Geschäftsführung & Führung

Nachfolge im Mittelstand: Übergabewissen mit KI geordnet festhalten

Für Inhaberinnen, Inhaber und Nachfolgende, die eine Unternehmensübergabe bisher vor allem in Gesprächen, Vertragsordnern und handschriftlichen Notizen festhalten. Es geht darum, wie ein Sprachmodell beim Ordnen von Inhaberwissen, beim Gliedern eines Übergabehandbuchs und beim Zusammenfassen von Vertragsbeständen hilft, während Zusagen, Beteiligungen und Fristen in menschlicher Hand bleiben. Der KI-Schnellstart ordnet in zwei Stunden ein, welchen Beitrag die Technik dabei liefern kann und wo ihre Grenze verläuft; in der KI-Werkstatt baut die Runde die Übergabedokumentation an einem eigenen Beispiel neu auf und verlässt den Tag mit einem Umsetzungsplan.

Für wen

Inhaberinnen und Inhaber mittelständischer Betriebe sowie ihre Nachfolgerinnen und Nachfolger, die Nachfolge und Übergabe heute weitgehend ohne digitale Unterstützung dokumentieren.

KI-Schnellstart · 2 Stunden

Einordnen, was KI beim Festhalten von Inhaberwissen und Übergabeschritten leisten kann

Das nehmen Sie mit

  • Eine nüchterne Vorstellung davon, welche Teile der Übergabedokumentation ein Sprachmodell vorbereiten kann
  • Erste eigene Erfahrung mit einer Anweisung, die aus Stichworten eine Übergabenotiz macht
  • Klarheit, welche Nachfolgedaten nicht in einen KI-Dienst gehören und womit Sie gleich beginnen können

Ablauf

  1. Teil 1

    Der Fall: Eine Unternehmensübergabe zwischen Aktenordner und Inhabergedächtnis

    • Übergaben heute: Gesprächsnotizen, Vertragsordner, Kundenlisten und viel Wissen nur im Kopf des Seniors
    • Mühsam ist das Zusammentragen, weil Vollmachten, Verträge und Zuständigkeiten an vielen Orten liegen
    • Drei Einsatzstellen für KI: Gesprächsnotizen ordnen, Übergabehandbuch gliedern, Vertragsbestand verdichten
    • Vorführung: Stichpunkte aus einem Inhabergespräch werden zu einem gegliederten Kapitel des Übergabehandbuchs
    • Anschließend gleichen Sie von Hand ab: Namen, Fristen, Beteiligungsquoten und mündliche Zusagen an Kunden
  2. Teil 2

    Das Werkzeug verstehen: Was hinter dem Handbuchkapitel aus Teil 1 steckt

    • Sprachmodelle in wenigen Sätzen: Sie setzen Text wahrscheinlich fort, Ihre Verträge und Akten kennen sie nicht
    • Ein Handbuchentwurf bleibt Vorschlag, bis er mit Gesellschaftsvertrag und Unterlagen abgeglichen ist
    • Woher frei erfundene Details stammen, etwa ein nie vereinbarter Übergabetermin, und wie Sie sie aufdecken
    • Für Inhaber und Nachfolgende heißt das: Die KI formuliert vor, festgelegt wird in Gesprächen und Verträgen
  3. Teil 3

    Erster eigener Versuch: Eine Übergabenotiz zu einer Kundenbeziehung

    • Übung: Aus Stichworten zu einem Schlüsselkunden lassen Sie per Anweisung eine Übergabenotiz entwerfen
    • Die Entwürfe werden verglichen: Welche Angaben in der Anweisung haben die Notiz verwertbar gemacht
    • Anschließend Gelegenheit für alle Fragen zu KI und Übergabe, Bedenken und Einwände eingeschlossen
  4. Teil 4

    Rahmen und erste Schritte: Erb- und Gesellschaftsrecht, IHK-Nachfolgeleitfäden

    • Rechtliche Bezugspunkte im Überblick: Erb- und Gesellschaftsrecht sowie die IHK-Nachfolgeleitfäden
    • Anonymisierte Abläufe dürfen hinein; Testamentsinhalte, Gesellschafterdaten, Gehälter, Kaufpreise nicht
    • Gleich nächste Woche mit bestehendem Zugang möglich: eine Gliederung fürs Übergabehandbuch anlegen lassen
    • Naheliegende Fortsetzung: Bankgespräche und Ratingunterlagen vorbereiten, etwa zur Kaufpreisfinanzierung

VoraussetzungenVorkenntnisse werden nicht erwartet. Wer KI bislang eher skeptisch sieht, ist ausdrücklich willkommen.

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KI-Werkstatt · 1 Tag

Die Übergabedokumentation vom Inhabergespräch bis zum Handbuch mit KI neu aufsetzen

Das nehmen Sie mit

  • Ein gemeinsames Bild, wer bei der Übergabe welches Wissen beisteuert und wo Rückmeldungen ausbleiben
  • Erprobte Anweisungen und Gliederungsvorlagen für Übergabenotizen und Kapitel des Übergabehandbuchs
  • Einen Umsetzungsplan mit Zuständigkeiten zwischen Inhaber und Nachfolge sowie einem messbaren Ziel

Ablauf

  1. Teil 1

    Schritt 1 – Bestandsaufnahme: Wie das Wissen des Inhabers heute weitergegeben wird

    • Die Runde zeichnet nach, wie eine laufende oder geplante Übergabe bislang schriftlich festgehalten wird
    • Zuarbeit und Kontrolle durch Inhaber, Nachfolge, Führungskräfte, Steuerberatung; wo Antworten ausbleiben
    • Im Spiel: Gesellschaftsvertrag, Vollmachten, Vertragsübersichten, Kundenlisten, handschriftliche Notizen
    • Drei Aufgaben, an denen die Übergabedokumentation regelmäßig stockt, benennt die Runde gemeinsam
  2. Teil 2

    Schritt 2 – Leitplanken: Erb- und Gesellschaftsrecht, IHK-Nachfolgeleitfäden, vertrauliche Daten

    • Fachlicher Bezugsrahmen der Übergabe: Erb- und Gesellschaftsrecht, Orientierung an den IHK-Nachfolgeleitfäden
    • Datenschutz bei Beschäftigtendaten in Übergabeunterlagen, etwa zu Schlüsselpersonen und Vertretungen
    • KI-gestützte Abschnitte des Übergabehandbuchs als solche markieren und vermerken, worauf sie beruhen
    • Übergabeprotokoll und Handbuch zeichnen Inhaber und Nachfolge selbst ab; von der KI stammen nur Textbausteine
  3. Teil 3

    Schritt 3 – Ansatzpunkte: Wo KI beim Übergabehandbuch mitschreibt

    • Handbuchkapitel entwerfen, Gesprächsprotokolle verdichten, Unterlagen auf Lücken prüfen, Verträge sortieren
    • Erwartungen erden: Persönliche Kundenbeziehungen und das Gespür des Seniors bildet kein Modell ab
    • Wie andere mittelständische Geschäftsführungen KI bei Übergabe und Wissenssicherung bereits nutzen
    • Die Gruppe legt fest, welche Ansatzpunkte sie in der Werkstattphase weiterverfolgt
  4. Teil 4

    Schritt 4 – Werkstattphase: Ein Kapitel der eigenen Übergabe wird mit KI neu geschrieben

    • Ausgangsmaterial aus den Betrieben der Teilnehmenden, etwa Notizen zu Schlüsselkunden oder offene Verträge
    • Übung: Mit KI-Hilfe wird daraus ein neuer Weg vom Inhabergespräch zum fertigen Handbuchkapitel gebaut
    • Anweisungen und Gliederungsvorlagen werden erstellt, untereinander ausgetauscht und nachgebessert
    • Wo das KI-Ergebnis hakt, etwa geglättete Zuständigkeiten oder verlorene Fristen, und woran das liegt
  5. Teil 5

    Schritt 5 – Fahrplan: Die kommenden Wochen der Übergabedokumentation

    • Was sich binnen vier Wochen allein mit Software und Lizenzen umsetzen lässt, die der Betrieb bereits hat
    • Aufgaben zwischen Inhaber, Nachfolge und Assistenz verteilen; Erfolgsmaß: Anteil fertiger Handbuchkapitel
    • Folgethema: Notfall- und Vertretungsplan erstellen, aufbauend auf dem gesicherten Übergabewissen
    • Zum Schluss verabredet jeder Betrieb seine konkreten nächsten Schritte

VoraussetzungenKI-Erfahrung ist nicht nötig. Hilfreich sind Kenntnis der eigenen Abläufe und ein konkretes Beispiel aus Ihrer Übergabe, das Sie mitbringen.

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