Personal, Ausbildung & Mitbestimmung

KI-Einführung als Wandel begleiten: Ängste ernst nehmen, Teams beteiligen

Ob ein KI-Assistent im Alltag ankommt, entscheidet sich selten an der Technik, sondern an der Haltung der Menschen, die damit arbeiten sollen. Dieser Seminartag behandelt die Einführung von KI als Veränderungsprozess: von den Ursachen für Skepsis und Gegenwehr über eine offene Kommunikation bis zur Befähigung und dauerhaften Verankerung. Als Übungsergebnisse nehmen Sie einen Kommunikationsplan und ein ausgearbeitetes Lernformat mit, die sich auf Ihr eigenes Vorhaben übertragen lassen.

Für wen

Führungskräfte, Personalabteilung (HR) und Projektverantwortliche, die eine KI-Einführung als Veränderungsprozess steuern und die Belegschaft dafür gewinnen wollen.

KI-Tagesseminar · 1 Tag

Vorbehalte gegen KI verstehen, offen kommunizieren und neue Routinen verankern

Das nehmen Sie mit

  • Sie können Widerstände gegen KI nach ihren Ursachen unterscheiden und passend darauf reagieren.
  • Ein Kommunikationsplan für eine KI-Einführung, der Nutzen und Grenzen offen benennt, liegt als Entwurf vor.
  • Für die Befähigung Ihrer Belegschaft haben Sie ein konkretes Lernformat mit Multiplikatoren skizziert.
  • Mit welchen Mitteln Führungskräfte neue Arbeitsweisen absichern und Rückfälle verhindern, ist geklärt.

Ablauf

  1. Teil 1

    Modul 1 – Ausgangslage: Woher die Vorbehalte gegen KI kommen

    • Was KI für viele bedrohlicher wirkt als frühere IT-Umstellungen: Sorge um Arbeitsplatz, Können und Kontrolle
    • Widerstände einordnen: offene Ablehnung, stilles Abwarten, Festhalten an gewohnten Abläufen – und ihre Ursachen
    • Change-Grundlagen: Phasen, die eine Belegschaft beim Wechsel zu einer neuen Arbeitsweise durchläuft
    • Vorführung: eine Ankündigung zum KI-Assistenten in zwei Fassungen und die völlig verschiedenen Reaktionen darauf
    • Stimmungsbild Ihres Hauses: Reaktionen in den Abteilungen, kursierende Gerüchte, Erfahrungen mit Umstellungen
  2. Teil 2

    Modul 2 – Kommunikation: Nutzen und Grenzen offen ansprechen

    • Konkret sagen, welche Aufgaben die KI übernimmt, und Grenzen sowie offene Punkte nicht verschweigen
    • Mit Jobängsten umgehen: Sorgen aufgreifen, statt sie mit allgemeinen Beruhigungsformeln zu überdecken
    • Vertrauen entsteht durch verlässliche Informationen, feste Ansprechpersonen und eingehaltene Zusagen
    • Übung: Kommunikationsplan für eine KI-Einführung mit Zielgruppen, Botschaften, Kanälen und Zeitpunkten
  3. Teil 3

    Modul 3 – Befähigung: Mitarbeitende zu Mitgestaltern machen

    • Schulung und Enablement: welche Kenntnisse Sachbearbeitung, Teamleitungen und Fachleute jeweils brauchen
    • Multiplikatoren in den Teams gewinnen und Erfolgsgeschichten aus den eigenen Reihen bekannt machen
    • Partizipation ermöglichen: Pilotgruppen, Ideensammlung zu Anwendungsfällen, Rückmeldewege an das Projektteam
    • Betroffene früh an Auswahl und Erprobung beteiligen, damit sie die Veränderung mittragen
    • Übung: ein Enablement-Format wie Lernsprechstunde oder Tandem mit Zielgruppe, Ablauf und Takt planen
  4. Teil 4

    Modul 4 – Verankerung: Damit die neue Arbeitsweise bleibt

    • Neue Routinen etablieren: KI-Nutzung in Teambesprechungen, Übergaben und Arbeitsanweisungen festschreiben
    • Führungskräfte einbinden: als Vorbild, als Ansprechperson für Bedenken und als Treiber im Team
    • Rückfällen vorbeugen: Anzeichen erkennen, dass Teams unbemerkt zu den alten Abläufen zurückkehren
  5. Teil 5

    Modul 5 – Transfer: Vom Fallbeispiel zur Planung für Ihr Vorhaben

    • Fallstudie: Begleitung eines KI-Rollouts von der ersten Ankündigung bis zur gelebten Routine
    • Stolpersteine der Fallstudie mit der Lage in Ihrer Organisation abgleichen
    • Change-Fahrplan: Kommunikation, Befähigung und Verankerung für Ihre KI-Einführung zeitlich ordnen

VoraussetzungenTechnische Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt.

AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge

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