Lebensmitteletiketten mit KI prüfen: Deklarationen schneller freigeben
Für QM und Produktentwicklungsbegleitung in Lebensmittelbetrieben, die Zutatenverzeichnisse, Allergenangaben und Druckvorlagen bislang überwiegend von Hand gegen Rezepturen und Spezifikationen abgleichen. Im Zentrum steht der Prüfweg eines Etiketts bis zur Freigabe und die Frage, welche Teile davon ein Sprachmodell vorbereiten kann. Nach der KI-Werkstatt hat Ihr Team diesen Prüfweg an einem eigenen Etikett neu aufgebaut, kennt die rechtlichen Grenzen und hat einen Plan für die nächsten vier Wochen.
- Dauer1 Tag
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichAgrar & Lebensmittel, Qualität, Sicherheit & Compliance, Pflichten & Regulierung
Für wen
Beschäftigte aus QM und Produktentwicklungsbegleitung in Betrieben und Einrichtungen der Lebensmittelproduktion, die Etiketten und Deklarationen derzeit überwiegend manuell prüfen.
KI-Werkstatt · 1 Tag
Die Etikettenprüfung im Team mit KI neu aufsetzen und einen Vier-Wochen-Plan festlegen
Das nehmen Sie mit
- Ein gemeinsames Bild des Prüfwegs vom Rezepturblatt bis zur freigegebenen Druckvorlage
- Ein mit KI neu aufgebauter Prüfablauf für ein eigenes Etikett, samt erprobter Prompts und Vorlagen
- Ein Plan für vier Wochen mit Zuständigkeiten in QM und Produktentwicklung und einer Erfolgsgröße
Ablauf
- Teil 1
Schritt 1 – Ausgangslage: Wie ein Etikett heute bis zur Freigabe kommt
- Mit allen Anwesenden wird der heutige Prüfweg eines neuen oder geänderten Etiketts aufgezeichnet
- Übergaben: Produktentwicklung liefert Rezeptur, Einkauf Rohstoffspezifikationen, QM prüft; wo Entwürfe warten
- Unterlagen, die eine KI lesen könnte: Rezepturblatt, Spezifikationen, Zutatenliste, Druckvorlage
- Wo die Prüfung die meisten Stunden kostet, etwa beim Abgleich der Spezifikationen mit dem Zutatenverzeichnis
- Teil 2
Schritt 2 – Rechtsrahmen: Was für Etikettentexte und KI-Prüfvermerke gilt
- LMIV VO (EU) 1169/2011 und Allergenkennzeichnung als Maßstab jeder Etikettenprüfung
- Datenschutz bei Beschäftigtendaten, etwa Namen in Freigabevermerken und Prüfprotokollen
- KI-gestützte Prüfergebnisse kenntlich machen, damit später erkennbar bleibt, wie eine Freigabe entstand
- Die Etikettenfreigabe zeichnet eine benannte Person, gleich wie viel das Sprachmodell vorbereitet hat
- Teil 3
Schritt 3 – Ansatzpunkte: Welche KI-Funktion bei der Deklarationsprüfung trägt
- Entwerfen, Zusammenfassen, Prüfen, Klassifizieren: Zutatenliste, Spezifikationen, Allergenzuordnung
- Realistische Grenze: Die fachliche Bewertung der Deklaration bleibt beim QM, auch mit KI
- Wie andere Lebensmittelhersteller KI bei der Kontrolle von Etiketten schon einsetzen
- Die Gruppe wählt die Stellen im eigenen Prüfweg, an denen KI am meisten entlastet
- Teil 4
Schritt 4 – Werkstattphase: Ein Etikettenentwurf wird mit KI neu geprüft
- Ausgangsmaterial ist ein mitgebrachter Vorgang, etwa eine Rezepturänderung samt neuem Etikettenentwurf
- Übung: Die Prüfung dieses Etiketts wird Schritt für Schritt mit KI-Unterstützung neu aufgebaut
- Prompts und Prüfvorlagen entstehen und werden in der Runde nachgebessert
- Wo das Modell danebenliegt, zum Beispiel bei zusammengesetzten Zutaten, und welche Ursache das hat
- Teil 5
Schritt 5 – Umsetzungsplan: Vier Wochen Etikettenprüfung mit KI
- KI-Schritte, die sich bis Monatsende mit den vorhandenen Werkzeugen und Lizenzen umsetzen lassen
- Aufgaben zwischen QM und Produktentwicklung verteilen, Erfolgsgröße wählen, etwa Prüfdauer je Etikett
- Anschlussthemen: HACCP-Dokumentation und Verifizierung, Nachweise zu Rückverfolgbarkeit und Rückrufübungen
- Zum Abschluss klärt die Gruppe, wer den Probelauf mit dem nächsten neuen Etikett übernimmt
VoraussetzungenKI-Vorkenntnisse werden nicht erwartet. Hilfreich sind gute Kenntnisse der eigenen Prüfabläufe und ein realer Etikettenvorgang, den Sie mitbringen.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge