Unfall- und Beinaheunfallmeldungen mit KI auswerten: Ursachen bündeln
Nach einem Arbeitsunfall oder einer gemeldeten Beinahe-Situation liegen Meldekarten, Zeugenaussagen und Unfallanzeigen auf dem Tisch, aus denen Sicherheitsfachkräfte Hergang, Ursachen und Maßnahmen herausarbeiten – oft mit Stift und Tabelle. Gemeinsam zerlegt die Gruppe in der eintägigen KI-Werkstatt diesen Auswerteweg, setzt ein mitgebrachtes Ereignis mit KI-Hilfe neu zusammen und verteilt im Anschluss die ersten Aufgaben für den Betrieb. Im zweistündigen KI-Schnellstart entsteht vor den Augen aller eine Kurzauswertung aus einer anonymisierten Meldung, an der sichtbar wird, wo das Modell trägt und wo es Angaben hinzufügt, die niemand gemeldet hat.
- Dauer1 Tag · 2 Stunden
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichQualität, Sicherheit & Compliance, Pflichten & Regulierung
Für wen
Sicherheitsfachkräfte in Betrieben und Einrichtungen, die Unfallanzeigen und Meldungen zu Beinaheunfällen heute überwiegend von Hand auswerten.
KI-Werkstatt · 1 Tag
Die Auswertung von Unfällen und Beinaheunfällen mit KI neu aufsetzen
Das nehmen Sie mit
- Einen nachgezeichneten Meldeweg vom Verbandbucheintrag bis zur fertigen Auswertung, mit allen Beteiligten
- Erprobte Anweisungen und Auswertevorlagen, die aus Meldekarten und Zeugenaussagen einen Hergang mit Maßnahmenvorschlag formen
- Einen Vierwochenplan mit verteilten Aufgaben und einer Messgröße für die Unfallauswertung
Ablauf
- Teil 1
Schritt 1 – Meldeweg nachzeichnen: Vom Verbandbuch bis zur ausgewerteten Unfallanzeige
- Alle Anwesenden schildern, wie Unfall- und Beinaheunfallmeldungen bei ihnen eintreffen und bearbeitet werden
- Zulieferer und Prüfende: Vorgesetzte, Ersthelfer, Personalabteilung, Sifa – und wo Meldungen tagelang ruhen
- Textmaterial sichten: Formular der Unfallanzeige, Verbandbuch, Meldekarten zu Beinaheunfällen, Zeugenaussagen
- Die drei aufwendigsten Arbeitsgänge auswählen, etwa das Abtippen handschriftlicher Meldekarten
- Teil 2
Schritt 2 – Anzeigepflicht und Personendaten: SGB VII § 193, DGUV, Freigabe
- SGB VII § 193 zur Anzeige von Unfällen beim Unfallversicherungsträger, ergänzt um einschlägige Vorgaben der DGUV
- Beschäftigtendaten in Unfallschilderungen: Namen, Verletzungen, Ausfallzeiten vor jeder Eingabe entfernen
- Auswertungen, an denen KI mitgeschrieben hat, so kennzeichnen, dass Herkunft und Bearbeitung nachvollziehbar sind
- Unterschrift unter der Unfallanzeige und Maßnahmenentscheidung liegen bei Menschen, die KI liefert Entwürfe
- Teil 3
Schritt 3 – Einsatzstellen in der Unfallauswertung: Was ein Sprachmodell übernimmt
- Hergang entwerfen, Meldungen zusammenfassen, Angaben auf Lücken durchsehen, Ereignisse nach Unfallart einordnen
- Klare Grenze: Ursachen vor Ort klären, Zeugen befragen und Maßnahmen bewerten kann kein Sprachmodell
- Erfahrungen anderer Betriebe, in denen Sicherheitsfachkräfte Beinaheunfall-Meldungen mit KI bündeln
- Gewählt werden die Auswerteschritte, bei denen ein erster Versuch spürbar entlastet
- Teil 4
Schritt 4 – Unfallereignis neu aufsetzen: Ein mitgebrachter Vorgang mit KI
- Arbeitsgrundlage: ein realer, anonymisierter Vorgang, etwa ein Treppensturz oder ein Beinahe-Zusammenstoß mit dem Stapler
- Übung: Aus Meldekarte und Zeugenaussagen mit KI-Hilfe Hergang, Ursachen und Maßnahmenvorschlag neu zusammensetzen
- Die entstandenen Anweisungen und Auswertevorlagen gehen reihum, werden getestet und gemeinsam verbessert
- Mängel des Entwurfs samt Ursache besprechen, etwa vermutete Ursachen ohne Beleg oder vertauschte Beteiligte
- Teil 5
Schritt 5 – Vierwochenplan Unfallauswertung: Aufgaben, Messgröße, ASA-Bezug
- Was sich innerhalb eines knappen Monats mit Werkzeugen umsetzen lässt, die der Betrieb bereits nutzt
- Zuständigkeiten verteilen und ein Erfolgsmaß wählen, etwa den Anteil binnen einer Woche ausgewerteter Beinaheunfälle
- Als zweiter Schritt naheliegend: ASA-Sitzungen vorbereiten, etwa mit der Unfallübersicht als Zulieferung
- Verabredet werden konkrete Folgeschritte für die Arbeit in den einzelnen Betrieben
VoraussetzungenSie brauchen keine KI-Kenntnisse. Es hilft, wenn Sie die Abläufe in Ihrem Betrieb kennen und eine reale, anonymisierte Unfall- oder Beinaheunfallmeldung mitbringen.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge
KI-Schnellstart · 2 Stunden
Dieses Thema als KI-Schnellstart
Vorgeführte Kurzauswertung einer Beinaheunfallmeldung, dazu Datenregeln, SGB VII § 193 und ein Seitenblick auf psychische Belastung
Den genauen Ablauf stimmen wir mit Ihnen ab. Was das Format KI-Schnellstart ausmacht