Eingliederungshilfe: Verhandlungsmappe zur Vergütungsvereinbarung mit KI
Steht eine neue Vergütungsrunde mit dem Leistungsträger an, tragen Geschäftsführungen von Trägern Leistungsbeschreibungen, Stellenpläne, Sachkostenaufstellungen und Schriftwechsel aus vielen Abteilungen zusammen. Einen Tag lang baut die Leitungsrunde in der KI-Werkstatt diese Vorbereitung um: vom Blick auf Zulieferungen und Prüfwege über § 125 SGB IX und die Landesrahmenverträge bis zur Übung mit einer realen Verhandlungsakte. Danach liegen erprobte Anweisungen für ein Sprachmodell vor, dazu ein Plan, wer im Träger welche Aufgabe in der Vorbereitung übernimmt.
- Dauer1 Tag
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichSoziales, Bildung & Vereine, Geschäftsführung & Führung, Finanzen & Controlling
Für wen
Geschäftsführungen von Trägern mit Angeboten der Eingliederungshilfe, die Leistungs- und Vergütungsvereinbarungen bisher überwiegend von Hand vorbereiten.
KI-Werkstatt · 1 Tag
Die Vorbereitung von Leistungs- und Vergütungsvereinbarungen gemeinsam mit KI neu ordnen
Das nehmen Sie mit
- Ein gemeinsames Verständnis, wer welche Zahlen und Texte für die Verhandlungsmappe liefert und wo sie hängen bleiben
- Formulierte Anweisungen samt Textbausteinen für ein Sprachmodell, an einer realen Verhandlungsakte ausprobiert und verbessert
- Einen Monatsplan mit Zuständigkeiten im Träger und einem Maß, an dem Sie den Fortschritt ablesen
Ablauf
- Teil 1
Schritt 1 – Vereinbarungsvorbereitung heute: Vom Verhandlungsaufruf bis zur fertigen Mappe
- Die Runde zeichnet nach, wie die letzte Verhandlung mit dem Leistungsträger vorbereitet wurde
- Wohnbereiche, Personalabteilung und Rechnungswesen liefern, die Geschäftsführung prüft: wo Unterlagen hängen
- Leistungsbeschreibungen, Stellenpläne, Sachkostenlisten und Anschreiben als Material für ein Sprachmodell
- Benannt werden die drei Arbeitsgänge, die vor jeder Vergütungsrunde besonders viele Stunden kosten
- Teil 2
Schritt 2 – Verhandlungsrahmen: § 125 SGB IX, Landesrahmenverträge und Freigabe
- § 125 SGB IX und die Landesrahmenverträge Ihres Landes: Vorgaben zu Inhalt und Aufbau der Vereinbarung
- Stellenpläne und Eingruppierungen enthalten Beschäftigtendaten: was davon in ein KI-Werkzeug gelangen darf
- Ob und wie KI-gestützte Textteile gekennzeichnet werden; Rechenwege für den Leistungsträger nachprüfbar halten
- Über Zahlen und Zusagen entscheidet die Geschäftsführung, die die Vereinbarung zeichnet, nicht das Werkzeug
- Teil 3
Schritt 3 – Einsatzstellen in der Verhandlungsvorbereitung: Was ein Sprachmodell beitragen kann
- Leistungsbeschreibung entwerfen, Schriftwechsel verdichten, Anlagen durchsehen, Kostenpositionen zuordnen
- Kostenstruktur, Verhandlungsstand und Tarifbindung kennt das Modell nicht, verlässlich rechnen kann es nicht
- Beispiele, wie andere Träger der Eingliederungshilfe KI bei Vergütungsunterlagen einsetzen
- Die Runde wählt die Arbeitsgänge, bei denen ein erster Versuch spürbare Entlastung verspricht
- Teil 4
Schritt 4 – Verhandlungsakte als Übungsfall: Leistungsbeschreibung und Anschreiben neu erstellen
- Jede Leitung legt einen realen Vorgang vor, etwa die Unterlagen zur letzten Vergütungsanpassung einer Wohngruppe
- Übung: Leistungsbeschreibung und Begleitschreiben zur Verhandlungsaufforderung mit einem Sprachmodell erarbeiten
- Jede Leitung testet die neuen Anweisungen und Bausteine; die Runde vergleicht und verbessert die Ausgaben
- Schwächen der Entwürfe benennen, etwa veraltete Tarifwerte oder erfundene Vertragsbezüge, samt ihrer Ursache
- Teil 5
Schritt 5 – Vereinbarungsfahrplan: Der kommende Monat im Träger
- KI-Schritte bis zum Monatsende, umsetzbar mit vorhandenen Programmen und Zugängen
- Aufgaben für Geschäftsführung, Rechnungswesen und Wohnbereiche; Fortschritt an weniger Nachforderungen messen
- Anschlussthemen: Personalplanung im Schichtdienst der Wohngruppen, Teilhabeplanung und Gesamtplanverfahren
- Verbindliche Absprachen, wer welchen Folgeschritt angeht und wann die Leitungsrunde Bilanz zieht
VoraussetzungenKI-Erfahrung brauchen Sie nicht. Nützlich sind Kenntnis der eigenen Abläufe in der Vergütungsvorbereitung und ein realer Vorgang, den Sie mitbringen.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge