Pflichten & Regulierung

Vertrauensarbeitszeit und Zeiterfassung: Regelungen mit KI neu aufsetzen

Bei Vertrauensarbeitszeit teilen Beschäftigte ihre Zeit selbst ein; seit dem Urteil EuGH C-55/18 fragen sich viele Betriebe, wie das mit einer Aufzeichnung der Arbeitszeit zusammenpasst. Personal und Führungskräfte klären das bislang überwiegend von Hand, in Einzelabsprachen, Rundmails und angepassten Vertragsklauseln. Ihre Gruppe ordnet diesen Klärungsprozess in einer eintägigen KI-Werkstatt mit einem Sprachmodell neu und legt fest, wer im Haus was weiterführt. Für eine erste Orientierung eignet sich der zweistündige KI-Schnellstart, für eigenes Üben an Vorlagen der eintägige KI-Praxis-Transfer.

Für wen

Personalverantwortliche und Führungskräfte in Betrieben und Einrichtungen, die Regelungen zur Vertrauensarbeitszeit heute überwiegend von Hand ausarbeiten.

KI-Werkstatt · 1 Tag

Absprachen zur Vertrauensarbeitszeit gemeinsam mit KI neu ordnen und festhalten

Das nehmen Sie mit

  • Ein Überblick, welche Absprachen und Texte zur Vertrauensarbeitszeit im Haus kursieren und wo Klärungen hängen
  • Gemeinsam erprobte Anweisungen und Musterformulierungen für einen Regelungsvorgang aus Ihrem Betrieb
  • Orientierung zu ArbZG, EuGH C-55/18 und Beschäftigtendaten sowie ein Plan mit Zuständigkeiten

Ablauf

  1. Teil 1

    Schritt 1 – Ausgangsfrage: Wie Vertrauensarbeitszeit im Haus geregelt und gelebt wird

    • Gemeinsam zusammengetragen: Arbeitsverträge, Einzelabsprachen, Rundschreiben und die gelebte Praxis in Teams
    • Wer liefert Angaben, wer kontrolliert, an welcher Stelle warten Führungskräfte auf Rückmeldung
    • Vertragsklauseln, Regeln zu Überstunden, Selbstaufschreibungen: welche Texte sich für ein Sprachmodell eignen
    • Die Gruppe ermittelt drei Engpässe, an denen Klärungen zur Vertrauensarbeitszeit hängen bleiben
  2. Teil 2

    Schritt 2 – Spielraum: ArbZG, EuGH C-55/18 und Beschäftigtendaten

    • Was ArbZG und EuGH C-55/18 für Vertrauensarbeitszeit bedeuten, soweit sie auf Ihren Betrieb anwendbar sind
    • Erfasste Zeiten, Abwesenheiten, Namen: welche Beschäftigtendaten im Fall nicht ins KI-Werkzeug gehören
    • Regelungsentwürfe mit KI-Anteil als solche ausweisen und ihren Entstehungsweg dokumentieren
    • Freigabe durch Personalleitung und Geschäftsführung: wer den Regelungstext verantwortet und zeichnet
  3. Teil 3

    Schritt 3 – Regelungshilfen: Wobei KI bei Regeln zur Vertrauensarbeitszeit hilft

    • Regelung entwerfen, Rückfragen verdichten, Vorgaben abgleichen, Sonderfälle zuordnen: was wofür taugt
    • Nüchtern bleiben: Vertrauen zwischen Führung und Team kann kein Sprachmodell herstellen
    • Erfahrungen vergleichbarer Betriebe, die Vertrauensarbeitszeit und Aufzeichnung miteinander verbinden
    • Festlegen, welche Einsatzstellen in der Übungsphase erprobt werden, weil sie spürbar entlasten
  4. Teil 4

    Schritt 4 – Regelungsentwurf: Ein Regelungsvorgang wird mit KI überarbeitet

    • Alle haben einen echten Fall dabei, etwa eine Zusatzvereinbarung oder eine Anfrage aus einem Team
    • Übung: Den Vorgang mit dem Sprachmodell neu strukturieren und ausformulieren, die Gliederung zuerst
    • Entstandene Anweisungen und Musterformulierungen werden gemeinsam erprobt und verfeinert
    • Schwächen der KI-Fassung offenlegen, etwa unklare Zuständigkeit für die Aufzeichnung, und Ursachen klären
  5. Teil 5

    Schritt 5 – Weiterführung: Wer die Regelung im Betrieb voranbringt

    • Ein Monat Erprobung: welche KI-Schritte mit den schon verfügbaren Zugängen machbar sind
    • Zuständigkeiten verteilen; als Erfolgsmaß dient etwa, wie schnell Anfragen aus Teams beantwortet sind
    • Lohnender zweiter Schritt: Erfassungspflicht im Betrieb umsetzen
    • Die Runde endet mit festen Verabredungen, wer welche Aufgabe bis wann angeht

VoraussetzungenKI-Kenntnisse sind nicht nötig. Wer die Abläufe im eigenen Haus kennt und einen echten Vorgang mitbringt, kann in der Praxisrunde direkt daran arbeiten.

AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge

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