Agrar & Lebensmittel

KI vom Acker bis zur Verarbeitung: Einsatzfelder finden und priorisieren

Ob Ackerbaubetrieb, Molkerei oder Gemüseverarbeiter: Die Frage, wo KI konkret etwas bringt, stellt sich überall, die Antworten sehen aber je nach Betrieb anders aus. Erklärt werden ML und generative KI an Beispielen aus Landwirtschaft und Lebensmittelherstellung, danach werden die Anwendungsfelder vom Feld bis ins Büro sortiert und das Schreiben von Prompts für Anträge und Schriftverkehr geübt. Rechtliche Leitplanken und die Frage, wem Betriebsdaten gehören, folgen vor der eigenen Projektplanung. Am Schluss liegen eine Potentialanalyse und ein 90-Tage-Plan für Ihren Betrieb vor.

Für wen

Landwirtinnen und Landwirte, Betriebsleitungen und Verantwortliche in der Ernährungsindustrie, die einschätzen wollen, wo KI in ihrem Betrieb sinnvoll eingesetzt werden kann.

KI-Tagesseminar · 1 Tag

Von den Grundlagen bis zum 90-Tage-Plan für das erste KI-Projekt im Agrar- oder Lebensmittelbetrieb

Das nehmen Sie mit

  • Ein klares Bild davon, worin sich ML und generative KI unterscheiden und was beide mit Betriebsdaten leisten
  • Eine Zuordnung der eigenen Abläufe zu den Anwendungsfeldern von Precision Farming bis Verwaltung
  • Ein Grundstock erprobter Prompts für Förderanträge, Dokumentation und Schriftverkehr
  • Sicherheit bei der Einordnung von KI-VO, Datenschutz und Datenhoheit sowie eine Potentialanalyse mit 90-Tage-Plan

Ablauf

  1. Teil 1

    Modul 1 – Einstieg: Was ML und generative KI in Feld und Werk leisten

    • ML und generative KI nebeneinander: Muster in Messdaten erkennen gegenüber Texte und Bilder erzeugen
    • Eigenheiten der Branche: Witterung, Saisonalität, verstreute Flächen, schwankende Rohwarenqualität
    • Erwartungen realistisch halten: was mit den Datenmengen eines Familienbetriebs möglich ist und was nicht
    • Live-Demo: Bodenfeuchte- und Wetterreihen eines Schlags fließen in eine Ertragsprognose
    • Standortbestimmung: in welchem Betriebsbereich KI Ihnen spürbar Arbeit abnehmen könnte
  2. Teil 2

    Modul 2 – Anwendungsfelder: vom Schlag bis ins Büro

    • Precision Farming und Ertragsprognosen in Ackerbau und Grünland
    • Qualitätskontrolle in der Verarbeitung, etwa Kameras, die Fremdkörper oder Fehlware am Band erkennen
    • Absatzplanung, Lieferscheine und Kundenanfragen als Felder für KI in Vertrieb und Verwaltung
    • Schnelle Erfolge: Einsätze, die mit wenigen Daten und vorhandener Software anlaufen
    • Übung: die eigenen Betriebsabläufe den vorgestellten Anwendungsfeldern zuordnen
  3. Teil 3

    Modul 3 – Generative KI im Betriebsalltag: Schreibarbeit mit Prompts

    • Texte, die KI vorbereiten kann: Förderanträge, Aufzeichnungen, Rundschreiben an Lieferanten und Abnehmer
    • Übung: Prompting an Branchen-Use-Cases wie Förderantrag oder Antwort auf eine Handelsreklamation
    • Grenzen und Datenschutz: welche Betriebs- und Personendaten nicht in ein öffentliches Chatwerkzeug gehören
    • Eigener Prompt-Werkzeugkasten mit Vorlagen für wiederkehrende Schreibaufgaben
  4. Teil 4

    Modul 4 – Rahmen und Recht: KI-VO, Datenschutz, Datenhoheit

    • Einordnung von KI-VO und Datenschutz: welche Pflichten typische Agrar- und Lebensmittelanwendungen berühren
    • Datenhoheit über Betriebsdaten: wer auf Daten aus Maschinen, Farmmanagement-Software und Plattformen zugreift
    • Zulässig, unzulässig, Grauzone: Fallbeispiele für den KI-Einsatz in Hof und Werk
    • Übung: Rechtliche Prüfung eines Use Case, etwa einer kamerabasierten Kontrolle an der Abfülllinie
  5. Teil 5

    Modul 5 – Das eigene KI-Projekt: auswählen, finanzieren, einführen

    • Use Cases priorisieren nach Nutzen, Datenlage und Aufwand
    • Daten und Fördermittel: nötige Datengrundlage und Förderprogramme für Digitalisierung
    • Einführung planen: Pilotfläche oder Pilotlinie, Beteiligte, Schulungsbedarf
    • Übung: Potentialanalyse des eigenen Betriebs auf Basis der Zuordnung aus Modul 2
    • Ihr 90-Tage-Plan mit den ersten Umsetzungsschritten

VoraussetzungenBetriebsleitungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung nehmen ohne technisches Vorwissen teil.

AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge

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