Kommunales Personalamt: Beurteilungen und Zeugnisse mit KI vorformulieren
Dienstliche Beurteilungen für Beamtinnen und Beamte, Arbeitszeugnisse für Tarifbeschäftigte: Im kommunalen Personalamt laufen dafür Beiträge von Fachvorgesetzten, Tätigkeitsbeschreibungen und Bewertungsbögen zusammen, und den Text schreibt oft noch jemand von Hand. Einen Tag lang nimmt sich die KI-Werkstatt genau diesen Weg vor: Personalamt und Führungskräfte zeichnen ihn gemeinsam nach, klären vorab den Rahmen für Beschäftigtendaten und schreiben anschließend mitgebrachte, verfremdete Fälle mit einem Sprachmodell neu. Am Abend steht ein Plan, wer im Haus welche Zeugnis- und Beurteilungsvorlagen in den kommenden Wochen erprobt.
- Dauer1 Tag
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichÖffentliche Verwaltung, Personal, Ausbildung & Mitbestimmung
Für wen
Personalamt und Führungskräfte in Kommunalverwaltungen und vergleichbaren Einrichtungen, die Beurteilungen und Zeugnisse heute überwiegend von Hand formulieren.
KI-Werkstatt · 1 Tag
Beurteilungsbeiträge und Zeugnistexte im Personalamt mit KI neu aufsetzen
Das nehmen Sie mit
- Ein gemeinsam gezeichnetes Bild, wie Beurteilungen und Zeugnisse im Haus entstehen und wo Vorgänge liegen bleiben
- Erprobte Anweisungen und Textbausteine für Zeugnis- und Beurteilungsentwürfe, an verfremdeten Fällen getestet
- Klarheit über Beschäftigtendatenschutz, Kennzeichnung und die Freigabe durch Beurteilende und Personalamt
- Ein Umsetzungsplan für die kommenden vier Wochen, samt Zuständigkeiten und messbarem Erfolgskriterium
Ablauf
- Teil 1
Schritt 1 – Beurteilungsweg nachzeichnen: Vom Beitrag der Fachvorgesetzten bis zum fertigen Text
- Gemeinsam mit allen im Raum skizzieren, wie eine Regelbeurteilung oder ein Endzeugnis heute im Haus entsteht
- Zuarbeit und Kontrolle: Fachvorgesetzte, Sachbearbeitung im Personalamt, Amtsleitung – und wo Vorgänge warten
- Beurteilungsbögen, Tätigkeitsbeschreibungen, Zeugnisbausteine: das Textmaterial, auf das KI zugreifen würde
- Benennen, an welchen drei Punkten das Formulieren von Beurteilungen und Zeugnissen die meiste Zeit kostet
- Teil 2
Schritt 2 – Rechtsrahmen für Personaltexte: Beamtenrecht, Zeugnisrecht, Beschäftigtendaten
- Fachliche Grundlagen: Beamtenrecht für dienstliche Beurteilungen, Zeugnisrecht für Arbeitszeugnisse
- Personalaktendaten und Beurteilungsbeiträge mit Namen bleiben außerhalb des Werkzeugs; geübt wird verfremdet
- KI-gestützte Passagen kennzeichnen und festhalten, welche Teile eines Entwurfs aus dem Modell stammen
- Unterschrift und Freigabe bleiben bei Beurteilenden und Personalamt, das Sprachmodell liefert nur Entwürfe
- Teil 3
Schritt 3 – KI im Beurteilungswesen: Welche Aufgaben ein Modell übernehmen kann
- Textentwurf, Zusammenfassung, Prüfung, Klassifizierung – je einer Aufgabe der Beurteilung zugeordnet
- Grenze des Modells: Leistungsurteil, Gesamtnote und Abwägung im Einzelfall bleiben menschliche Entscheidung
- Vorgehen anderer Kommunalverwaltungen, etwa Zeugnisentwürfe aus Tätigkeitsbeschreibung und Beurteilungsbogen
- Gemeinsame Wahl der zwei bis drei Einsatzpunkte, die das Personalamt spürbar entlasten
- Teil 4
Schritt 4 – Zeugnisentwurf in der Werkstatt: Mitgebrachte Personalfälle neu schreiben
- Material der Runde: verfremdete Endzeugnisse oder Beurteilungsentwürfe ohne Namen, nur im freigegebenen Werkzeug
- Übung: Aus Tätigkeitsliste und Beurteilungsnotizen lässt die Gruppe einen ersten Zeugnistext formulieren
- Anweisungen und Textbausteine entstehen dabei und werden in der Gruppe Satz für Satz nachgeschliffen
- Schwachstellen samt Ursachen: Floskeln der Zeugnissprache, unpassende Notenstufen, vergessene Aufgaben
- Teil 5
Schritt 5 – Umsetzungsplan Personalamt: Erste Zeugnisvorlagen in den Alltag bringen
- Vorhaben für die kommenden vier Wochen, die mit den bereits lizenzierten Werkzeugen des Hauses gelingen
- Aufgaben im Personalamt verteilen und ein Erfolgskriterium festlegen, etwa die Bearbeitungszeit je Zeugnis
- Naheliegendes Folgevorhaben: Fortbildungsplanung für die Verwaltung
- Verbindliche nächste Schritte vereinbaren, einschließlich eines Datums für die erste Rückmelderunde
VoraussetzungenKI-Vorkenntnisse werden nicht erwartet. Nützlich sind gute Kenntnis der Abläufe im eigenen Haus und ein verfremdeter Beurteilungs- oder Zeugnisfall als Arbeitsgrundlage.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge