Pflichten & Regulierung

AI Act im Personalbereich: Arbeitgeberpflichten bei Recruiting-KI

Matching-Software, Vorscreening-Tools und Systeme zur Leistungsbewertung zählen nach der KI-Verordnung häufig zu den Hochrisiko-Anwendungen. Der halbe Tag klärt für HR-Leitung, HR-IT, Compliance und Betriebsrat, welche Personalsysteme betroffen sind, was Arbeitgeber als Betreiber organisieren müssen und wie AI Act, DSGVO, BDSG, AGG und BetrVG zusammenwirken. Am Ende stehen ein HR-KI-Inventar als Arbeitsgrundlage und ein Umsetzungsfahrplan.

Für wen

HR-Leitungen, Verantwortliche für HR-IT, Compliance-Fachleute und Betriebsratsmitglieder, die KI-Systeme im Personalbereich rechtssicher einführen oder beurteilen müssen.

KI-Kompaktseminar · 4 Stunden

Hochrisiko-Einstufung, Betreiberpflichten und deutsches Arbeitsrecht für HR-KI kompakt

Das nehmen Sie mit

  • Ihre HR-Tools ordnen Sie nach Anhang III ein und erkennen verbotene Praktiken wie Emotionserkennung am Arbeitsplatz.
  • Für ein Matching-Tool steht ein Entwurf, wer die menschliche Aufsicht übernimmt und wie Bewerbende informiert werden.
  • Das Zusammenspiel von Art. 22 DSGVO, § 26 BDSG, AGG und BetrVG mit der KI-Verordnung ist Ihnen geläufig.
  • Mit Inventarvorlage und Anbieter-Checkliste beginnen Sie die Umsetzung im eigenen Haus.

Ablauf

  1. Teil 1

    Modul 1 – Einstufung: Welche Personalsysteme der AI Act erfasst

    • Hochrisiko nach Anhang III: warum KI in Beschäftigung und Personalauswahl darunter fällt
    • Untersagte Anwendungen, darunter Emotionserkennung am Arbeitsplatz
    • Fristen und Sanktionen der KI-Verordnung kompakt zusammengefasst
    • Welche HR-Tools von den Vorgaben erfasst werden und welche außen vor bleiben
    • Standortbestimmung: das eigene HR-System-Portfolio grob einordnen
  2. Teil 2

    Modul 2 – Betreiberpflichten: Was Arbeitgeber organisieren müssen

    • Menschliche Aufsicht organisieren: wer HR-KI-Ergebnisse prüft und eingreifen darf
    • Beschäftigte und Bewerbende über den Einsatz von KI-Systemen informieren
    • KI-Kompetenz im Personalteam sichern: die Schulungspflicht aus Art. 4 KI-VO
    • Übung: Aufsichtskonzept für ein Matching-Tool entwerfen
    • Zuständigkeiten von Softwareanbieter und Arbeitgeber eindeutig abgrenzen
  3. Teil 3

    Modul 3 – Deutsches Recht: DSGVO, BDSG, AGG und BetrVG im Zusammenspiel

    • Art. 22 DSGVO, § 26 BDSG und AGG bei automatisiert gestützten Personalentscheidungen
    • Mitbestimmung nach BetrVG, wenn KI-Systeme eingeführt oder geändert werden
    • Auskunfts- und Transparenzpflichten, wenn Bewerbende nach dem KI-Einsatz fragen
    • Wie AI Act sowie deutsches Arbeits- und Datenschutzrecht ineinander verzahnt sind
    • Verbreitete Fehlannahmen zur Rechtslage richtigstellen
  4. Teil 4

    Modul 4 – Umsetzung: HR-KI-Inventar, Anbieterprüfung, Fahrplan

    • HR-KI-Inventar anlegen: eingesetzte Systeme erfassen und nach Risiko einstufen
    • Übung: AI-Act-Konformität einer Recruiting-Software anhand der Pflichten durchgehen
    • Checkliste für Anbietergespräche vor der Tool-Auswahl
    • Pflichten erfüllen, ohne neue Anwendungen im Personalbereich unnötig auszubremsen
    • Umsetzungsfahrplan für die eigene Personalabteilung

VoraussetzungenJuristische Vorkenntnisse sind nicht nötig, Grundkenntnisse im Personalwesen dagegen schon.

AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge

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