Soziales, Bildung & Vereine

Objekttexte und Vermittlungsmaterial mit KI: Vorlagen für Kulturhäuser

Saaltexte, Objektschilder, Begleithefte und Arbeitsblätter für Schulklassen schreiben kuratorische Assistenz und Vermittlung in vielen Kultureinrichtungen noch überwiegend von Hand, zusammengetragen aus Inventar, Katalog und Planungsnotizen. Im KI-Praxis-Transfer arbeitet jede Person selbst an einem Laptop: Sie richtet ein KI-Werkzeug ein, baut eine Vorlage für einen anstehenden Ausstellungstext und gleicht den Entwurf mit Datierungen, Zuschreibungen und Rechtefragen ab. Nach dem Tag liegt eine geprüfte Vorlage bereit, die das Team für künftige Ausstellungen weiterverwenden kann.

Für wen

Kuratorische Assistenz und Vermittlung in Kultureinrichtungen, die Ausstellungstexte und Vermittlungsmaterial bisher überwiegend von Hand erstellen.

KI-Praxis-Transfer · 1 Tag

Selbst KI-Vorlagen für Saaltexte, Objektschilder und Begleitmaterial bauen

Das nehmen Sie mit

  • Ein selbst eingerichteter KI-Zugang, bei dem Sie die Datenschutzeinstellungen bewusst gewählt haben
  • Eine Vorlage für Objektschilder und Begleitmaterial, die bei der nächsten Ausstellung wieder zum Einsatz kommt
  • Routine darin, Datierungen, Zuschreibungen und Verweise in KI-Entwürfen mit Inventar und Katalog abzugleichen

Ablauf

  1. Teil 1

    Etappe 1 – Objekttext als Übungsfall: Was das Modell an Angaben braucht

    • Eingaben für einen Objekt- oder Raumtext: Werkangaben, Kernaussage der Kuratorin, Zielpublikum, gewünschte Länge
    • Heute aus vielen Quellen zusammengetragen: Inventarkarte, Katalogbeitrag, Leihgeberangaben, Notizen aus der Ausstellungsplanung
    • Übung: Ein anstehender Saaltext oder ein Arbeitsblatt für Schulklassen wird als Übungsfall vorbereitet
    • Häufige Fallstricke, von uneinheitlichen Datierungen bis zu Anweisungen, die das Publikum gar nicht benennen
  2. Teil 2

    Etappe 2 – Zugang zum Textwerkzeug: Oberflächen, Bezahlstufen, Datenschutzoptionen

    • Anmelden, Oberflächen erkunden und erkennen, worin sich die gängigen KI-Werkzeuge unterscheiden
    • Was die Gratisversion leistet und welche Möglichkeiten erst ein bezahltes Konto eröffnet
    • Unveröffentlichte Katalogtexte und Leihgeberdaten: vorab klären, welche Datenschutzeinstellungen das Werkzeug anbietet, und sie bewusst wählen
    • Übung: Ein erster Prompt zum vorbereiteten Saaltext und eine Durchsicht, was an der Antwort noch hakt
  3. Teil 3

    Etappe 3 – Textvorlage für Saal und Vermittlung: Anweisungen mit Rolle und Format

    • Vom knappen Auftrag zur tragfähigen Anweisung: Thema, Quellenmaterial, Publikum, Länge und Tonfall festlegen
    • Rolle setzen, etwa Vermittlerin für Grundschulkinder, Mustertexte beilegen, Format vorgeben wie Zeichenzahl pro Objektschild
    • Übung: Aus dem Übungsfall entsteht eine Vorlage für Objektschilder und Begleithefte, die bei künftigen Ausstellungen erneut dient
  4. Teil 4

    Etappe 4 – Faktencheck im Ausstellungstext: Daten, Zuschreibungen, Rechte

    • Datierungen, Maße, Zuschreibungen und Literaturverweise im Entwurf mit Inventar und Katalog vergleichen
    • Eine zweite Person aus Kuratorium oder Vermittlung liest gegen; inhaltliche Aussagen zum Objekt entscheidet nicht die KI
    • Fachlicher Rahmen: Urheberrecht an Zitaten und Bildvorlagen, Barrierefreiheit nach BITV, soweit die Einrichtung eine öffentliche Stelle ist
    • Übung: Falsche Datierung und erfundene Provenienzangabe in einem KI-Saaltext aufspüren und richtigstellen
  5. Teil 5

    Etappe 5 – Vorlagenarchiv der Vermittlung: Ablegen, teilen, Grenzen sehen

    • Fertige Vorlagen an einem festen Ort der Einrichtung speichern, damit auch Volontariat und Vertretungen sie finden
    • Vorlagen im Haus weitergeben und Fassungen nachvollziehbar versionieren
    • Anzeichen, dass sich ein Texttyp nicht für KI-Entwürfe eignet, etwa Katalogbeiträge mit eigener Forschungsleistung
    • Offene Fragen der Teilnehmenden und Ausblick auf die nächste Ausstellung

VoraussetzungenBitte einen Laptop mit Internetzugang und einen eigenen Beispieltext oder -vorgang mitbringen. Weder Programmierkenntnisse noch Erfahrung mit Sprachmodellen werden erwartet.

AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge

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