Schlagkartei im Agrarbetrieb: KI-Potenzial für Feldnachweise ermitteln
Für Leitungen landwirtschaftlicher Betriebe, in denen Schlagkartei und zugehörige Nachweise noch überwiegend per Hand, Zettel oder Tabelle entstehen. Ein Tag auf dem Betrieb zeigt, an welchen Stellen zwischen Feldnotiz und kontrollfähigem Nachweis KI Arbeit übernehmen kann und wo nicht. Danach liegt ein schriftlicher Bericht vor, der die Ansatzpunkte nach Aufwand und Nutzen ordnet und einen ersten Schritt samt Werkzeug empfiehlt.
- Dauer1 Tag
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichAgrar & Lebensmittel, Pflichten & Regulierung, Qualität, Sicherheit & Compliance
Für wen
Betriebsleitungen von Agrarbetrieben und vergleichbaren Einrichtungen, die ihre Schlagkartei und die dazugehörigen Nachweise bislang größtenteils manuell führen.
KI-Potenzialcheck · 1 Tag
Schlagaufzeichnungen und Nachweise vor Ort prüfen und bewerten, mit schriftlichem Bericht
Das nehmen Sie mit
- Ein klares Bild, wie oft und mit welchem Zeitaufwand Schlagkartei und Nachweise heute auf Ihrem Betrieb entstehen
- Eine mit Ihren Fachleuten abgestimmte Rangfolge der KI-Ansatzpunkte, rechtlich vorab geprüft
- Einen schriftlichen Bericht mit erstem Umsetzungsschritt, Werkzeugempfehlung und begründeten Ausschlüssen
Ablauf
- Teil 1
Phase 1 – Auftrag klären: Welche Frage zur Schlagkartei der Tag beantworten soll
- Vorgespräch mit der Betriebsleitung, welche Entscheidung zum KI-Einsatz bei den Feldaufzeichnungen ansteht
- Zuschnitt festlegen, etwa nur Pflanzenschutzeinträge im Ackerbau oder sämtliche Schläge eines Betriebsteils
- Welche KI-Anwendungen Leitung und Mitarbeitende schon nutzen, auch privat auf dem Smartphone
- Vertraulichkeitsabrede zu Schlagdaten, Erträgen und Betriebsmitteleinkäufen
- Teil 2
Phase 2 – Aufnahme vor Ort: Von der Notiz auf dem Schlepper bis zum fertigen Nachweis
- Wir begleiten die Personen, die Maßnahmen erfassen und übertragen, und fragen bei jedem Arbeitsgang nach
- Häufigkeit der Einträge, Zeitbedarf je Schlag und Maßnahme, genutzte Belege wie Lieferscheine
- Seitenblick auf das Tierhaltungs- und Bestandsregister, soweit dieselben Personen und Daten beteiligt sind
- Ackerschlagkartei-Programm, Tabellen, Handnotizen und Mails: wo auswertbare Texte und Listen anfallen
- Teil 3
Phase 3 – Grenzen prüfen: Pflanzenschutzvorgaben, Cross Compliance und Datenhoheit
- Jeder Ansatzpunkt wird mit Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung und Cross Compliance abgeglichen
- Datenschutz, Mitbestimmung und KI-Verordnung, für jeden gefundenen Ansatzpunkt einzeln bewertet
- Was einem Sprachmodell vorgelegt werden darf, etwa anonymisierte Maßnahmenlisten, und was im Betrieb bleibt
- Gründe, die an einzelnen Stellen gegen KI sprechen, etwa das Risiko falscher Mittel- oder Mengenangaben
- Teil 4
Phase 4 – Bewerten und priorisieren: Eignung von der Feldnotiz bis zum Nachweisausdruck
- Eignung je Teilschritt: Erfassung, Übertrag, Abgleich mit Lieferschein, Ausdruck für Kontrollen
- Zuordnung zu Entwurf, Zusammenfassung, Prüfung und Einordnung, z. B. Plausibilitätsprüfung von Aufwandmengen
- Erwarteter Zeitgewinn grob geschätzt und dem Aufwand für Einführung und Pflege ehrlich gegenübergestellt
- Reihenfolge gemeinsam mit Betriebsleitung und den Personen festlegen, die die Kartei im Alltag führen
- Teil 5
Phase 5 – Ergebnis: Bericht und Empfehlung für die Schlagkartei
- Abschlussbesprechung mit der Betriebsleitung, bevor wir den Hof verlassen
- Schriftlicher Bericht mit gereihten Ansatzpunkten, Aufwand und Nutzen je Punkt beziffert
- Empfohlener Einstieg in die KI-gestützte Schlagkartei mit dazu passendem Werkzeug
- Teilschritte, die bewusst ohne KI bleiben sollten, jeweils mit Begründung
VoraussetzungenVorkenntnisse sind nicht nötig. Wir brauchen Zugang zu den Arbeitsplätzen, an denen Schlagkartei und Nachweise geführt werden, und Beteiligte, die für Gespräche zur Verfügung stehen.
AbschlussSchriftlicher Ergebnisbericht mit priorisierten Handlungsempfehlungen