosen im eigenen Versorgungsgebiet festlegen
VoraussetzungenSie bringen ein Grundverständnis der Energiewirtschaft mit und arbeiten sicher mit Excel. Python-Kenntnisse erleichtern die Übungen.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge