Angebote in der Metallverarbeitung: Anfragen und Zeichnungen mit KI sichten
Eine Kundenanfrage mit angehängter Zeichnung landet im Postfach, und bis daraus ein Angebot wird, müssen Kalkulation und Vertrieb Werkstoff, Stückzahl, Toleranzen und Arbeitsgänge zusammensuchen und oft beim Kunden nachfragen. Welche Teile dieser Vorarbeit ein Sprachmodell übernehmen kann und welche Zahlen weiterhin aus der eigenen Kalkulation kommen müssen, zeigt der zweistündige KI-Schnellstart. Er richtet sich an Betriebe der Metallverarbeitung, die Anfragen heute weitgehend von Hand auswerten, und ausdrücklich auch an Skeptiker. Sie testen selbst einen ersten Prompt an einer Anfrage und wissen, welche Kundenunterlagen tabu sind.
- Dauer2 Stunden
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichIndustrie & Produktion, Vertrieb, Marketing & Kundenservice, Finanzen & Controlling
Für wen
Kalkulation und Vertrieb in metallverarbeitenden Betrieben, die Anfragen und Zeichnungen bislang überwiegend manuell in Angebote umsetzen.
KI-Schnellstart · 2 Stunden
Verstehen, welche Angebotsvorarbeit ein Sprachmodell übernimmt und welche nicht
Das nehmen Sie mit
- Drei greifbare Einsatzpunkte für KI zwischen eingehender Anfrage und versandfertigem Angebot
- Die Fähigkeit, ausgedachte Werkstoffangaben oder geschätzte Bearbeitungszeiten in einem KI-Entwurf zu bemerken
- Klare Regeln, welche Zeichnungen und Preisdaten nicht in ein Sprachmodell gehören, plus ein selbst getesteter Prompt
Ablauf
- Teil 1
Ausgangsfall: Eine Blechteil-Anfrage mit Zeichnung auf dem Weg zum Angebot
- Heute: Anfrage lesen, Zeichnung durchgehen, Arbeitsgänge schätzen, Angebot tippen; Rückfragen kosten Tage
- Drei Einsatzpunkte: Anfragedaten tabellarisch erfassen, Klärungsfragen formulieren, Angebotstext vorschreiben
- Live: Eine anonymisierte Anfrage für ein gekantetes Blechteil samt Zeichnung wird vom Sprachmodell vorsortiert
- Bleibt bei der Kalkulation: Rüst- und Stückzeiten, Materialpreise, Machbarkeit der Toleranzen
- Teil 2
Blick ins Modell: Wie der Angebotsentwurf zu seinen Werten kommt
- Wie Sprachmodelle Text bilden, knapp erklärt an der eben ausgewerteten Anfrage
- Ein formulierter Angebotsentwurf ist Vorschlag; verbindlich wird erst, was die Kalkulation gegengerechnet hat
- Erfundenes bemerken: ein Werkstoff, der nicht auf der Zeichnung steht, oder frei geschätzte Bearbeitungszeiten
- Für die Metallverarbeitung heißt das: Jede Zahl im Angebot braucht einen Beleg aus der eigenen Kalkulation
- Teil 3
Erster eigener Versuch: Kerndaten aus einer Kundenanfrage ziehen
- Übung: Per Prompt Stückzahl, Werkstoff, Oberfläche und Termin aus einer anonymisierten Anfrage herauslösen
- Gemeinsame Durchsicht einiger Ergebnisse: übersehene Angaben, hinzugedichtete Werte, unklare Formulierungen
- Fragen und Einwände aus Kalkulation und Vertrieb werden besprochen, auch skeptische
- Teil 4
Spielraum: Kalkulationsverfahren, Preisindizes, Datengrenzen
- Kalkulationsverfahren und Materialpreisindizes in Stichworten, etwa für die Materialkosten im Angebot
- Tabu für offene KI-Dienste: Kundenzeichnungen unter Geheimhaltung, Preislisten, eigene Kalkulationssätze
- Mit bestehenden Konten sofort machbar: eine erledigte Anfrage auswerten, mit dem eigenen Angebot vergleichen
- Nachbarthemen: Reklamationen und Nacharbeit dokumentieren, Wartungs- und Instandhaltungspläne fortschreiben
VoraussetzungenKalkulation und Vertrieb brauchen keine Vorkenntnisse; willkommen sind ausdrücklich auch alle, die KI kritisch sehen.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge