KI-Technik & Entwicklung

Mathematik für Machine Learning: Matrizen, Wahrscheinlichkeit, Gradienten

Wer ML-Bibliotheken nutzt, ohne die Rechnung dahinter zu kennen, kann Ergebnisse nur schwer beurteilen und Fehler kaum eingrenzen. Die zwei Tage arbeiten die drei mathematischen Grundlagen Lineare Algebra, Statistik und Optimierung so auf, dass Entwicklerinnen, technisch Interessierte und angehende Data Scientists sie in jedem Modell wiederfinden. Mehrere Rechenübungen mit Stift und Papier sowie eine durchgerechnete Fallstudie verbinden Formel und Modell. Am zweiten Tag rücken Overfitting, Regularisierung und Bias-Variance in den Mittelpunkt.

Für wen

Entwicklerinnen und Entwickler, technisch Interessierte sowie angehende Data Scientists, die die Mathematik unter Machine-Learning-Verfahren gründlich nachvollziehen wollen.

KI-Intensivseminar · 2 Tage

Lineare Algebra, Statistik und Optimierung so beherrschen, dass ML-Modelle durchschaubar werden

Das nehmen Sie mit

  • Transformationen, Parameterschätzungen und Optimierungsschritte haben Sie eigenhändig durchgerechnet.
  • Overfitting und den Bias-Variance-Kompromiss erklären Sie mit Formeln statt mit Faustregeln.
  • Ein einfaches Modell haben Sie vom mathematischen Baustein bis zur Vorhersage komplett nachvollzogen.
  • Für die Vertiefung Ihres ML-Verständnisses liegt eine Lernreihenfolge vor.

Ablauf

  1. Teil 1

    Tag 1 – Modul 1 – Überblick: Warum ML ohne Mathematik eine Blackbox bleibt

    • Was beim bloßen Anwenden von Bibliotheken unsichtbar bleibt: Annahmen, Fehlerquellen, Stellschrauben
    • Lineare Algebra, Statistik und Optimierung als die drei Säulen, auf denen jedes Verfahren steht
    • Wie die Säulen in einem Modell ineinandergreifen: Daten als Matrix, Unsicherheit, Fehlerminimierung
    • Vorführung: Eine Idee erscheint nebeneinander als Formel und als lauffähiges Modell
    • Standortbestimmung: An welchen Stellen Ihr mathematisches Verständnis bisher aussetzt
  2. Teil 2

    Tag 1 – Modul 2 – Lineare Algebra: Vektoren, Matrizen und Transformationen

    • Vektoren, Matrizen und lineare Abbildungen, veranschaulicht im Koordinatensystem
    • Skalarprodukt, Norm, Projektion: Werkzeuge, um Ähnlichkeit und Abstand von Datenpunkten zu messen
    • Weshalb ML-Verfahren nahezu jede Berechnung auf Matrixoperationen zurückführen
    • Übung: Sie rechnen die Transformation eines Datenpunkts mit Stift und Papier nach
  3. Teil 3

    Tag 1 – Modul 3 – Statistik: Verteilungen, Bayes und Schätzung

    • Verteilungen, Erwartungswert und Varianz als Kenngrößen zur Beschreibung von Daten
    • Bayes-Theorem anschaulich: Vorwissen mit neuen Beobachtungen verrechnen
    • Aus Stichproben schätzen und die Unsicherheit verstehen, die jede Schätzung begleitet
    • Übung: Sie bestimmen einen Modellparameter aus einem kleinen Datensatz
    • Unsicherheit als Zahl angeben, statt ein Ergebnis genauer erscheinen zu lassen, als es ist
  4. Teil 4

    Tag 2 – Modul 4 – Optimierung: Ableitungen und Gradientenabstieg

    • Ableitung und Gradient als Steigung einer Fehlerfunktion in einer und in mehreren Dimensionen
    • Gradientenabstieg in Einzelschritten: Richtung bestimmen, Schrittweite wählen, wiederholen
    • Übung: Sie minimieren eine einfache Funktion von Hand über mehrere Iterationen
  5. Teil 5

    Tag 2 – Modul 5 – Generalisierung: Overfitting, Regularisierung, Bias-Variance

    • Overfitting in Formeln: woran man erkennt, dass ein Modell Trainingsdaten auswendig lernt
    • Regularisierung als Zusatzterm in der Zielfunktion und ihre Wirkung auf die Parameter
    • Bias-Variance mathematisch zerlegen: welche Fehleranteile wovon abhängen
  6. Teil 6

    Tag 2 – Modul 6 – Synthese: Ein Modell von der Formel bis zur Vorhersage

    • Wie die einzelnen mathematischen Bausteine zu einem vollständigen Modell zusammengesetzt werden
    • Fallstudie: Ein bewusst schlicht gehaltenes Modell rechnen Sie vollständig durch
    • Von der Theorie zur Praxis: was Sie in Bibliotheken und Trainingsläufen nun wiedererkennen
    • Fahrplan für Ihr weiteres ML-Verständnis: Themen und Reihenfolge zum Vertiefen

VoraussetzungenHilfreich sind Grundkenntnisse in Mathematik oder Statistik. Programmieren müssen Sie nicht zwingend können.

AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge

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