KI-VO, MDR und DSGVO in Praxis und Klinik: Freigabe von KI-Tools regeln
Ob Diktierassistent, Bildauswertung oder Chatbot im Patientenportal: Bevor ein KI-Tool in einer Gesundheitseinrichtung läuft, sind KI-VO, MDR und DSGVO gemeinsam zu betrachten. In vier Stunden klären Sie, wann Software zum Medizinprodukt wird, wann eine Hochrisiko-Einstufung greift und was Art. 9 DSGVO für Gesundheitsdaten verlangt. Drei kurze Übungen reichen vom einzelnen Datenfluss über die Pflichten eines Tools bis zur Zulässigkeitsprüfung. Anschließend liegen Bausteine für KI-Inventar, Freigabeprozess und Richtlinie Ihrer Einrichtung bereit.
- Dauer4 Stunden
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichGesundheit & Pflege, Pflichten & Regulierung, Qualität, Sicherheit & Compliance
Für wen
Ärztliche Leitungen, Datenschutzbeauftragte sowie Verantwortliche für Qualität und IT in Praxen, MVZ und Kliniken, die KI-Anwendungen rechtssicher einführen wollen.
KI-Kompaktseminar · 4 Stunden
Regelwerke einordnen, Datenflüsse prüfen und KI-Tools geordnet freigeben
Das nehmen Sie mit
- Ob ein System unter KI-VO, MDR oder beide fällt und als Hochrisiko gilt, schätzen Sie für Ihre Einrichtung selbst ein.
- Einen Datenfluss zu einem KI-Anbieter haben Sie auf Rechtsgrundlage, Schweigepflicht und Auftragsverarbeitung durchgeprüft.
- Betreiberpflichten, menschliche Aufsicht, Patienteninformation und DSFA leiten Sie für ein konkretes KI-Tool her.
- KI-Inventar, Freigabeprozess und Musterrichtlinie geben Ihrer Einrichtung einen geregelten Einführungsweg.
Ablauf
- Teil 1
Modul 1 – Rechtsrahmen: Wie KI-VO, MDR und DSGVO ineinandergreifen
- Zusammenspiel der drei Regelwerke und wo sich ihre Anforderungen überschneiden
- Ab wann KI-Software nach ihrer Zweckbestimmung als Medizinprodukt gilt, etwa bei Diagnose- oder Therapievorschlägen
- Wann KI-Systeme im Gesundheitsbereich als hochriskant eingestuft werden
- Konkrete Anforderungen der Regelwerke im Überblick
- Standortbestimmung: welche Systeme Ihrer Einrichtung betroffen sein könnten
- Teil 2
Modul 2 – Gesundheitsdaten: Rechtsgrundlagen, Schweigepflicht, Auftragsverarbeitung
- Besondere Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 DSGVO und tragfähige Rechtsgrundlagen
- Ärztliche Schweigepflicht und Auftragsverarbeitung, wenn ein externer KI-Anbieter Daten erhält
- Anonymisierung und Pseudonymisierung praktisch umsetzen, etwa bei Arztbriefen oder Befunden
- Rote Linien beim Umgang mit Patientendaten in KI-Anwendungen klar benennen
- Übung: Einen Datenfluss vom Praxisverwaltungssystem zu einem KI-Dienst auf Zulässigkeit prüfen
- Teil 3
Modul 3 – Pflichten: Aufsicht, Patienteninformation, Nachweise
- Betreiberpflichten sowie menschliche Aufsicht im klinischen Alltag
- Patientinnen und Patienten transparent informieren und aufklären, wenn KI beteiligt ist
- Dokumentation und DSFA als Nachweis, dass Risiken erkannt und behandelt wurden
- Übung: Für ein KI-Tool die geltenden Pflichten herausarbeiten
- Teil 4
Modul 4 – Umsetzung: Inventar, Freigabe, Richtlinie
- KI-Inventar anlegen und einen Freigabeprozess für neue Anwendungen in der Einrichtung etablieren
- Übung: Ein KI-Tool vor dem Einsatz auf Zulässigkeit prüfen
- Musterentwurf einer KI-Richtlinie für Gesundheitseinrichtungen durchgehen
- Zuständigkeiten zwischen ärztlicher Leitung, Datenschutz, Qualitätsmanagement und IT festlegen
- Einführungsfahrplan, der die rechtlichen Prüfschritte in eine sinnvolle Reihenfolge bringt
VoraussetzungenWeder juristische noch technische Vorkenntnisse sind nötig.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge