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Digitale Belegwege mit Mandanten: Umstellung in der Steuerkanzlei mit KI

Manche Mandanten schicken noch Pendelordner, andere Fotos per Mail, wieder andere nutzen schon ein Upload-Portal: Wer in der Steuerkanzlei die Umstellung auf digitale Belegwege begleitet, schreibt Anleitungen, fordert fehlende Belege nach und erklärt Fristen immer wieder neu. Die Kanzleileitung zeichnet in der KI-Werkstatt mit ihrem Team diesen Weg nach, klärt GoBD, E-Rechnungspflicht und Datenschutz als Rahmen und baut einen echten Umstellungsfall mithilfe von KI neu auf. Mitgenommen wird ein Plan für die folgenden vier Wochen, der Zuständigkeiten und ein Maß für den Erfolg festlegt.

Für wen

Leitungen von Steuerkanzleien, die die Umstellung ihrer Mandanten auf digitale Belegwege heute überwiegend von Hand begleiten.

KI-Werkstatt · 1 Tag

Die Begleitung der Mandanten auf digitale Belegwege mit KI neu aufsetzen

Das nehmen Sie mit

  • Ein gemeinsames Verständnis, wo Belegpakete zwischen Mandant, Sachbearbeitung und Leitung liegen bleiben
  • Erprobte Anschreiben, Upload-Anleitungen und Rückfragelisten, an einem echten Umstellungsfall erarbeitet
  • Ein Vier-Wochen-Plan mit Zuständigkeiten und Erfolgsmaß, eingebettet in GoBD und E-Rechnungspflicht

Ablauf

  1. Teil 1

    Schritt 1 – Belegwege heute: Vom Pendelordner bis zur Buchung

    • Mit allen Beteiligten nachgezeichnet: wie Belege heute in die Kanzlei gelangen, per Post, Mail, Foto oder Portal
    • Mandant liefert, Sachbearbeitung erfasst, Leitung kontrolliert: wo Belegpakete und Rückfragen auf Antwort warten
    • Beteiligte Unterlagen: Papierbelege, PDF-Rechnungen, Kontoauszüge, Umstellungsschreiben, Anleitungen für Mandanten
    • Rangliste der drei Engpässe, die die meiste Arbeitszeit binden, etwa das Nachfordern fehlender Kontoauszüge
  2. Teil 2

    Schritt 2 – Leitplanken der Belegumstellung: GoBD, E-Rechnung, Freigabe

    • Fachlicher Rahmen jedes KI-Schritts: GoBD sowie die E-Rechnungspflicht, soweit Mandanten von ihr erfasst sind
    • Datenschutz und Verschwiegenheit: Mandantenbelege, Lohnbelege und Reisekostenabrechnungen gehen nicht ins Werkzeug
    • KI-gestützte Anschreiben und Checklisten kennzeichnen und so ablegen, dass ihre Entstehung nachvollziehbar bleibt
    • Was an Mandanten hinausgeht, gibt die Kanzlei frei und verantwortet es; das Werkzeug liefert ausschließlich Entwürfe
  3. Teil 3

    Schritt 3 – Einsatzpunkte im Belegweg: Wo Modelle entlasten und wo nicht

    • Umstellungsschreiben entwerfen, Mandantenrückmeldungen bündeln, Eingangslisten auf Lücken prüfen, Belegarten zuordnen
    • Realistisch bleiben: Ein Sprachmodell ersetzt weder die Kontierung noch die steuerliche Beurteilung eines Belegs
    • Erfahrungen anderer Steuerkanzleien, die Mandanten bereits auf digitale Belegwege gebracht haben
    • Festgelegt wird, welche Einsatzpunkte im Werkstattteil erprobt werden, gemessen an Aufwand und Entlastung
  4. Teil 4

    Schritt 4 – Werkstattteil: Ein Umstellungsfall wird mit KI neu aufgebaut

    • Mitgebrachter Fall, etwa ein Handwerksbetrieb, der seine Belege bislang im Ordner liefert, ohne Mandantennamen
    • Übung: Anschreiben, Upload-Anleitung und Rückfrageliste für diesen Mandanten von einem Sprachmodell entwerfen lassen und überarbeiten
    • Entstandene Prompts und Musterschreiben werden in der Runde verbessert, bis sie für weitere Mandanten taugen
    • Schwächen der Entwürfe samt Grund: zu fachliche Sprache für Mandanten, falsche Annahmen über deren Buchhaltungssoftware
  5. Teil 5

    Schritt 5 – Fahrplan zur Belegumstellung: Die kommenden vier Wochen

    • Bereits lizenzierte Software der Kanzlei: welche KI-Anwendungen damit im kommenden Monat starten
    • Aufgabenverteilung zwischen Leitung und Sachbearbeitung, Erfolgsmaß etwa der Anteil der Mandanten mit digitalem Belegeingang
    • Anschließendes Vorhaben: Mandantenrundschreiben zu Gesetzesänderungen mit KI vorbereiten
    • Zum Schluss: Termine und welcher Mandant als erster nach dem neuen Ablauf angesprochen wird

VoraussetzungenKI-Erfahrung ist nicht nötig. Wichtig sind gute Kenntnis der eigenen Belegabläufe und ein mitgebrachter, anonymisierter Umstellungsfall.

AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge

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