Entsorgung für Gewerbekunden: Anfragen und Angebote zügiger mit KI
Im Vertrieb eines Entsorgungsbetriebs landen täglich Anfragen von Handwerksbetrieben, Händlern und Gewerbeparks: Welcher Container, welche Abfallart, wie oft abholen, was kostet das. Bis daraus ein belastbares Angebot wird, vergehen Rückfragen, Preisrecherche und viel Tipparbeit. In zwei Stunden sehen Sie, welche dieser Teilaufgaben ein Sprachmodell vorbereiten kann, warum es dabei Preise und Leistungen frei erfindet und welche Kundendaten nicht in ein solches Werkzeug gehören. Danach können Sie fundiert entscheiden, ob Sie KI im Angebotsprozess einsetzen wollen, und haben eine eigene Anweisung bereits ausprobiert.
- Dauer2 Stunden
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichEnergie, Versorgung & Entsorgung, Vertrieb, Marketing & Kundenservice
Für wen
Vertriebsmitarbeitende in Entsorgungsbetrieben, die Anfragen von Gewerbekunden und die zugehörigen Angebote bislang größtenteils manuell bearbeiten.
KI-Schnellstart · 2 Stunden
Einordnen, was KI zwischen Containeranfrage und unterschriftsreifem Angebot übernimmt
Das nehmen Sie mit
- Sie kennen drei Teilaufgaben im Angebotsprozess, die ein Sprachmodell vorbereiten kann.
- Sie erkennen erfundene Tonnagepreise, Leerungsrhythmen oder Leistungszusagen in einem KI-Entwurf.
- Sie wissen, welche Kundenangaben tabu sind, und haben einen konkreten Test für den nächsten Arbeitstag.
Ablauf
- Teil 1
Der Fall: Von der Containeranfrage zum Angebotsentwurf
- Heutiger Ablauf: Anruf, Mail oder Webformular, Rückfragen zu Abfallart und Menge, Angebot in Word
- Wo der Vertrieb Stunden einbüßt: Angaben nachfassen, Preise aus Listen suchen, Leistungstext neu tippen
- Drei Einsatzpunkte: Anfrage ordnen, Rückfragemail an den Kunden entwerfen, Angebotstext vorformulieren
- Vorgeführt: Aus der Mail einer Schreinerei zu Altholz und Gemischtabfall wird ein Angebotsentwurf
- Bleibt Handarbeit: Preis je Tonne, Behältermiete, Abholrhythmus und Fraktion gegen die Preisliste prüfen
- Teil 2
Das Werkzeug verstehen: Warum ein flüssiger Angebotstext falsche Preise enthalten kann
- Funktionsweise eines Sprachmodells in Kürze, erläutert am Schreinerei-Entwurf aus Teil 1
- Textvorschlag oder verbindliche Zusage: Ein vom Modell genanntes Containervolumen ist noch kein Angebot
- Typische Erfindungen erkennen: Tonnagepreise, Leerungstermine oder Zertifikate, die in keiner Vorlage stehen
- Folge für den Vertrieb: Jeder Entwurf wird vor dem Versand mit Tarifblatt und Leistungskatalog abgeglichen
- Teil 3
Erster Versuch: Eine Gewerbekundenanfrage als Anweisung
- Übung: Jede Person schreibt einen Prompt, der zur Supermarkt-Anfrage über Pappe und Folien eine Rückfragemail erstellt
- Gemeinsamer Vergleich: Welche Angaben zu Standort, Menge und Abholung fehlten, was das Modell hinzufügte
- Raum für Fragen aus dem Vertriebsalltag, Zweifel am Nutzen von KI im Kundenkontakt eingeschlossen
- Teil 4
Rahmen und erste Schritte: GewAbfV, Preisangaben, Kundendaten
- GewAbfV und Preisangabenverordnung in Stichworten: Vorgaben für Leistungsbeschreibung und Preisdarstellung
- Tabu im Modell: Firmennamen, Ansprechpersonen, Sonderkonditionen; unbedenklich: anonyme Mengen, Abfallarten
- Gleich testbar im schon genutzten Chat-Werkzeug: Rückfragemail oder Leistungstext für einen Standardcontainer
- Verwandtes Thema mit ähnlichem Textbedarf: Bürgerkommunikation zu Abfuhrterminen
VoraussetzungenVorwissen ist nicht nötig; wer dem Einsatz von KI skeptisch gegenübersteht, ist ausdrücklich willkommen.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge