Hochrisiko-KI bei Versicherern: KI-VO und DSGVO im Betrieb erfüllen
Risikoprüfung und Tarifierung in der Lebens- und Krankenversicherung zählen nach der KI-VO zu den Hochrisiko-Anwendungen, und zugleich gelten DSGVO und aufsichtsrechtliche Erwartungen der BaFin. Dieser halbe Tag ordnet für Compliance, Datenschutz, Rechtsabteilung, IT und Fachbereiche von Versicherern, welche Systeme betroffen sind, welche Pflichten daraus folgen und wo sich die Regelwerke überschneiden. Sie stufen ein KI-System selbst ein und verlassen den Termin mit einem Umsetzungsplan.
- Dauer4 Stunden
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichBanken, Versicherungen & Kanzleien, Pflichten & Regulierung, Qualität, Sicherheit & Compliance
Für wen
Compliance-Verantwortliche, Datenschutzbeauftragte, Juristinnen und Juristen sowie IT- und Fachverantwortliche in Versicherungsunternehmen, die KI-Systeme regelkonform einführen und betreiben müssen.
KI-Kompaktseminar · 4 Stunden
Risikoklassen, Pflichten und Aufsichtserwartungen für KI-Systeme in der Assekuranz ordnen
Das nehmen Sie mit
- Eigene KI-Systeme ordnen Sie den Risikoklassen der KI-VO zu und leiten daraus die Pflichten ab.
- Die Rolle als Anbieter oder Betreiber ist geklärt, ebenso die Anforderungen an Dokumentation, Aufsicht und Schulung nach Art. 4 KI-VO.
- Berührungspunkte mit Art. 22 DSGVO, Gesundheitsdaten und BaFin-Erwartungen wie VAIT sind Ihnen vertraut.
- Ein KI-Inventar, Muster für Richtlinie und Freigabeprozess sowie ein Umsetzungsplan geben die nächsten Wochen vor.
Ablauf
- Teil 1
Modul 1 – Einordnung: Die KI-VO aus Sicht der Assekuranz
- Das Stufenmodell der KI-VO und was jede Risikoklasse für Versicherungsprodukte bedeutet
- Hochrisiko-Schwerpunkt: Tarifierung und Risikoprüfung bei Lebens- und Krankenversicherung
- Zeitplan der Verordnung: Fristen, Übergangsregeln, drohende Sanktionen
- Verbotene Praktiken, die Versicherer künftig unterlassen müssen
- Erste Standortbestimmung: Abgleich Ihrer Systemlandschaft mit dem Anwendungsbereich
- Teil 2
Modul 2 – Pflichten: Was Hochrisiko-Systeme erfüllen müssen
- Risikomanagement, Anforderungen an Datenqualität und die technische Dokumentation am Tarifierungsbeispiel
- Transparenzpflichten und menschliche Aufsicht so verankern, dass sie im Alltag greifen
- Anbieter oder Betreiber: wie die Rolle des Versicherers die Pflichten bestimmt
- Die Schulungspflicht (Art. 4 KI-VO) mit vertretbarem Verwaltungsaufwand erfüllen
- Nachweise, auf die die Aufsicht bei einer Prüfung achtet
- Teil 3
Modul 3 – Schnittstellen: DSGVO und Aufsichtsrecht
- Automatisierte Einzelentscheidungen nach Art. 22 DSGVO, etwa bei Antragsannahme oder Leistungsprüfung
- Verarbeitung von Gesundheitsdaten durch KI: tragfähige Rechtsgrundlagen und ihre Grenzen
- Erwartungen der BaFin: VAIT, Anforderungen bei Auslagerung, Governance der Modelle
- Wo DSGVO und KI-VO dasselbe verlangen und wo sie unterschiedliche Anforderungen stellen
- Haftungsrisiken früh erkennen und vertraglich wie organisatorisch begrenzen
- Teil 4
Modul 4 – Umsetzung: Inventar, Einstufung und Plan
- Ein KI-Inventar mit Klassifizierung aller Systeme im Versicherungsunternehmen anlegen
- Übung: Ein KI-System aus dem Versicherungsbetrieb einordnen und den Pflichtenkatalog ableiten
- Musterdokumente für eine KI-Richtlinie und einen Freigabeprozess auf das eigene Haus übertragen
- Saubere Compliance als Vertrauensargument gegenüber Kundschaft und Aufsicht nutzen
- Umsetzungsplan für die kommenden Wochen mit Zuständigkeiten und Prioritäten
VoraussetzungenTechnisches oder juristisches Vorwissen brauchen Sie nicht; ein Grundverständnis von Versicherungsprozessen setzt der Termin voraus.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge