Stellungnahmen zu Gesetzesvorhaben: Was KI im Verband vorbereiten kann
Wenn ein Referentenentwurf mit knapper Frist eintrifft, müssen Referentinnen und Referenten im Verband Änderungen erfassen, Rückmeldungen der Mitglieder bündeln und eine abgestimmte Position formulieren, häufig noch von Hand. An einem veröffentlichten Gesetzentwurf zeigt der zweistündige KI-Schnellstart, wie ein Sprachmodell eine Übersicht der Änderungen vorbereitet, und erklärt, warum erfundene Fundstellen dabei ein echtes Risiko sind. Nach einem eigenen Probeprompt wissen Sie, welche Unterlagen ins Werkzeug dürfen und womit Sie beim nächsten Beteiligungsverfahren anfangen. Wer KI kritisch sieht, ist willkommen.
- Dauer2 Stunden
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichSoziales, Bildung & Vereine, Pflichten & Regulierung
Für wen
Referentinnen und Referenten in Verbänden, die Stellungnahmen zu Gesetzesvorhaben bislang überwiegend von Hand aufbereiten.
KI-Schnellstart · 2 Stunden
Einordnen, wobei ein Sprachmodell an einer Verbandsstellungnahme mitarbeiten kann
Das nehmen Sie mit
- Ein Eindruck, wie ein Sprachmodell Änderungssynopse, Bündelung von Mitgliederrückmeldungen und Rohgliederung vorbereitet
- Ein geschärfter Blick für erfundene Paragrafen, Zitate und Rechtsfolgen in einem KI-Entwurf
- Ein erster eigener Prompt zu einem Gesetzentwurf und eine klare Grenze, welche Verbandsunterlagen nicht ins Werkzeug gehören
Ablauf
- Teil 1
Stellungnahmeverfahren: Ein Gesetzentwurf geht durchs Sprachmodell
- Der übliche Weg: Entwurf sichten, Mitglieder befragen, Position abstimmen, Frist halten – mit vielen Schleifen dazwischen
- Entlastung an drei Punkten: Änderungssynopse, Bündeln der Mitgliederrückmeldungen, Rohgliederung der Stellungnahme
- Am Bildschirm: Aus einem veröffentlichten Referentenentwurf entsteht eine Übersicht der verbandsrelevanten Änderungen
- Unverzichtbar bleibt die Handprüfung von Paragrafenverweisen, Zitaten und der abgestimmten Verbandsposition
- Teil 2
Sprachmodell und Gesetzestext: Warum die Synopse Kontrolle braucht
- Grundprinzip in wenigen Sätzen: Das Modell erzeugt plausible Formulierungen, es schlägt kein Gesetz nach
- Formulierungsvorschlag gegenüber belegter Aussage: auch eine sauber klingende Rechtsfolge kann falsch sein
- Erfundene Fundstellen und Paragrafen haben eine erklärbare Ursache und verraten sich an wiederkehrenden Mustern
- Konsequenz im Verband: Was als Position nach außen geht, zeichnet weiterhin das zuständige Referat ab
- Teil 3
Probeprompt Stellungnahme: Ihre erste Anweisung zu einem Gesetzentwurf
- Jede und jeder schreibt eine Anweisung, die einen öffentlichen Entwurf auf die Interessen der eigenen Mitglieder hin auswertet
- Einige Ergebnisse werden besprochen: welche Vorgaben zu Adressat, Tonlage und Gliederung gewirkt haben
- Freie Fragerunde, Zweifel am KI-Einsatz in der Interessenvertretung eingeschlossen
- Teil 4
Lobbyregister und Datengrenzen: Rahmen der Interessenvertretung, nächste Schritte
- Rechtliche Stichworte: Lobbyregistergesetz, soweit der Verband es betrifft, und der Ablauf der Beteiligungsverfahren
- Veröffentlichte Entwürfe sind unkritisch; vertrauliche Vorabfassungen, Mitgliederdaten und interne Abstimmungen gehören nicht hinein
- Gleich umsetzbar mit dem, was im Haus schon läuft: zum nächsten Referentenentwurf eine Änderungssynopse anlegen lassen
- Verwandtes Arbeitsfeld mit ähnlichem Muster: Mitgliederrundschreiben und Fachinformationen
VoraussetzungenVorwissen ist nicht nötig. Das Format richtet sich bewusst auch an Referentinnen und Referenten, die KI mit Skepsis begegnen.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge