KI rechtssicher einsetzen: Pflichten aus AI Act, DSGVO und Urheberrecht
Wer KI-Systeme im Unternehmen bedient, betreut oder über ihren Einsatz entscheidet, bewegt sich zugleich im Rahmen der KI-Verordnung, der DSGVO und des Urheberrechts. In einem halben Tag ordnen Sie Risikoklassen, Transparenz- und Rollenpflichten, Fristen sowie die Sonderregeln für General-Purpose AI ein. Danach klären Sie, wann KI-Ergebnisse geschützt sind, wo Urheberrechtsverletzungen drohen und wie personenbezogene Daten sparsam verarbeitet werden. Sie gehen mit einem Überblick über Ihre Pflichten und einem Nachweis der KI-Kompetenz nach Artikel 4 KI-VO aus dem Termin.
- Dauer4 Stunden
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichPflichten & Regulierung, Qualität, Sicherheit & Compliance, Geschäftsführung & Führung
Für wen
Beschäftigte, die KI-Systeme im operativen Betrieb bedienen und warten, sowie Führungskräfte und Geschäftsführungen, die über den KI-Einsatz entscheiden und für seine Vereinbarkeit mit AI Act, DSGVO und Urheberrecht sowie ethischen Maßstäben einstehen.
KI-Kompaktseminar · 4 Stunden
KI-Verordnung, Datenschutz und Urheberrecht verstehen und die eigenen Pflichten einordnen
Das nehmen Sie mit
- Sie können KI-Anwendungen einer Risikoklasse zuordnen und kennen verbotene Praktiken, Transparenzpflichten und Fristen bis 2027.
- Sie wissen, wann KI-generierte Inhalte geschützt sind, wo Urheberrechtsverletzungen drohen und wie Sie sich gegen Klagen absichern.
- Sie kennen Verfahren wie Anonymisierung, Pseudonymisierung, Hashing und lokale LLM, um die DSGVO beim KI-Einsatz einzuhalten.
Ablauf
- Teil 1
Modul 1 – Grundlagen: KI verstehen und die KI-Verordnung einordnen
- Was Künstliche Intelligenz ausmacht und welche Chancen und Gefahren ihr betrieblicher Einsatz mit sich bringt
- Aufbau, Zielsetzung und Tragweite des AI Act (KI-Verordnung) für Unternehmen
- Die zentralen Begriffe der Verordnung, mit denen Rollen und Systeme bestimmt werden
- KI-Kompetenz: welche Kenntnisse Unternehmen bei ihren Beschäftigten sicherstellen müssen
- Die vier Risikoklassen minimal, begrenzt, hoch und inakzeptabel, jeweils mit Praxisbeispiel
- Welche KI-Praktiken die Verordnung untersagt
- Teil 2
Modul 2 – Pflichten: Transparenz, Rollen, GPAI, Sanktionen und Fristen
- Kennzeichnung von Deepfakes und von KI-generierten Texten, Bildern und Videos
- Vorgaben für Systeme zur Emotionserkennung und zur biometrischen Kategorisierung
- Was Betreiber, Importeure und Hersteller von KI-Systemen jeweils erfüllen müssen
- Welche Sanktionen drohen, wenn Vorgaben der Verordnung missachtet werden
- Gestaffelter Geltungsbeginn: welche Pflichten schrittweise bis 2027 greifen
- LLM und General-Purpose AI (GPAI): Definition, Anforderungen und Folgen für Anbieter und Nutzer
- Bias und Diskriminierung: welchen Stellenwert sie in der KI-Verordnung haben
- Teil 3
Modul 3 – Urheberrecht: KI-Ergebnisse nutzen und eigene Werke schützen (UrhG)
- Ob und wann KI-generierte Texte und Bilder urheberrechtlichen Schutz genießen
- Wo beim Arbeiten mit KI Urheberrechtsverletzungen entstehen können
- Handlungsmöglichkeiten als Urheber oder Rechteinhaber, wenn KI Ihre Werke verwendet
- Vorkehrungen, mit denen Sie Ihr Unternehmen gegen Klagen absichern
- Teil 4
Modul 4 – Datenschutz und Umsetzung: DSGVO bei KI-Systemen und nächste Schritte
- Die Grundsätze der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und ihre Anwendung bei KI-Systemen
- Rechte der Betroffenen und Pflichten des Unternehmens, wenn KI personenbezogene Daten verarbeitet
- KI-Dienste mit Datenverarbeitung außerhalb der EU datenschutzrechtlich bewerten
- Datensparsam arbeiten: Anonymisierung, Pseudonymisierung, Hashing und lokale LLM
- Kernpunkte zusammengefasst und wie Sie die KI-Verordnung im Betrieb praktisch umsetzen
- Offene Fragen der Teilnehmenden klären
VoraussetzungenBesondere Vorkenntnisse sind nicht nötig.
AbschlussTeilnahmezertifikat als Nachweis der nach Artikel 4 KI-VO erforderlichen KI-Kompetenzen