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Mandantenrundschreiben zu Gesetzesänderungen: KI-Vorlagen für die Kanzlei

Ändert sich zum Jahreswechsel eine Abschreibungsregel oder ein Freibetrag, wollen Mandanten zeitnah wissen, ob sie betroffen sind und was zu tun ist. Kanzleileitungen setzen im eintägigen KI-Praxis-Transfer selbst ein KI-Werkzeug auf, bauen eine Vorlage für Rundschreiben zu Gesetzesänderungen und kontrollieren die Entwürfe auf Zahlen, Stichtage und die Grenzen von StBerG und Werberecht. Die geprüfte Vorlage geht mit in den Kanzleialltag und dient als Ausgangsform für die nächsten Mandanteninformationen.

Für wen

Leitungen von Steuerkanzleien, die Mandantenrundschreiben zu Gesetzesänderungen bisher überwiegend von Hand verfassen.

KI-Praxis-Transfer · 1 Tag

Selbst eine Rundschreibenvorlage bauen und Entwürfe vor dem Versand kontrollieren

Das nehmen Sie mit

  • Eine erprobte Vorlage, mit der Rundschreiben zu Gesetzesänderungen in gleichbleibender Gliederung entstehen
  • Ein Werkzeugzugang, dessen Datenschutzeinstellungen Sie mit Blick auf die Verschwiegenheit gegenüber Mandanten gesetzt haben
  • Eine Kontrollroutine für Steuersätze, Stichtage und Gesetzesverweise, bevor ein Entwurf die Kanzlei verlässt

Ablauf

  1. Teil 1

    Etappe 1 – Rundschreibengrundlagen: Änderung, Quellen, Adressatenkreis

    • Welche Angaben das Sprachmodell für einen Entwurf benötigt: Inhalt der Änderung, Stichtag, betroffene Mandantengruppen, Umfang
    • Woher diese Angaben heute stammen: Fachdatenbank, Kammer- und Verbandsinformationen, Notizen aus der Kanzleibesprechung
    • Übung: Ein bereits versandtes Rundschreiben zu einer Steueränderung wird zum Übungsfall für den Tag
    • Typische Fehlerquellen, etwa ein veralteter Rechtsstand im Modell oder Prompts ohne Angabe des Stichtags
  2. Teil 2

    Etappe 2 – KI-Arbeitsplatz der Kanzlei einrichten: Konten, Lizenzen, Verschwiegenheit

    • Konten einrichten, Bedienoberflächen erkunden und gängige Werkzeuge gegeneinander abgrenzen
    • Was die frei nutzbare Fassung bei längeren Rundschreiben leistet und wofür eine bezahlte Lizenz nötig wird
    • Datenschutzeinstellungen des Werkzeugs durchgehen und passend setzen, bevor Text eingefügt wird; Mandantennamen bleiben außen vor
    • Übung: Ein erster Prompt fasst eine Gesetzesänderung für Mandanten zusammen, anschließend wird besprochen, was fehlt
  3. Teil 3

    Etappe 3 – Rundschreibenvorlage gestalten: Gliederung, Kanzleiton, Musterbeispiel

    • Statt einer Ein-Satz-Bitte eine Anweisung mit Anlass, Kernaussage, Handlungsbedarf und Hinweis auf Fristen
    • Die Kanzlei als Absenderrolle festlegen, ein gelungenes früheres Rundschreiben als Muster und Vorgaben zu Länge und Aufbau mitgeben
    • Übung: Es entsteht eine Vorlage, aus der sich künftige Rundschreiben zu Gesetzesänderungen ableiten lassen
    • Die Vorlage für Berufsträger und Mitarbeitende bereitstellen und Änderungen mit Versionsnummer festhalten
  4. Teil 4

    Etappe 4 – Inhaltskontrolle vor dem Versand: Zahlen, Berufsrecht, Werberecht

    • Steuersätze, Freibeträge, Stichtage und Gesetzesverweise im Entwurf gegen die Primärquelle halten
    • Freigabe durch einen Berufsträger: ob und wie eine Änderung einzelne Mandanten betrifft, beurteilt nicht die KI
    • StBerG und Werberecht beim Gegenlesen beachten, damit das Rundschreiben sachlich informiert
    • Übung: Einen KI-Entwurf mit falschem Anwendungszeitpunkt und erfundenem Freibetrag aufdecken und korrigieren
  5. Teil 5

    Etappe 5 – Rundschreiben dauerhaft im Griff: Ablage, Einsatzgrenzen, Anschluss

    • Geprüfte Rundschreibenvorlagen in der Kanzleiablage sichern, getrennt von ungeprüften Entwürfen
    • Wann KI bei einer Rundschreibenart nicht weiterhilft, etwa wenn die Wirkung so einzelfallabhängig ist, dass ohnehin individuell beraten wird
    • Weiterführend: Mandantenanfragen strukturiert beantworten
    • Restliche Fragen der Kanzleileitungen und Blick auf das nächste anstehende Rundschreiben

VoraussetzungenAusreichend sind ein internetfähiger Rechner und ein eigenes, bereits versandtes Rundschreiben als Beispiel. Programmierkenntnisse oder KI-Erfahrung sind nicht nötig.

AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge

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