Schutzkonzepte im Kinder- und Jugendsport: Vereinsvorlagen mit KI bauen
Risikoanalyse, Verhaltenskodex, Ablaufplan für den Verdachtsfall: Ein Schutzkonzept für Kinder und Jugendliche im Verein besteht aus vielen Texten, die Vorstände und Übungsleitungen oft neben dem Ehrenamt und überwiegend von Hand erarbeiten. Ein KI-Werkzeug richtet im eintägigen KI-Praxis-Transfer jede Person selbst ein, baut daraus eine Vorlage für Abschnitte des Schutzkonzepts und lernt, Entwürfe gegen Vereinsunterlagen und, soweit der Verein erfasst ist, gegen § 72a SGB VIII zu prüfen. Wer nach Hause geht, hat eine erprobte Vorlage, die auch andere Abteilungen des Vereins nutzen können.
- Dauer1 Tag
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichSoziales, Bildung & Vereine, Qualität, Sicherheit & Compliance
Für wen
Vorstände und Übungsleitungen in Sportvereinen, die Schutzkonzepte im Kinder- und Jugendsport bislang überwiegend von Hand erstellen und pflegen.
KI-Praxis-Transfer · 1 Tag
Selbst umsetzen: eine KI-Vorlage für das Schutzkonzept des eigenen Vereins bauen und prüfen
Das nehmen Sie mit
- Ein selbst eingerichtetes KI-Werkzeug, dessen Datenschutzoptionen Sie vor dem ersten Kinderschutztext durchgesehen haben
- Eine erprobte Vorlage für Abschnitte des Schutzkonzepts, die Vorstand und Übungsleitungen gemeinsam nutzen
- Ein Kontrollablauf, mit dem Sie Zuständigkeiten, Verweise und Abläufe im KI-Entwurf vor der Freigabe abgleichen
Ablauf
- Teil 1
Etappe 1 – Schutzkonzept-Bausteine: Was das Sprachmodell als Eingabe braucht
- Welche Angaben ein Entwurf benötigt: Angebote, Altersgruppen, Risikosituationen wie Fahrten, Umkleiden oder Einzeltraining
- Was dafür heute zusammengetragen wird: Ehrenkodex, Verhaltensregeln, Ansprechpersonen, Ablaufplan im Verdachtsfall
- Übung: Die Risikoanalyse einer Trainingsgruppe Ihres Vereins wird anonymisiert als Übungsfall vorbereitet
- Häufige Fallstricke: übernommene Musterkonzepte ohne Vereinsbezug, offene Zuständigkeiten, zu knapp gehaltene Prompts
- Teil 2
Etappe 2 – Werkzeugzugang im Vorstand: Einrichten, Tarif, Datenschutzoptionen
- Anmeldung und Bedienoberflächen verbreiteter KI-Werkzeuge und worin sie sich für Vereinstexte unterscheiden
- Basisversion oder bezahlter Tarif: welcher Leistungsumfang erst mit dem Abo hinzukommt
- Datenschutzoptionen vorab durchsehen; Angaben zu einzelnen Kindern und Verdachtsfällen bleiben draußen
- Übung: Erste Anweisung für Verhaltensregeln im Training, danach gemeinsam ablesen, was am Ergebnis noch hakt
- Teil 3
Etappe 3 – Konzeptvorlage bauen: Vom Stichwortzettel zur tragfähigen Anweisung
- Wie aus einer Bitte wie „Schreib etwas zum Kinderschutz“ eine gegliederte, vollständige Anweisung an das Modell wird
- Rolle der Kinderschutzbeauftragten, Mustertext als Beispiel und Konzeptgliederung als Formatvorgabe setzen
- Übung: Gebaut wird eine Vorlage für Konzeptabschnitte, die sich für weitere Abteilungen erneut einsetzen lässt
- Vorlagen an Vorstand und Übungsleitungen weitergeben und mit erkennbarem Versionsstand führen
- Teil 4
Etappe 4 – Konzeptentwurf kontrollieren: Abgleich, Vier-Augen-Prinzip, § 72a SGB VIII
- Zahlen, Zuständigkeiten und Verweise im Entwurf gezielt mit Satzung und Vereinsbeschlüssen abgleichen
- Zweite Durchsicht durch den Vorstand: Einschätzungen zu Verdachtsfällen und Maßnahmen trifft nie die KI
- § 72a SGB VIII und die Einsicht in erweiterte Führungszeugnisse im Blick halten, soweit der Verein davon erfasst ist
- Übung: Ein KI-Entwurf des Ablaufplans im Verdachtsfall enthält Fehler, die gefunden und berichtigt werden
- Teil 5
Etappe 5 – Kinderschutz-Vorlagen sichern: Ablage, Grenzen, Anschluss
- Fertige Vorlagen in der Vereinsablage hinterlegen, damit auch neu gewählte Vorstandsmitglieder darauf zugreifen
- Lohnender Anschluss: Förderanträge für Sportstätten und Projekte
- Warnzeichen, dass KI beim Schutzkonzept nicht weiterhilft, etwa wenn Vereinsabsprachen jedes Mal neu erklärt werden müssen
- Restliche Fragen der Teilnehmenden und Ausblick auf den Einsatz im Vereinsalltag
VoraussetzungenSie brauchen einen Laptop oder Rechner mit Internetzugang und einen eigenen Beispielvorgang, etwa die Risikoanalyse einer Gruppe. Programmieren oder bisherige KI-Nutzung werden nicht vorausgesetzt.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge