Gesundheit & Pflege

Entlassmanagement im Krankenhaus mit KI: Chancen und Grenzen einordnen

Zwischen Aufnahmegespräch und Überleitung in Reha, Pflegeheim oder ambulante Versorgung schreibt das Case Management viele Notizen, Anfragen und Pläne, überwiegend von Hand. Der zweistündige KI-Schnellstart zeigt an einem vorgeführten Entlassfall, was ein Sprachmodell dabei entwirft, warum es Angaben erfinden kann und was der Rahmenvertrag Entlassmanagement nach § 39 SGB V für den Einsatz bedeutet. Wer teilnimmt, kann den Nutzen für die eigene Station realistisch einschätzen und hat eine erste eigene Anweisung bereits ausprobiert.

Für wen

Case Management im Krankenhaus, das Aufnahme- und Entlassmanagement bisher überwiegend manuell organisiert, ausdrücklich auch Personen, die KI skeptisch gegenüberstehen.

KI-Schnellstart · 2 Stunden

Verstehen und einordnen, was ein Sprachmodell vom Aufnahmegespräch bis zur Überleitung leistet

Das nehmen Sie mit

  • Ein realistisches Bild, welche Schreibarbeit im Entlassprozess ein Sprachmodell vorbereiten kann und welche nicht
  • Ein geschärfter Blick für erfundene Hilfsmittel, Ansprechpartner oder Medikationsangaben in einem KI-Entwurf
  • Eine selbst erprobte erste Anweisung und klare Regeln, welche Patientendaten nicht in ein Modell gehören

Ablauf

  1. Teil 1

    Der Fall: Vom Aufnahmegespräch bis zum Entlassplan

    • Der Ablauf heute: Aufnahme-Assessment, Abstimmung mit Station, Sozialdienst, Nachversorgern, Wartezeiten
    • Drei Ansatzpunkte: Entlassplan vorformulieren, Rückmeldungen von Pflegediensten bündeln, Patienteninfo
    • Vorführung: Aus anonymisierten Stationsnotizen entsteht live der Entwurf eines Überleitungsbogens
    • Was danach weiterhin von Hand kontrolliert wird: Medikation, Hilfsmittel, Termine, vereinbarte Nachversorgung
  2. Teil 2

    Das Werkzeug verstehen: Der Überleitungsbogen aus Teil 1 unter der Lupe

    • Wie ein Sprachmodell Text fortschreibt, nachvollzogen am gerade erzeugten Bogen
    • Formulierungsvorschlag gegen geprüfte Angabe: Eine KI-Medikationsliste ist kein abgestimmter Medikationsplan
    • Erfundene Pflegegrade, Hilfsmittel oder Ansprechpartner: wie solche Angaben entstehen und woran sie auffallen
    • Für das Case Management heißt das: Kein Entwurf ersetzt die Absprache mit Patientin, Angehörigen, Nachversorgern
  3. Teil 3

    Eigener Versuch: Eine erste Anweisung zum Entlassfall

    • Übung: Aus Stichpunkten zu einem typischen Entlassfall eine erste Anweisung an das Modell formulieren
    • Die Entwürfe im Vergleich: wo das Modell Versorgungsangebote hinzugedichtet hat und welche Angaben fehlten
    • Offene Fragerunde, gerade für Bedenken aus Pflege, Sozialdienst und Case Management
  4. Teil 4

    Rahmen und erste Schritte: § 39 SGB V und Patientendaten

    • Rechtliche Eckpunkte knapp gefasst: Rahmenvertrag Entlassmanagement nach § 39 SGB V
    • Erlaubt sind etwa anonymisierte Ablaufschritte, nicht aber Diagnosen mit Namen
    • Sofort mit den Mitteln des Hauses erprobbar: ein Informationsblatt für Angehörige sprachlich glätten lassen
    • Ein Nachbarthema mit Anschluss: Personalgewinnung in Pflege und Funktionsdienst
    • Ebenso naheliegend für das Haus: Kodierung und MD-Prüfverfahren begleiten

VoraussetzungenVorkenntnisse sind nicht nötig. Das Format ist ausdrücklich auch für Beschäftigte gedacht, die KI bislang mit Skepsis begegnen.

AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge

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