Leistungsverzeichnisse im Baustoffhandel: mit KI schneller zum Angebot
Ein Verarbeiter schickt ein Leistungsverzeichnis mit 180 Positionen, und bis zum Angebot müssen Langtexte gelesen, Sortimentsartikel gesucht und Preise eingesetzt werden. Diese Seite richtet sich an Objektberatung und Innendienst im Baustoffhandel, die diese Übertragung bisher weitgehend von Hand erledigen. Der zweistündige KI-Schnellstart ordnet ein, welche Teile davon ein Sprachmodell vorbereiten kann, zeigt das an einem Bau-LV und lässt Sie selbst eine erste Position bearbeiten. Anschließend beurteilen Sie Vorschläge eines Modells für LV-Positionen nüchtern und wissen, welche Projektdaten Sie besser nicht eingeben.
- Dauer2 Stunden
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichHandel, Vertrieb, Marketing & Kundenservice, Handwerk, Bau & Immobilien
Für wen
Objektberatung und Innendienst im Baustoffhandel, die Leistungsverzeichnisse heute überwiegend manuell in Angebote übertragen.
KI-Schnellstart · 2 Stunden
Einordnen, wie weit ein Sprachmodell beim Übertragen von LV-Positionen trägt
Das nehmen Sie mit
- Ein realistisches Bild, welche Arbeit zwischen LV-Eingang und Angebot ein Sprachmodell vorbereiten kann
- Ein geschulter Blick für erfundene Artikelnummern, Fabrikate oder Mengen in einem KI-Entwurf
- Klarheit, welche Projekt- und Konditionsdaten nicht in ein KI-Werkzeug gehören
- Eine erste selbst formulierte Anweisung zu einer echten LV-Position
Ablauf
- Teil 1
Der Fall: Vom Leistungsverzeichnis des Verarbeiters zum Angebotsentwurf
- So läuft es heute: LV kommt als GAEB-Datei oder PDF, Positionen werden gelesen, Artikel gesucht, Preise gesetzt
- Aufwendig sind vor allem lange Positionstexte, Fabrikatsvorgaben und die Suche nach passenden Sortimentsartikeln
- Drei Einsatzpunkte fürs Modell: Langtexte verdichten, Artikel je Position vorschlagen, Rückfragen entwerfen
- Gezeigt wird live, wie aus einem anonymisierten Trockenbau-LV ein erster Angebotsentwurf entsteht
- Mengen, Einheiten, Gleichwertigkeit von Fabrikaten und Preise kontrolliert danach weiterhin die Objektberatung
- Teil 2
Das Werkzeug verstehen: Warum ein Artikelvorschlag überzeugt klingt und dennoch falsch ist
- Ein Sprachmodell bildet Antworten aus Wortwahrscheinlichkeiten; Ihr Sortiment und Ihre Preisliste kennt es nicht
- Ein Angebotsentwurf bleibt Vorschlag, bis jede Position mit Artikelstamm und LV-Text abgeglichen ist
- Füllt das Modell Lücken, tauchen Artikelnummern oder Herstellerangaben auf, die nirgends im LV stehen
- Erkennbar wird das an Details ohne Fundstelle im Langtext und an auffallend glatten Begründungen
- Für den Baustoffhandel: KI liefert Lesehilfe und Rohentwurf, die Artikelzuordnung trägt der Innendienst
- Teil 3
Erster eigener Versuch: Eine Dämm- oder Fliesenposition als Auftrag
- Übung: Langtext einer LV-Position eingeben und Materialanforderungen, Menge und Einheit auflisten lassen
- Vergleich der Ergebnisse: was korrekt übernommen, was hinzugedichtet ist und was für die Artikelwahl noch fehlt
- Anschließend ist Zeit für Fragen und Bedenken, auch aus dem Innendienst, der KI bislang skeptisch sieht
- Teil 4
Rahmen und erste Schritte: VOB/C, GAEB-Datenaustausch und Projektdaten
- Rechtlicher Rahmen kurz: VOB/C für Leistungsbeschreibung und Abrechnung, GAEB-Datenaustausch für LV-Dateien
- Erlaubt sind anonymisierte Positionstexte; Bauherr, Bauvorhaben, Kundenkonditionen und Einkaufspreise nicht
- Gleich morgen möglich: mit einem freigegebenen, vorhandenen Zugang Langtexte eines anonymisierten LV verdichten
- Ein Nachbarthema, das sich anschließt: Preispflege und Streckengeschäft abwickeln
VoraussetzungenWeder KI- noch sonstige Vorkenntnisse nötig. Skeptische Stimmen aus Objektberatung und Innendienst sind ausdrücklich willkommen.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge