KI-Werkzeuge

Model Context Protocol: Hausdaten kontrolliert an KI-Assistenten anbinden

Wer einem KI-Assistenten Auszüge aus Wiki, Ticketsystem oder Datenbank ins Chatfenster kopiert, verliert schnell den Überblick, welche Daten wohin gelangen. Das Model Context Protocol (MCP) koppelt Assistent und Quelle stattdessen über einen Server mit eng gefassten Rechten. Der Tag reicht von den Begriffen des offenen Standards über einen fertigen und einen selbst bereitgestellten MCP-Server bis zur Anbindung eines Systems aus Ihrem Haus. Danach wissen Sie, welche Inhalte der Assistent erreicht, wer seine Zugriffe nachvollziehen kann, was der Betrieb laufend kostet und wie sich die Anbindung wieder lösen lässt.

Für wen

IT-Abteilungen und Digitalverantwortliche, die KI-Assistenten gezielt und überwacht auf hauseigene Systeme zugreifen lassen wollen, statt Datenbestände dafür zu kopieren.

KI-Tool-Training · 1 Tag

MCP-Server einrichten, Rechte eng fassen und eine Datenquelle des Hauses anschließen

Das nehmen Sie mit

  • Ein MCP-Server für ein System aus Ihrem Haus, mit begrenzten Rechten und geprüfter Protokollierung
  • Ein einfacher selbst bereitgestellter Server als Muster für weitere Anbindungen
  • Eine Übersicht, welche Inhalte der Assistent über die Anbindung abrufen kann und für wen
  • Geklärte Zuständigkeit, laufende Kosten und ein Abschaltweg für jede Anbindung

Ablauf

  1. Teil 1

    Einheit 1 – Einordnung: Was MCP vereinheitlicht und wofür es gedacht ist

    • Welche Lücke der offene Standard schließt und weshalb ihn zunehmend Assistenten und Anbieter unterstützen
    • Die Architektur: ein MCP-Server stellt dem Assistenten Werkzeuge (Tools) und Ressourcen bereit
    • Erst sichten, dann bauen: bestehende MCP-Server, etwa für Dateiablage, Datenbank oder Ticketsystem, prüfen
    • MCP als Baustein für eigene Assistenten, die auf der Plattform eines KI-Anbieters laufen
  2. Teil 2

    Einheit 2 – Einrichtung: Server anschließen und Freigaben begrenzen

    • Einen verfügbaren MCP-Server installieren, konfigurieren und im Assistenten registrieren
    • Zugriff einschränken: nur ausgewählte Verzeichnisse oder Tabellen, nur für berechtigte Nutzerkreise sichtbar
    • Einen schlichten eigenen MCP-Server aufsetzen, der eine interne Abfrage als Werkzeug anbietet
    • Übung: Testserver anbinden, Freigabe auf ein einzelnes Verzeichnis beschränken und Abfragen ausprobieren
  3. Teil 3

    Einheit 3 – Anwendungsfall: Ein System des Hauses wird für den Assistenten erreichbar

    • Eine mitgebrachte Quelle, etwa Wissensdatenbank, Ticketsystem oder SQL-Datenbank, wird per MCP angebunden
    • Der Assistent bearbeitet damit eine reale Aufgabe, zum Beispiel eine Störungshistorie zu einer Anlage
    • Protokolle auswerten: welche Werkzeugaufrufe liefen und ob jede Antwort auf die Quelle zurückführbar ist
    • Übung: Ihren Anwendungsfall vollständig durchspielen und gemeinsam bewerten, ob er im Betriebsalltag trägt
  4. Teil 4

    Einheit 4 – Absicherung: Reichweite, Wartung, Rechtsrahmen und Ausgaben

    • Welche Inhalte über die Anbindung plötzlich abrufbar sind und welche Personen sie über den Assistenten sehen
    • Laufender Betrieb: Server aktualisieren, Abhängigkeiten von Anbieter, Bibliotheken und Assistent erfassen
    • Zugriffe auf Kunden- oder Beschäftigtendaten mit Datenschutz, Betriebsrat und KI-Verordnung abgleichen
    • Laufende Ausgaben je Monat beziffern und festlegen, wie eine Anbindung sauber abgeschaltet wird
  5. Teil 5

    Einheit 5 – Verankerung: Zuständigkeit und Regeln für MCP-Anbindungen

    • Festlegen, wer neue Server freigibt, Rechte pflegt und Protokolle regelmäßig sichtet
    • Konfigurationsmuster, Namensregeln für Server und eine Checkliste zur Freigabe im Team hinterlegen
    • Kriterien gegen eine Anbindung: veraltete Quellen, nicht eingrenzbare Rechte, Antworten ohne Beleg
    • Die nächste Datenquelle für MCP vorschlagen und den Einrichtungsaufwand in Personentagen ansetzen

VoraussetzungenGrundlagen der Systemadministration und Zugang zu einem System, das angebunden werden soll. Wer programmieren kann, kommt beim eigenen Server schneller voran.

AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge

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