Stellenausschreibungen im kommunalen Personalamt: KI-Vorlagen selbst bauen
Bevor eine Stelle der Stadt- oder Kreisverwaltung veröffentlicht wird, trägt das Personalamt Stellenbewertung, Rückmeldung des Fachamts und frühere Anzeigen zu einem Anforderungsprofil und einem Ausschreibungstext zusammen. Im KI-Praxis-Transfer arbeitet jede Person einen Tag lang selbst mit dem Werkzeug: Sie bereiten eine anstehende Ausschreibung als Übungsfall auf, richten das Werkzeug mit passenden Datenschutzeinstellungen ein und bauen eine Vorlage, die Anzeigenentwürfe liefert. Danach können Sie solche Entwürfe gegen TVöD, AGG und Landesbeamtengesetze gegenlesen und haben eine gesicherte Vorlage für das Amt.
- Dauer1 Tag
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichÖffentliche Verwaltung, Personal, Ausbildung & Mitbestimmung
Für wen
Beschäftigte in kommunalen Personalämtern, die Stellenausschreibungen und Anforderungsprofile heute überwiegend von Hand erstellen.
KI-Praxis-Transfer · 1 Tag
Selbst umsetzen: Eine Ausschreibungsvorlage fürs Personalamt bauen und testen
Das nehmen Sie mit
- Ein startklares Werkzeugkonto mit bewusst gesetzten Datenschutzeinstellungen und eine erste Anweisung für Anzeigentexte
- Eine eigene, versionierte Vorlage, die aus Anforderungsprofil und Stellenbewertung einen Ausschreibungsentwurf erzeugt
- Routine darin, Entgeltgruppe, Fristen und Wortwahl im KI-Entwurf gegen TVöD, AGG und Landesbeamtengesetze zu prüfen
Ablauf
- Teil 1
Etappe 1 – Ausschreibungsfall: Welche Angaben eine Stellenanzeige im Personalamt braucht
- Eingaben für das Sprachmodell: Aufgabenkreis, Entgeltgruppe, Muss- und Kann-Anforderungen, Bewerbungsfrist
- Was derzeit zusammengesucht wird: Stellenbewertung, Organigramm, Rückmeldung des Fachamts, frühere Ausschreibungen
- Übung: Eine anstehende Ausschreibung, etwa für die Sachbearbeitung im Bürgeramt, wird als Übungsfall aufbereitet
- Häufige Stolperstellen: veraltete Stellenbeschreibungen, vermischte Anforderungsstufen, zu knappe Prompts
- Teil 2
Etappe 2 – Werkzeugzugang im Amt: Oberflächen, Versionen, Datenschutz
- Zugänge und Oberflächen gängiger KI-Werkzeuge und worin sie sich für Ausschreibungstexte unterscheiden
- Gratis- oder Bezahlversion: welche Funktionen erst mit einer kostenpflichtigen Lizenz zur Verfügung stehen
- Vor dem ersten Einfügen nachsehen, welche Datenschutzoptionen das Werkzeug bietet, und sie passend setzen
- Übung: Ein erster Prompt für einen Anzeigentext, anschließend werden seine Mängel gemeinsam gesucht
- Teil 3
Etappe 3 – Anzeigenvorlage: Vom Stichwortzettel zur belastbaren Anweisung
- Vom knappen Auftrag zur gegliederten Anweisung: Aufgabe, Kontext, Anforderungsprofil, gewünschte Form
- Rolle einer städtischen Personalsachbearbeitung, Musteranzeige als Beispiel, feste Gliederung als Format
- Übung: Sie bauen eine Vorlage, die aus Anforderungsprofil und Stellenbewertung einen Anzeigenentwurf erzeugt
- Vorlagen im Personalamt teilen und mit Datum und Versionsstand ablegen
- Teil 4
Etappe 4 – Anzeigenentwurf gegenlesen: Angaben, Rechtsrahmen, Korrektur
- Entgeltgruppe, Stundenumfang, Fristen und Verweise im Entwurf gezielt mit der Stellenbewertung abgleichen
- Gegenlesen durch Kolleginnen oder Kollegen: Über Anforderungen und Auswahlkriterien entscheidet nicht die KI
- TVöD, AGG und Landesbeamtengesetze als fachlicher Bezugspunkt für Anforderungen und Wortwahl
- Übung: Im fehlerhaften KI-Entwurf falsche Entgeltgruppe und AGG-heikle Formulierung finden und berichtigen
- Teil 5
Etappe 5 – Vorlagenablage im Personalamt: Sichern, Grenzen, Anschluss
- Fertige Ausschreibungsvorlagen auf dem Amtslaufwerk oder im Dokumentenmanagement sichern
- Lohnende Fortsetzung für das Personalamt: Dienstvereinbarungen vorbereiten
- Anzeichen, dass KI bei Ausschreibungen nicht weiterhilft, etwa bei seltenen Spezialstellen
- Offene Fragen aus dem Amtsalltag und Ausblick auf die nächsten Ausschreibungen
VoraussetzungenBenötigt werden ein Rechner mit Internetzugang und eine eigene Beispielausschreibung. Weder Programmieren noch Erfahrung mit KI werden vorausgesetzt.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge