KI-Vereinbarung durchsetzen: Kontrollrechte von Betriebs- und Personalrat
Ist die Betriebs- oder Dienstvereinbarung zu KI unterschrieben, ändern sich die Systeme trotzdem weiter: durch Updates, neue Funktionen oder einen stillen Modellwechsel beim Anbieter. An einem Workshoptag erfahren Betriebs- und Personalräte, wie sie Auskünfte einfordern und auswerten, Fehler und Benachteiligungen zulasten von Beschäftigten belegen und die Vereinbarung bei Bedarf nachschärfen. Das Gremium geht mit festgelegten Kontrollpunkten, einem Nachtragsentwurf und einem Arbeitsplan für die nächsten zwölf Monate aus dem Tag.
- Dauer1 Tag
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichPersonal, Ausbildung & Mitbestimmung, Pflichten & Regulierung
Für wen
Betriebs- und Personalräte, für deren Haus bereits eine Vereinbarung zu KI-Systemen gilt und die ihre Kontrollrechte im laufenden Betrieb auch ausüben wollen.
KI-Entscheidungsworkshop · 1 Tag
Kontrollpunkte setzen, Auskünfte prüfen und die KI-Vereinbarung aktuell halten
Das nehmen Sie mit
- Ihr Gremium hat festgelegt, an welchen Punkten es KI-Systeme regelmäßig überprüft.
- Protokolle und Auswertungen des Arbeitgebers lesen Sie so, dass verdeckte Leistungskontrolle auffällt.
- Für Beschwerden über fehlerhafte oder benachteiligende KI-Ergebnisse steht ein Weg bis zur Abhilfe.
- Ein Nachtragsentwurf und ein Zwölfmonatsplan des Gremiums liegen schriftlich vor.
Ablauf
- Teil 1
Modul 1 – Ausgangslage: Warum die Kontrolle mit der Zustimmung erst beginnt
- Eine KI-Vereinbarung, deren Einhaltung niemand überprüft, schützt die Beschäftigten kaum
- Stille Änderungen an KI-Systemen: Updates, zusätzliche Funktionen, geänderte Auswertungen
- Modellwechsel beim Anbieter: Das System verhält sich danach anders, ohne dass jemand gefragt wurde
- Das Gremium bestimmt, wo es künftig in festen Abständen hinschaut
- Teil 2
Modul 2 – Auskunft: Unterlagen anfordern und auswerten
- Welche Unterlagen dem Gremium zustehen und innerhalb welcher Frist es sie verlangen kann
- Protokolle, Nutzungsstatistiken und Auswertungen sachgerecht deuten
- Merkmale, an denen sich eine Auswertung als Leistungskontrolle entpuppt
- Übung: Die Runde nimmt eine Auskunft des Arbeitgebers gemeinsam auseinander
- Teil 3
Modul 3 – Fehlerfälle: Wenn KI-Ergebnisse Beschäftigte treffen
- Falsche KI-Ausgaben zum Nachteil Beschäftigter, etwa in Schichtplanung oder Leistungsbeurteilung
- Benachteiligung durch ein Modell erkennen und mit Belegen untermauern
- Von der Beschwerde einer Kollegin bis zur Abhilfe durch den Arbeitgeber
- Was das Gremium einzelnen betroffenen Beschäftigten empfehlen kann
- Teil 4
Modul 4 – Nachschärfen: Die geltende Vereinbarung anpassen
- Anzeichen, dass eine bestehende Vereinbarung die betriebliche Praxis nicht mehr abdeckt
- Neu eingeführte KI-Werkzeuge in eine geltende Regelung einbeziehen
- Zusätzliche Rechte der Beschäftigtenvertretung, die sich aus der KI-Verordnung ergeben
- Übung: Entwurf eines Nachtrags zur bestehenden Betriebs- oder Dienstvereinbarung
- Teil 5
Modul 5 – Arbeitsplan: Das Gremium dauerhaft handlungsfähig machen
- Zuständigkeiten und KI-Fachwissen auf mehrere Mitglieder verteilen
- Den Anspruch auf Schulung zu KI-Themen gegenüber dem Arbeitgeber geltend machen
- Abstimmung mit Datenschutzbeauftragten und Schwerbehindertenvertretung
- Ergebnis des Tages: ein Zwölfmonatsplan, der die Arbeit des Gremiums ordnet
VoraussetzungenIm Haus gilt bereits eine Betriebsvereinbarung, Dienstvereinbarung oder Regelungsabrede zu KI. Grundwissen über die Mitbestimmung bringen Sie mit.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge